Netflix veröffentlicht am 27. Oktober 2026 die dreiteilige Dokumentarserie The One About Matthew Perry
unter der Regie von Mary Robertson. Die Produktion beleuchtet das Leben des verstorbenen Friends
-Stars jenseits der Schlagzeilen über seinen Tod und zeigt bislang ungehörte Details von Familie und Weggefährten.
Mary Robertsons Blick auf den Menschen
Die Regisseurin Mary Robertson begann bereits vor dem Tod des Schauspielers im Jahr 2023 damit, Briefe zu schreiben und Interesse an einer Dokumentation zu wecken. Auslöser dafür war ihre Lektüre des 2022 erschienenen Bestsellers Friends, Lovers, and the Big Terrible Thing. Nach dem Tod von Matthew Perry am 28. Oktober 2023 kehrte sie zu der Idee zurück, änderte jedoch die Absicht: Statt einer reinen True-Crime-Erzählung über die Umstände seines Ablebens sollte das Werk eine Feier seines Lebens werden.
Robertson betonte in Interviews, dass das Projekt unbedingt humorvoll sein musste, da Perry selbst eine von Trost und Komik geprägte Karriere hinterlassen habe. Die Serie vermeidet drastische Aufarbeitungen der strafrechtlichen Ermittlungen und konzentriert sich stattdessen auf die privaten Nuancen. Dabei stützt sich das Format auf Archivmaterial, Audioauszüge aus Perrys Memoiren und zahlreiche Gespräche mit engen Freunden, ehemaligen Partnerinnen und Weggefährten aus der Branche.
Die emotionale Beerdigung und das Fehlen der Hauptbesetzung
Ein zentraler Aspekt der Dokumentation ist die Trauerfeier im November 2023 auf dem Friedhof Forest Lawn in den Hollywood Hills, wie Perrys Schwester Mia Perry Bowick in der Serie schildert. Die bekannten Co-Stars aus der Erfolgsserie Friends
– Jennifer Aniston, Courteney Cox, Lisa Kudrow, Matt LeBlanc und David Schwimmer – nahmen an der privaten Zeremonie teil. Bowick berichtete von einem sehr emotionalen Moment, als alle fünf Darsteller gemeinsam den Sarg ihres Bruders betraten, Händchen hielten und weinten.
Mia Perry Bowick sagte: Auf der Beerdigung haben wir dafür gesorgt, dass nur die Familie für eine kurze Zeit einen offenen Sarg für uns alle hatte. Die Beerdigung war sehr klein – enge Freunde und Familie. Der Rest der ‘Friends’-Besetzung kam ganz zusammen herein. Ich hatte sie locker 20 Jahre lang nicht gesehen. Jen Aniston war die Erste von ihnen, die auf mich zukam und mich ganz fest in die Arme schloss. Aber das haben sie alle getan.
Für die vor der Kamera geführten Interviews der Dokumentation standen die fünf Hauptdarsteller jedoch nicht zur Verfügung. Regisseurin Robertson erklärte dass die Cast-Mitglieder die Anfrage zwar erhielten, sich aber letztlich gegen eine Teilnahme entschieden. Die Filmemacherin zeigte Verständnis für diese Entscheidung und verwies darauf, dass die engen Freunde des Schauspielers privat um ihn trauern.
Der Kampf gegen die Sucht
Die Serie beleuchtet auch die jahrzehntelangen, oft schmerzhaften Bemühungen des Darstellers, seine Medikamenten- und Alkoholsucht zu überwinden.

Der Entzug hatte immer wieder direkten Einfluss auf die Produktion von Fernsehprojekten. So musste die Arbeit an der Serie im Jahr 2001 vorübergehend eingestellt werden, damit sich der Schauspieler professionelle Hilfe suchen konnte. Während der siebten Staffel pendelte er zeitweise zwischen der Malibu-Klinik und dem Set hin und her, um die Dreharbeiten für die Hochzeit von Chandler und Monica rechtzeitig zu ermöglichen.
Anekdoten vom Set
Neben den schweren Momenten zeigt die Dokumentation auch die leichten Seiten und charmanten Anekdoten aus Perrys Karriere. Dazu gehört die Geschichte hinter dem bekannten Gastauftritt von Bruce Willis in der sechsten Staffel, den dieser aufgrund einer verlorenen Wette mit Perry absolvierte, weil Willis fälschlicherweise annahm, dass der gemeinsame Film The Whole Nine Yards
ein Flop werden würde.
Die Serie greift zudem Perrys Engagement auf, das er in den Jahren vor seinem Tod für andere Betroffene leistete. Weggefährten wie Tim Harrington berichten von konkreten Hilfestellungen im Alltag. Anstatt die Umstände seines Todes in den Vordergrund zu stellen, endet das Projekt mit dem Blick auf einen Menschen, der trotz schwerer Rückschläge bis zuletzt versuchte, einen positiven Weg zu gehen.
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