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Sandro Brotz wechselt im Februar 2027 zu Ringier

Sandro Brotz verlässt das Schweizer Fernsehen SRF im Februar 2027 und wechselt zum Medienhaus Ringier, um für Blick einen neuen Video-Podcast zu leiten. Der langjährige «Arena»-Moderator zieht nach 14 Jahren beim öffentlich-rechtlichen Sender weiter, während in der Schweizer Medienlandschaft bereits die Diskussion um seine Nachfolge läuft.

Sandro Brotz beendet 14-jährige Laufbahn beim Schweizer Fernsehen

Der bekannte Politmoderator Sandro Brotz gibt seine Rolle beim Schweizer Radio und Fernsehen auf. Per Ende Februar 2027 wechselt der 56-Jährige zum Boulevardmedium Blick, wo er künftig einen multimedialen Video-Podcast aufbauen und moderieren wird. Bis zu seinem Abschied Mitte Januar 2027 steht Brotz weiterhin für die Freitagabend-Sendung vor der Kamera.

Brotz kam im Juni 2012 zum SRF und übernahm zunächst die Moderation der Hintergrundsendung «Rundschau». Ab 2014 fungierte er zusätzlich als deren stellvertretender Redaktionsleiter, gefolgt von der Moderation des «Rundschau Talk» von 2017 bis 2019. Im Mai 2019 wechselte er schließlich als Anchorman und stellvertretender Leiter zur politischen Diskussionssendung «Arena». Für seine journalistische Arbeit wurde er im Jahr 2022 als «Politikjournalist des Jahres» ausgezeichnet.

Sechs Wochen vor seiner öffentlichen Ankündigung sprach er in der Schweizer Illustrierten erstmals ausführlich über seine persönliche Krise aus dem Jahr 2023, die ihn damals zu einer fünfwöchigen Pause als Moderator der Talkshow veranlasst hatte. In einem Interview erwähnte er zudem, dass der Hass im Netz aufgrund seines Tweets zu Impfskeptikern einfach nicht aufhörte.

Sandro Brotz wechselt im Februar 2027 zu Ringier
Foto: markt-kom.com

Neues multimediales Format bei Ringier ab Februar 2027

Beim neuen Arbeitgeber soll der Journalist ein digitales Talk-Format von Grund auf mitentwickeln. Der geplante Video-Podcast ist als multimediales Format konzipiert, das mehrmals pro Woche erscheint und die wichtigsten Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft beleuchtet. Ausgestrahlt werden die Folgen auf allen Kanälen des Medienhauses sowie optimiert auf gängigen Podcast-, Social- und Videoplattformen.

Rolf Cavalli, Chefredaktor von Blick, zeigt sich erfreut über den prominenten Neuzugang und betont, dass Brotz zu den profiliertesten Köpfen des Schweizer Journalismus gehöre.

Für Brotz schließt sich mit dem Wechsel ein Kreis: Von 2000 bis 2008 war er bereits beim «SonntagsBlick» als Nachrichtenchef und stellvertretender Chefredaktor tätig, bevor seine Laufbahn ihn zu Radio 1 und anschließend zum SRF führte.

Sandro Brotz wechselt im Februar 2027 zu Ringier
Foto: Tagblatt

Zuschauerzahlen im Sinkflug und Debatten um die «Arena»

Der Abschied von Brotz fällt in eine Phase, in der die «Arena» zuletzt mit rückläufigen Publikumszahlen und strukturellen Debatten konfrontiert war. Im ersten Halbjahr 2026 schalteten im Durchschnitt 116’000 Personen ein, während die Reichweite früher stabil bei rund 200’000 Zuschauern lag.

Zudem geriet die Sendung immer wieder ins Blickfeld der Parteipolitik; so führte etwa ein umstrittener Vorstoß im Jahr 2022 zu einem vorübergehenden Boykott durch die SVP, nachdem die Unabhängige Beschwerdeinstanz eine Verletzung des Sachgerechtigkeitsgebots festgestellt hatte.

Offene Nachfolgefrage nach Absage von Mario Grossniklaus

Wer die Moderation der traditionsreichen Politrunde ab Mitte Januar 2027 übernimmt, ist derzeit noch offen. Als naheliegende Lösung galt zunächst der SRF-Journalist Mario Grossniklaus, der die Sendung seit 2024 einmal im Monat moderiert. Grossniklaus erteilten Spekulationen jedoch eine klare Absage und erklärte, sich nicht für die Nachfolge zu bewerben, da er als Wahlleiter der SRG und des SRF in den kommenden Monaten voll ausgelastet sei.

In einer vom Medienhaus durchgeführten Online-Umfrage nannten die Leser unter anderem Bundeshauskorrespondentin Nathalie Christen sowie Barbara Lüthi und Urs Gredig als mögliche Kandidatinnen und Kandidaten. Das Schweizer Fernsehen teilte mit, dass man sich aktuell auf eine geordnete Übergabe konzentriere und zu gegebener Zeit über die Nachfolge informieren werde.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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