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Mission ist Aufgabe aller Getauften, sagt Fernando García Rodríguez

Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums des Weltmissionssonntags betont Pater Fernando García Rodríguez, der Generalobere der Xaverianer, dass die missionarische Verkündigung des Evangeliums aus einer persönlichen Begegnung mit Christus entspringt und eine gemeinsame Verantwortung aller Getauften darstellt.

Die Mission der Kirche gehört keiner Elite oder exklusiven Gruppe an. Laut Pater Fernando García Rodríguez, dem Generaloberen der Xaverianer, hat sich das Verständnis der Mission im vergangenen Jahrhundert tiefgreifend verändert und zu einer gemeinsamen Verantwortung aller Gläubigen entwickelt. Diese Entwicklung markiert nach seinen Worten einen entscheidenden Wandel weg von der klassischen Zuweisung abgegrenzter Missionsgebiete hin zur Unterstützung der Ortskirchen und ihrer Hirten.

Pater García ist ein 65-jähriger spanischer Ordensmann, der im August 2017 zum Generaloberen der Xaverianer gewählt wurde. Seine eigenen Erfahrungen in der Seelsorge und Ausbildung führten ihn 1997 in den Bezirk Kamerun-Tschad, wo er auch als Regionalobere tätig war. Aus dieser jahrzehntelangen Praxis heraus bewertet er die Entwicklung der weltweiten Gemeinschaft, die heute in etwa zwanzig Ländern in Afrika, Asien, Amerika und Europa vertreten ist.

Der Wandel der Erstevangelisierung und die Bedeutung der missio ad gentes

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Die traditionelle Begrenzung der sogenannten missio ad gentes auf ferne Regionen, in denen das Christentum noch völlig unbekannt ist, greift in der heutigen Welt laut Pater García zu kurz. Die geografischen Grenzen seien fließender geworden, und säkularisierte Gesellschaften in Europa oder anderen historisch christlichen Regionen würden zunehmend zu Orten, an denen Menschen das Evangelium zum ersten Mal hören. Anstatt diese fundamentale Kategorie aufzugeben, plädiert der Generalobere dafür, die Erstverkündigung für all jene wieder in den Vordergrund zu rücken, die Christus noch nicht kennen – unabhängig davon, ob sie in Übersee oder mitten in Europa leben.

Die Verkündigung entspringt der persönlichen Begegnung mit Christus. Wenn man entdeckt, dass das Evangelium eine frohe Botschaft für die Menschheit ist, dass es persönlich eine frohe Botschaft ist, dann entsteht der Wunsch, es zu verkünden.

Pater Fernando García Rodríguez, Generaloberer der Xaverianer

Der Glaube lasse sich demnach nicht auf bloße Gebote reduzieren, sondern bleibe die Erfahrung des lebendigen Gottes. So greifen sozialer Dienst und explizite Verkündigung nach Ansicht des Xaverianer-Oberen eng ineinander: Soziale Hilfe könne die Verkündigung nicht ersetzen, und umgekehrt müsse jede missionarische Botschaft konkrete Aufmerksamkeit für das reale Leben der Menschen zeigen.

Globale Verteilung und Zukunft der Xaverianer

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Die Gemeinschaft der Xaverianer blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Ursprünglich für China gegründet, mussten die Missionare dieses Land im Jahr 1950 verlassen. Heute verteilt sich das Charisma der Kongregation auf zahlreiche Länder mit ganz unterschiedlichen kirchlichen Kontexten. Italien verzeichnet mit 142 Mitgliedern die größte Anzahl, gefolgt von der Demokratischen Republik Kongo mit 80 und Indonesien mit 70 Brüdern.

Weitere Schwerpunkte der Gemeinschaft verdeutlichen die weltweite Ausrichtung:.

  • Mexiko zählt 67 Mitglieder.
  • Kamerun und Südbrasilien weisen jeweils 36 Mitglieder auf.
  • Nordbrasilien verzeichnet 27 Xaverianer.
  • Bangladesch zählt 20 Ordensleute.

Mit diesem weltweiten Netzwerk widmen sich die Xaverianer sowohl der Evangelisierung in jungen Ortskirchen als auch dem Einsatz für die Ärmsten, der Förderung der menschlichen Würde und dem interreligiösen Dialog. Zum Jubiläum des Weltmissionssonntags erinnert Pater García daran, dass der Kern der Mission unverändert bleibt: Es gehe darum, die empfangene Liebe Gottes zu teilen und dafür zu sorgen, dass sich niemand von ihr ausgeschlossen fühlt.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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