Meta hat den Quellcode und die Firmware für Muse Gadgets veröffentlicht, sodass Entwickler eigene KI-Hardware mit dem persönlichen Assistenten Muse verbinden können. Das am 2. Oktober 2026 vorgestellte Open-Source-Projekt umfasst SDKs für ESP32-Microcontroller und Linux-Einplatinencomputer wie den Raspberry Pi und bringt die KI direkt an physische Basteltische.
Die Veröffentlichung erweitert Metas Strategie, den persönlichen KI-Agenten Muse über klassische Chat-Oberflächen und Apps hinaus in den physischen Raum zu tragen. Nach der Ankündigung des Anhängers Muse Charm auf der Hausmesse Connect rückt das Unternehmen nun die Entwicklergemeinde in den Fokus.
Open-Source-Firmware und SDKs für ESP32 und Linux
Entwickler und Hardware-Tüftler können ab sofort auf ein offenes Firmware-Paket und Software Development Kits zugreifen. Die unter der Apache-2.0-Lizenz stehenden Werkzeuge im GitHub-Repository von Meta erlauben es, handelsübliche Mikrocontroller wie den ESP32 oder Linux-Systeme mit dem Muse-Agenten zu koppeln. Damit lassen sich physische Bedienelemente, Bildschirme und Sensoren anbinden.

Zu den vorgeschlagenen Projekten gehören Geräte mit Farb-Displays für Erinnerungen oder Einkaufslisten sowie HDMI-Sticks zur Anzeige auf großen Bildschirmen. Das Unternehmen warnt jedoch in der Dokumentation vor den Tücken des eigenen Bastelns und rät dazu, auf eigene Gefahr vorzugehen.
Laut Berichten von Andrej Sokolow von der Deutschen Presse-Agentur soll der Muse Charm neben einem kleinen Bildschirm außerdem über ein Mikrofon, zwei Kameras und Internet-Anbindung über 5G verfügen. Meta plant, den Charm rechtzeitig zu den Feiertagen im Dezember auf den Markt zu bringen, doch laut Zuckerberg hat das Unternehmen bislang erst wenige Exemplare davon hergestellt.
https://x.com/natfriedman/status/2106099384891158562
Kostenloser Muse Home Link für Abonnenten
Neben den Werkzeugen für die Community hat Meta ein eigenes Referenzgerät entwickelt. Der Muse Home Link ist ein über USB-C mit Strom versorgter Mini-Computer, der Muse mit dem Heimnetzwerk verbindet. Laut Nat Friedman, dem Leiter des Produktteams bei Metas Superintelligence Labs, wurden 5000 Exemplare dieses Geräts gefertigt.
Das Gerät wird an US-amerikanische Muse-Abonnenten solange der Vorrat reicht kostenlos abgegeben. Community-erstellte Skills sollen es Nutzern ermöglichen, über den Home Link angeschlossene Fernseher zu steuern, Lichter zu schalten oder Dokumente an Drucker zu senden.

Vom Chatbot zur physischen Hardware-Präsenz
Die Öffnung der Schnittstellen fügt sich in eine breitere Offensensive ein, mit der Meta das Ökosystem um den KI-Agenten ausbaut. Erst kürzlich stellte das Unternehmen Muse für Kleinunternehmen vor und präsentierte mit dem Muse Charm ein tragbares Peripheriegerät mit integriertem Avatar namens Jolly.
Ob sich die gebauten Gadgets über eine kleine Gruppe von Enthusiasten hinaus etablieren, bleibt offen. Mit der Bereitstellung von Firmware, SDKs und einem eigenen Support-Kanal auf Discord senkt Meta zumindest die technischen Hürden für alle, die physische Interaktionen mit künstlicher Intelligenz erproben wollen.
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