Die Vereinigten Staaten und China liefern sich einen neuen Wettlauf zum Mond. Washington plant bis 2032 eine permanente Basis am Südpol und will ab 2030 Atomreaktoren nutzen, während Peking eine bemannte Mondlandung im Jahr 2029 anstrebt. Getrieben von Tech-Milliardären soll der Erdtrabant als Sprungbrett für den Rohstoffabbau und den nächsten Zivilisationssprung dienen.
Neuer Wettlauf zum Mond und die Pläne der NASA
Die USA und China jagen einander im Weltraum. Im Oktober 2026 nannte die NASA mit dem Jahr 2028 einen zentralen Zeitpunkt für die nächsten Schritte auf dem Mond, während Peking eine bemannte Landung für das Jahr 2029 ins Auge fasst. Das wird ein knappes Rennen
, erklärte der NASA-Chef Anfang Oktober 2026.
Im Gegensatz zum Kalten Krieg agieren neben staatlichen Raumfahrtagenturen vor allem Tech-Milliardäre als treibende Kräfte. Sie wollen kommerziell von einer neuen Ära im All profitieren. Bis zum Jahr 2032 soll am Südpol des Mondes eine permanente US-Basis entstehen. Nach Angaben der Raumfahrtbehörde ist ein dauerhafter Verbleib auf dem Erdtrabanten das Ziel, bevor der Umstieg auf die Kernenergie den nächsten großen Sprung zum Mars ermöglichen soll.
Atomreaktoren und Energieversorgung auf dem Mond
Die Energiefrage entscheidet über Erfolg oder Scheitern von Langzeitmissionen. Bislang überlebten solarbetriebene Mondfahrzeuge lediglich zwei Wochen, was der Dauer eines Mondtags entspricht. In der eisigen Nacht fallen die Temperaturen auf minus 250 Grad Celsius, wodurch Schaltkreise dauerhaft erfrieren.
Um diese Hürden zu überwinden, treiben Raumfahrtagenturen die Kernenergie vorantreiben. Ein US-Atomreaktor soll nach Medienberichten im Jahr 2030 seine Reise zur Mondbasis antreten. Parallel dazu verfolgen Peking und Moskau Pläne, bis zum Jahr 2036 eine gemeinsame Station mit Atomenergieversorgung auf dem Mond zu errichten.
Das Startup Zeno Power entwickelt kompakte Atombatterien, die als Vorstufe für echte Nuklearreaktoren dienen. Eine Firmenvertreterin beschrieb die Technologie in einem Büro in Seattle als heiße Steine in einer Kiste
und nannte sie „Das Rückgrat zur Kommerzialisierung des Weltalls und des Monds.“ Diese Systeme sollen jahrzehntelang Strom und Wärme liefern.
Helium-3 und der Rohstoffrausch im Weltraum
Auf dem Mond schlummern Schätzungen zufolge Rohstoffe im Wert von Billionen. Das Startup Interlune, mitgegründet vom früheren Blue-Origin-Direktor Rob Meyerson, plant den Abbau des Isotops Helium-3 mit eigens konstruierten Baggern und Erntemaschinen.
Ein Kilogramm des im Mondstaub vorhandenen Rohstoffs wird mit etwa 20 Millionen Dollar bewertet. Rund 3 Millionen Tonnen sollen auf dem Mond lagern, was einem theoretischen Gesamtwert von 60 Billionen Dollar entspricht. Das Isotop gilt als Schlüssel für kommerzielle Fusionsreaktoren und Quantencomputer. Interlune betreibt bereits Tests in einem Labor in Seattle und plant die Inbetriebnahme einer Pilotraffinerie auf dem Mond ab dem Jahr 2030. Die wiederverwendbaren Raketen von SpaceX sollen den Transport zur Erde ermöglichen.
Visionen von Elon Musk und der Sprung ins All
Hinter den kommerziellen Projekten stehen oft die Science-Fiction-Ideen von Tech-Gründern. Elon Musk treibt die Raumfahrt an, um die Menschheit auf der Kardaschow-Skala zu einer Zivilisation der Stufe drei zu führen, die die Energie der gesamten Galaxie nutzt. Im Frühjahr 2026 äußerte er sich zu dieser Zukunftsperspektive:.
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