Ein Lufthansa-Airbus auf dem Weg nach Lissabon musste nach einer brennenden Powerbank am Passagiersitz eine Luftnotlage erklären und außerplanmäßig in Lyon landen. Alle 198 Passagiere blieben unverletzt und wurden in Hotels untergebracht, während die Fluggesellschaft die Sicherheitsvorschriften für Lithium-Akkus betonte.
Notlandung in Lyon nach Feueralarm an Bord
Der Zwischenfall ereignete sich an Bord des Lufthansa-Fluges LH1170 von Frankfurt nach Lissabon. Die Maschine vom Typ Airbus A321-200 mit der Registrierung D-AISB war am Samstag (26. September) in Frankfurt am Main gestartet, um nach Lissabon zu fliegen. Die LH 1170 verließ Frankfurt am Samstagabend um 20.47 Uhr. Über der Schweiz verlor der Flieger dann aber zunehmend an Höhe – viel zu früh, denn eigentlich ist das Ziel Lissabon. Die Piloten riefen eine Luftnotlage aus und landeten die Maschine außerplanmäßig in Frankreich. Die Notlandung in Lyon erfolgte um 21.55 Uhr nach einem Höhenverlust über der Schweiz. Laut Lufthansa wurde eine Luftnotlage erklärt, damit die Maschine bei der Landung Priorität erhielt.
Auslöser für den Alarm war eine mobile Powerbank, die nach Angaben der Fluggesellschaft im Bereich eines Passagiersitzes in Brand geraten war. Auf RTL-Nachfrage erklärt eine Lufthansa-Sprecherin exklusiv: „Am 26. September ist auf dem Lufthansa Flug LH1170 von Frankfurt nach Lissabon eine Powerbank eines Fluggasts im Bereich eines Sitzes in Brand geraten.“ Zuvor geriet eine Powerbank an einem Sitz in Brand. Gegenüber dem Fernsehsender RTL bestätigte eine Sprecherin, dass die Crew das Gerät in einer Brandschutztasche sicherte. Sie fügte hinzu: „Aus Sicherheitsgründen entschied sich die Cockpitcrew für eine Ausweichlandung in Lyon und erklärte Luftnotlage, um eine priorisierte Landung zu erhalten.”
Einsatz der Kabinencrew und Passagierbetreuung
Die Besatzung an Bord reagierte umgehend auf den Notfall. Die Kabinenbesatzung reagierte sofort und brachte das Gerät in einem speziellen Lithium-Safe-Bag unter. An Bord der Maschine haben sich laut Lufthansa 198 Passagiere sowie sechs Crewmitglieder befunden. Nach der landung sicheren in Lyon verbrachten die Passagiere die Nacht in Hotels. Für die Weiterreise am Folgetag wurden alternative Flüge organisiert. Laut RTL hieß es seitens der Airline dazu: „Die Passagiere wurden auf alternative Flugverbindungen für den 27. September umgebucht, um ihre Reise nach Lissabon fortzusetzen.

Lufthansa bedauerte gegenüber RTL die Unterbrechung der Reise. Gleichzeitig betonte die Airline, dass die Sicherheit von Passagieren und Besatzung jederzeit oberste Priorität habe. Die Passagiere wurden auf alternative Flugverbindungen für den 27. September umgebucht, um ihre Reise nach Lissabon fortzusetzen. Die Fluggesellschaft bedauerte die entstandene Reiseunterbrechung. Die Sicherheit an Bord habe jedoch stets Vorrang. Die Reise wurde am Sonntag fortgesetzt.
Verschärfte Vorgaben für Lithium-Ionen-Akkus
Der Zwischenfall zeigt erneut, warum Powerbanks im Flugverkehr besonders kritisch behandelt werden. Technische Mängel oder Beschädigungen an den darin installierten Lithium-Ionen-Akkus können zu starker Hitzeentwicklung und im schlimmsten Fall zu einem Brand führen. Powerbanks mit Lithium-Ionen-Akkus können bei Beschädigungen oder technischen Defekten überhitzen und in Brand geraten. Hinsichtlich der Bestimmungen bei der Lufthansa wurden verschissene Auflagen eingeführt: Während des Fluges ist es untersagt, mit Powerbanks andere Apparate aufzuladen oder diese selbst mit Strom zu versorgen. Außerdem dürfen die Akkus nicht im aufgegebenen Gepäck transportiert werden.

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