Captain Lukas Görtler erzielt beim 2:0-Sieg des FC St. Gallen gegen den FC Rapperswil-Jona im Schweizer Cup sein 52. Pflichtspieltor und steigt mit insgesamt 101 Skorerpunkten zum Allzeitskorer der Klubgeschichte auf. Der Erfolg bringt dem FCSG den Einzug in den Achtelfinal und überstrahlt die Verletzungssorge um Offensivspieler Christian Witzig.
Lukas Görtler krönt sich zum Rekordskorer des FCSG
Der FC St. Gallen zieht mit einem 2:0-Sieg gegen den FC Rapperswil-Jona in den Cup-Achtelfinal ein. Im Vergleich zum Vorjahr verlief die Partie auf dem Sportstadion Grünfeld deutlich ruhiger, wie vor 4,612 Zuschauern deutlich wurde.
Bereits nach 31 Minuten brachte Captain Lukas Görtler die Gäste in Führung. Nach einem Eckball von Lukas Daschner traf der Deutsche per Direktabnahme zum ersten Tor des Abends. Mit diesem Treffer überholte der 32-Jährige die Klublegende Alex Tachie-Mensah. Aus 256 Spielen stehen nun 52 Tore und 49 Assists zu Buche, womit Görtler die Marke von 101 Skorerpunkten erreicht und den alleinigen Rekord als Allzeitskorer des Vereins übernimmt.

Das hört sich gut an und macht mich stolz. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal bei irgendeinem Profiverein als Alltime-Skorer eingehe.
Lukas Görtler, Captain des FC St. Gallen, via Blick
Chancenplus und die späte Entscheidung durch Hugo Vandermersch
Die Ostschweizer dominierten die Partie über weite Strecken, liessen jedoch zahlreiche Möglichkeiten ungenutzt. Kurz vor dem Pausenpfiff landete ein Kopfball von Andrin Hunziker an der Latte. Erst in der Schlussphase sorgte der eingewechselte Franzose Hugo Vandermersch in der 83. Minute für die endgültige Entscheidung. Nach einer missglückten Abwehraktion von Rapperswil-Akteur Valon Hamdiu traf Vandermersch zum 2:0-Endstand und besiegelte damit den Pflichtsieg.
Sorge um Christian Witzig nach hartem Foul
Überschattet wurde der Einzug in die nächste Runde von einer Verletzung kurz vor Spielende. In der 88. Minute holte Valon Hamdiu den St. Galler Flügelspieler Christian Witzig an der Seitenlinie mit einem harten Foul von den Beinen. Witzig stürzte unglücklich auf die Schulter und musste umgehend ausgewechselt werden. Nach ersten Befunden besteht der Verdacht auf eine ausgekugelte Schulter, was dem zuletzt formstarken Offensivakteur eine mehrwöchige Pause einbringen könnte.

Trainer Enrico Maassen lobt die Standardschwäche-Wende
Trotz der Schrecksekunde um Witzig überwog im Lager der Espen die Erleichterung. Trainer Enrico Maassen zeigte sich besonders darüber erfreut, dass sein Captain nach einer Standardsituation erfolgreich war. Wir haben die grossen Kerle bei unseren Standards in den letzten Wochen etwas vermisst
, erklärte der Coach, der den Sieg als Bestätigung für den jüngsten Aufwärtstrend wertet.
Für den FCSG ist es bereits der dritte Pflichtspielsieg in Folge nach einem schwierigen Spätsommer. Mit diesem Rückenwind reist die Mannschaft als Nächstes zu den Young Boys nach Bern, wo die Serie ausgebaut werden soll.