In der Jubiläumsausgabe von «Late Night Switzerland» am 11. Oktober 2026 begrüsste SRF-Moderator Stefan Büsser den Schweizer Fussball-Nationaltrainer Murat Yakin sowie Rapper Bligg im Zürcher Kaufleuten. Yakin sprach in der 50. Sendung über seine Zukunft an der Seitenlinie, seinen autoritären Führungsstil und ein ungewöhnliches Medien-Kompliment aus New York.
Murat Yakin im Zürcher Kaufleuten
Zur 50. Ausgabe von «Late Night Switzerland» feierten das Team um Stefan Büsser und das Publikum im Zürcher Kaufleuten ein kleines Jubiläum. Neben Volks-Rapper Bligg, der gleichzeitig seinen 50. Geburtstag und sein 30-jähriges Bühnenjubiläum beging, zählte Nationaltrainer Murat Yakin zu den prominentesten Gästen des Abends. Die Aufzeichnung der Show lief am selben Abend um 21.40 Uhr auf SRF 1.
Der Auftritt bot eine Mischung aus humorvollen Einspielern und direkten Gesprächen. Während die Sendung mit satirischen Einlagen über Roger Federers neues Zuhause in Rapperswil startete, brachte erst das Gespräch mit Yakin die nötige sportliche Tiefe in den Abend. Yakin zeigte sich schlagfertig und konterte Büssers Fragen mit trockenem Humor.

Führungsstil, Fehlerkultur und das Hollywood-Thema
Im Gespräch mit Büsser gab Yakin Einblicke in seine Arbeit als Nationaltrainer. Seinen Führungsstil beschrieb er als eine Mischung aus «Zuckerbrot und Peistche» und nannte sich selbst einen «autoritären Kumpeltyp». Dabei legte er grossen Wert auf eine klare Fehlerkultur innerhalb des Teams. Sein persönlicher Triggerpunkt sei es, Fehler nicht zweimal zu machen: Beim dritten Mal wird es dann ernst
, erklärte Yakin.
Auch zu Spekulationen über seine berufliche Zukunft äußerte sich der Nationaltrainer eindeutig. Auf Fragen zu möglichen Angeboten anderer Vereine oder Nationen stellte Yakin klar, dass das Thema Hollywood für ihn erledigt sei. Er arbeite extrem gerne mit der Schweizer Nationalmannschaft und wolle dieses Amt ausüben, solange es möglich sei, da es ihn mit Stolz erfülle.
Das Thema Hollywood ist für mich erledigt. Ich bin gerne Trainer der Nationalmannschaft, solange es möglich ist. Es macht extrem Spass, und ich bin auch stolz.
Murat Yakin, Schweizer Fussball-Nationaltrainer, via SRF
Reaktionen auf das New York Times-Zitat
Ein wiederkehrendes Thema in den Medien ist Yakins öffentliches Image, das in Berichten gelegentlich auf sein Äusseres reduziert wird. Büsser sprach in der Sendung ein Zitat der «New York Times» an, wonach der Nationaltrainer aussehe wie die Zigarette, die man nach dem Sex raucht
. Yakin nahm die Beschreibung gelassen und bezeichnete sie schliesslich als Kompliment, während im Studio humorvoll über die Einordnung des Vergleichs diskutiert wurde.
Neben den persönlichen Anekdoten blickte Yakin auch auf die sportliche Situation der Nati zurück.
