Der Iran meldet für den 26. Mai 2026 Angriffe auf einen US-Kampfjet und eine Reaper-Drohne, während neue Berichte des US-Kongresses die Bilanz der „Operation Epic Fury“ offenlegen. Mit 13 getöteten Soldaten, 42 beschädigten Flugzeugen und Kosten von 29 Milliarden Dollar steht die Trump-Regierung vor einer massiven militärischen und finanziellen Herausforderung.
Die finanzielle und menschliche Bilanz der Operation Epic Fury
Was als gezielte Operation begann, hat sich zu einem kostspieligen Abnutzungskampf entwickelt. Laut einem Bericht des Congressional Research Service (CRS) wurden bislang 13 US-Soldaten getötet und mehr als 350 weitere verletzt. FOCUS online berichtet unter Berufung auf US-Medien sogar von über 500 Verletzten.

Die personellen Verluste sind jedoch nur ein Teil der Gleichung. Die finanziellen Auswirkungen belasten den US-Haushalt massiv. Der Pentagon-Mitarbeiter Jules W. Hurst III. bezifferte die Kosten von 29 Milliarden US-Dollar vor dem Repräsentantenhaus. Diese Summe umfasst die direkten Militäroperationen, doch die indirekten Folgen – insbesondere ein Ölpreis-Schock und eine auf 3,8 Prozent gestiegene Inflationsrate – verstärken den wirtschaftlichen Druck auf die USA.
Die zivilen Opfer sind weitaus höher. Die Menschenrechtsorganisation HRAI schätzt, dass im Verlauf des Konflikts etwa 1.700 Zivilisten starben, darunter 254 Kinder.
Das Massaker an den MQ-9 Reaper-Drohnen
Besonders brisant ist der Verlust von 42 Militärflugzeugen, die entweder zerstört oder schwer beschädigt wurden. Die Liste der Verluste liest sich wie ein Verzeichnis der modernsten US-Luftwaffe: von F-15E Strike Eagles und einer F-35A Lightning II bis hin zu sieben KC-135 Stratotankern und einem strategisch wertvollen E-3 Sentry AWACS-Aufklärungsflugzeug.

Das Zentrum der Verluste bildet jedoch die unbemannte Flotte. Mit 24 abgeschossenen Maschinen machen die MQ-9 Reaper 57 Prozent aller Flugzeugverluste aus.
Trotz dieser massiven Verlustrate hält die US-Luftwaffe an der MQ-9 Reaper als primäre Waffe fest. General Kenneth S. Wilsbach, Stabschef der USAF, bezeichnete die Drohne als „stillen Helden“, da keine andere Plattform eine vergleichbare Anzahl an Angriffen auf feindliche Ziele ausführen könne. Während der Operation wurden über 13.000 Ziele im Iran angegriffen.
Strategische Fehlgriffe und Friendly Fire
Neben den gegnerischen Abschüssen offenbart die Bilanz des CRS ein systemisches Problem: Ein Teil der Flugzeugverluste soll durch sogenanntes „Friendly Fire“ verursacht worden sein. Fehlgeleitete Angriffe eigener oder verbündeter Einheiten führten zu Abstürzen sowohl in Kuwait als auch im Iran.
Ein besonders teurer Verlust war die MQ-4C Triton Aufklärungsdrohne, die am 9. April abstürzte. Mit einem Wert von rund 240 Millionen US-Dollar pro Maschine stellt dieser Verlust eine erhebliche Lücke in der Überwachungskapazität der US-Marine dar, die insgesamt nur 20 dieser Drohnen im Einsatz hat.
Diese taktischen Patzer bieten dem Iran eine rhetorische Angriffsfläche. Außenminister Abbas Araghchi betonte auf der Plattform X, dass die Islamische Republik wertvolle Erkenntnisse aus den Kampfhandlungen gewonnen habe und den USA weitere „Überraschungen“ bereite, sollte die militärische Operation wieder aufgenommen werden.
Eskalation im Golf und die Forderung nach Milliarden
Die aktuelle Lage am 26. Mai zeigt, dass die Waffenruhe von April extrem fragil ist. Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) meldete eine Explosion an einem Tanker vor der Küste des Oman. Aufgrund der Lage der Explosion nahe der Wasserlinie wird ein Angriff durch ein Drohnenboot oder eine Haftmine vermutet.

Die maritime Blockade hat dramatische Folgen: Rund 22.500 Seeleute auf mehr als 1.500 Handelsschiffen sitzen im Persischen Golf fest, da die Straße von Hormus faktisch geschlossen ist.
Parallel zu den militärischen Spannungen führt der Iran einen harten finanziellen Kampf. Über die Nachrichtenagentur Tasnim wurde bekannt, dass Teheran die Freigabe von rund 24 Milliarden Dollar an im Ausland eingefrorenen Geldern fordert. Diese Forderung soll zentraler Bestandteil einer derzeit ausgehandelten Absichtserklärung mit den USA werden. Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf reiste hierzu nach Katar, um einen entsprechenden Mechanismus zu vereinbaren.
Ein fragiler Ausweg aus dem Konflikt
Die Trump-Regierung versucht nun, einen diplomatischen Durchbruch zu inszenieren, um die innenpolitischen Kosten des Krieges zu begrenzen. Ein Entwurf für eine Einigung sieht eine Verlängerung der Waffenruhe um 60 Tage vor.
- Straße von Hormus: Die Passage soll gebührenfrei möglich sein, wobei der Iran die verlegten Minen räumen muss.
- Atomprogramm: Der Iran muss zusagen, niemals Atomwaffen anzustreben.
- Handelsblockade: Im Gegenzug heben die USA die Blockade iranischer Häfen auf.
Während dieser Deal für die Weltwirtschaft und die Zivilbevölkerung eine Entlastung bedeuten würde, bleibt er für die US-Regierung ein riskantes Manöver. Die Kombination aus hohen materiellen Verlusten, dem Tod von Soldaten und der wirtschaftlichen Instabilität macht jede weitere Eskalation zu einem politischen Risiko, das sich das Weiße Haus kaum noch leisten kann.