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Technik und Wissenschaft

Verizon plant 10 US-Dollar monatlich für iPhone Handoff

Verizon hat am 16. Oktober 2026 angekündigt, für die von Apple mit iOS 27 eingeführte Funktion iPhone Handoff eine monatliche Gebühr von 10 US-Dollar zu erheben. Damit verlangt das Unternehmen doppelt so viel wie T-Mobile, das den gleichen Dienst für 5 US-Dollar im Monat anbietet.

Die Entscheidung von Verizon fiel zeitlich mit dem Beginn der Vorbestellungen für das neue faltbare Smartphone iPhone Duo zusammen. Die neue Software-Funktion erlaubt es Nutzerinnen und Nutzern, eine einzige Telefonnummer parallel auf zwei kompatiblen iPhones zu nutzen, wobei sich der Mobilfunkdienst automatisch zwischen den Geräten umschaltet.

Die Tarifstruktur von Verizon im direkten Vergleich mit T-Mobile

Im US-Mobilfunkmarkt positioniert sich Verizon mit seiner Preisgestaltung deutlich über der Konkurrenz. Während T-Mobile die Übertragung der Telefonnummer auf ein Zweitgerät für 5 US-Dollar pro Monat zuzüglich Steuern und Gebühren anbietet, verlangt Verizon genau den doppelten Betrag. Auf das Jahr gerechnet summiert sich der Unterschied bei einer zwölfmonatigen Laufzeit auf 120 US-Dollar bei Verizon gegenüber 60 US-Dollar bei T-Mobile. Für Kunden, die genau abwägen möchten, ob sich die monatliche Investition von umgerechnet zehn US-Dollar lohnt, stellt sich vor allem die praktische Frage, ob der Komfortgewinn den Aufpreis rechtfertigt, wenn man die Alternative bedenkt, eine Nummer bei jedem Gerätewechsel manuell zu übertragen.

Beide Mobilfunkgebühren verstehen sich als reine Zusatzkosten, die separat zum Haupttarif und eventuellen Geräteraten anfallen. Während T-Mobile den Dienst für geeignete Postpaid-Tarife bereits freigeschaltet hat, listet Verizon das Angebot in seiner Mitteilung vom 16. Oktober 2026 lediglich als „demnächst verfügbar. Ein konkreter Starttermin wurde noch nicht genannt, die Einführung wird jedoch vor Jahresende erwartet.

Verizon Sets $10/Month Fee for iPhone Handoff
Foto: https://tech-insider.org/

Technische Voraussetzungen und unterstützte iPhone-Modelle

Die Funktion setzt zwingend voraus, dass beide beteiligten Geräte mit dem Betriebssystem iOS 27 oder neuer laufen. Apple stellte das Feature im Rahmen seines Software-Updates während einer Veranstaltung im September 2026 vor. Zur Einrichtung des Dienstes reicht es laut den Anleitungen aus, auf dem entsprechenden Gerät die Option zur Nutzung der Nummer auf einem weiteren iPhone auszuwählen.

Verizon hat bestätigt, dass der Dienst mit dem neuen iPhone Duo und den Modellen des iPhone 18 Pro kompatibel sein wird. Da die Geräte auf dem US-Markt ausschließlich mit eSIM arbeiten, entfällt das physische Umstecken einer SIM-Karte. Durch das Entsperren des jeweils anderen Geräts wechselt die aktive Verbindung.

Iphone duo handoff cost verizon vs t mobile
Foto: zeera wireless

Nomenklatur und frühere Apple-Dienste

Der Name der neuen Funktion sorgte im Vorfeld für Verwirrung, da Apple denselben Begriff bereits seit mehr als zehn Jahren für die bekannte Continuity-Funktion verwendet. Im Gegensatz zur Mobilfunkvariante überbrückt die traditionelle Funktion die Distanz zwischen verschiedenen Apple-Geräten über Bluetooth und WLAN, anstatt Rufnummern auf Basis von Mobilfunkinfrastruktur zu synchronisieren.

Internationale Carrier im Vergleich zu den US-Anbietern

Auch außerhalb der Vereinigten Staaten strukturieren Netzbetreiber die Unterstützung für die neue Apple-Funktion unterschiedlich. In Deutschland bietet die Deutsche Telekom iPhone Handoff über ihren bestehenden MultiSIM-Dienst für 6,95 Euro im Monat an, wobei die Option in den Tarifen MagentaMobil L und XL ohne Zusatzkosten enthalten ist.

In Großbritannien hat EE angekündigt, die Funktion für Kunden im Tarif „Full Works Plus“ ebenfalls kostenlos bereitzustellen, während andere Kunden einen monatlichen Betrag von 5 Pfund zahlen. Der dritte große US-Anbieter, AT&T, hat hingegen mitgeteilt, dass vorerst keine Einführung von iPhone Handoff geplant ist und der Fokus auf den bestehenden eSIM-Optionen liegt.”

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

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