Der bekannte Astrophysiker Neil deGrasse Tyson hat in einer aktuellen Episode der Sendung Hot Ones Game Night
erklärt, dass Zeitreisen in die Zukunft physikalisch möglich sind. Demnach kann eine Person durch extreme Beschleunigung im Raum in die Zukunft von anderen Menschen reisen, während Reisen in die eigene Vergangenheit ausgeschlossen bleiben.
Zeitdilatation: Tyson erklärt Grenzen der Zeitreisen
Der mehrfach ausgezeichnete Astrophysiker und Wissenschaftskommunikator Neil deGrasse Tyson erläuterte in der am 14. Oktober 2026 ausgestrahlten Episode der Sendung Hot Ones Game Night
die wissenschaftlichen Grundlagen von Zeitreisen. Auf eine Frage des Moderators Joe Santagato zur Möglichkeit menschlicher Zeitreisen antwortete Tyson nach kurzer Bedenkzeit, dass der Sprung in die Zukunft theoretisch machbar ist, Reisen in die Vergangenheit hingegen nicht.
Tyson führte ein Szenario an, bei dem eine Person stark im Raum beschleunigt wird. Wenn diese Person nach einer Alterung von beispielsweise zehn Minuten zur Erde zurückkehrt, könnte auf der Erde je nach Reisegeschwindigkeit bereits eine Stunde, ein Tag oder ein ganzes Jahr vergangen sein. Laut Tyson bedeutet dies: Du bist auf deiner Zeitlinie ein Gefangener der Gegenwart und wechselst für immer zwischen deiner unzugänglichen Vergangenheit und deiner unergründlichen Zukunft.
Neil deGrasse Tyson erklärte: Du bist in die Zukunft gereist. Nicht in deine eigene Zukunft. Du bist in die Zukunft aller anderen gereist.
Mit dieser Begrenzung schränkte der Wissenschaftler zugleich die Darstellung von Zeitreisen in fiktionalen Werken wie den Marvel Avengers
-Filmen ein. Trotz der theoretischen Möglichkeit, durch hohe Geschwindigkeiten in die Zukunft zu gelangen, bleibt der Mensch nach Tysons Worten fest an die Gegenwart der eigenen Zeitlinie gebunden.
Tysons Einschätzung berühmter Persönlichkeiten
Neben den physikalischen Fragen stellte Moderator Joe Santagato dem Astrophysiker in der Spielshow die Aufgabe, eine Reihe bekannter Persönlichkeiten nach ihrer intellektuellen Leistung einzustufen. In dieser Auswahl befanden sich neben Tyson selbst auch Bill Nye, Carl Sagan und Stephen Hawking.
Tyson bewertete Stephen Hawking als unbestrittenen Spitzenreiter nach Einstein. Auf den zweiten Platz setzte er Carl Sagan. Für die verbleibenden Plätze betonte Tyson, dass er und Bill Nye eng befreundet seien und über eine sehr ähnliche intellektuelle Veranlagung verfügen, weshalb er anstelle einer vierten Platzierung einen direkten Gleichstand auf dem dritten Rang deklarierte.