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Layne Lundeen nach rassistischen Pöbeleien auf Flug fixiert

Ein US-amerikanischer Passagier ist auf einem American-Airlines-Flug von Dallas nach Newark mit Klebeband und Kabelbindern an seinem Sitz fixiert worden. Der Vorfall ereignete sich am späten Donnerstagabend, als der 67-jährige Layne Lundeen nach rassistischen und homophoben Äußerungen handgreiflich wurde. Die Maschine musste daraufhin zum Baltimore-Washington International Airport umgeleitet werden.

Dramatische Szenen spielten sich an Bord von American-Airlines-Flug 618 ab, als ein Passagier in der ersten Klasse eine Massenpanik und chaotische Zustände auslöste. Der aus Tucson im US-Bundesstaat Arizona stammende Layne Lundeen geriet auf dem Weg von Dallas-Fort Worth nach Newark in einen aggressiven Ausnahmezustand. Die Situation eskalierte rasant, sodass Besatzungsmitglieder und Reisende gemeinschaftlich einschreiten mussten, um den Mann gewaltsam zu stoppen.

Eskalation in der First Class und rassistische Pöbeleien

Laut übereinstimmenden Zeugenaussagen begann der 67-jährige Lundeen rund drei Viertel nach Beginn des dreieinhalb Stunden dauernden Fluges damit, den männlichen Nachbarn in der Kabine zu beschimpfen. Augenzeugen berichteten, der Mann habe unter Alkoholeinfluss gestanden und eine wirre Tirade über Jesus und die Hölle gehalten. Die verbalen Entgleisungen nahmen schnell rassistische und homophobe Züge an.

Michelle Ng-Reyes, eine Reisende an Bord, schilderte die Situation gegenüber Medien als schlagartig eintretendes Chaos. Ich glaube, er hat sich selbst verletzt und blutete auf dem Sitz, während er offenbar den Mann an seiner Seite attackierte, der einen schicken Anflug trug, berichtete sie über die anfänglichen Momente der Gewalt.

Zusätzlich soll Lundeen drei dunkelhäutige Flugbegleiter gezielt beleidigt haben. Die Fluggäste äußerten große Sorgen um die Sicherheit des Flugzeugs, da befürchtet wurde, der Angreifer könnte versuchen, in das Cockpit einzudringen.

Einsatz von Kabelbindern und Klebeband durch Passagiere

Um eine noch größere Katastrophe zu verhindern, griffen mehrere Reisende und Crewmitglieder selbst ein. Juan Mejia, ein pensionierter Polizeibeamter, der sich an Bord befand, beschrieb den plötzlichen Wandel der Atmosphäre: Geradezu wie bei einem Lichtschalter ging es plötzlich von ruhig zu Schreien und Chaos über, erzählte er.

Maryland Transportation Authority Police this week arrested a man accused of spewing racist slurs aboard an American
Photo: thebanner.com

Gemeinsam mit Richard Olenick und weiteren Passagieren überwältigte Mejia den um sich schlagenden Mann in der letzten Reihe der First Class. Eine Flugbegleiterin reichte den eingreifenden Männern graues Klebeband. Mit diesem Klebeband und zusätzlichen Kabelbindern fixierten die Helfer Lundeen an Händen, Kopf und Körper an seinem Sitz.

Zusätzlich befand sich nach Angaben von Zeugen ein US-Air-Marshal in der Nähe, der ebenfalls bei der Unterwältigung des Unruhestifters unterstützte. Während einige Beteiligte vermuteten, dass der Mann schlicht zu viel getrunken hatte, schloss der Air Marshal auch eine psychische Ausnahmesituation oder einen mentalen Zusammenbruch nicht aus.

Notlandung in Baltimore und polizeiliche Festnahme

Kurz nach 23:00 Uhr landete die Maschine am Donnerstagabend sicher an Gate C3. Beamte der Maryland Transportation Authority Police betraten das Flugzeug, um die Lage zu sichern.

Layne Lundeen nach rassistischen Pöbeleien auf Flug fixiert
Photo: NBC New York

Die Polizisten entfernten das Klebeband und die Kabelbinder und legten dem Arizona-Residenten Handschellen an. In diesem Moment schlug der Beschuldigte einem der Beamten gegen die Brust. Lundeen weigerte sich zudem, das Flugzeug freiwillig zu verlassen, und musste schließlich von den Einsatzkräften aus der Kabine gezogen werden.

EreignisDetail
FlugnummerAmerican Airlines Flug 618
StreckeDallas-Fort Worth nach Newark
ZwischenlandungBaltimore/Washington International Airport (BWI)
TatverdächtigerLayne Lundeen, 67, aus Tucson, Arizona
VorwürfeTätlicher Angriff zweiten Grades, störendes Verhalten

Justizverfahren und drohende Bundesstrafen

Für die übrigen Passagiere, deren dreieinhalbstündige Reise durch den Zwischenfall zu einer achteinhalbstündigen Odyssee wurde, ging der Flug nach dem Polizeieinsatz weiter nach New Jersey. American Airlines betonte in einer offiziellen Erklärung: Die Sicherheit unserer Kunden und Teammitglieder hat für uns oberste Priorität, und wir dulden keine Gewalt, und dankte der Besatzung sowie den verständnisvollen Reisenden.

Tucson man charged after being duct-taped, restrained on American Airlines flight

Der festgenommene Layne Lundeen wurde vor einen Haftrichter gebracht und auf freiem Fuß entlassen. Laut Gerichtsakten gab der in der Immobilienbranche tätige Mann an, auf einen juristischen Beistand bei seinem ersten Erscheinen verzichten zu wollen. Oktober vor dem Bezirksgericht in Anne Arundel County angesetzt.

Parallel dazu hat das FBI Ermittlungen aufgenommen. Auch die Bundesluftfahrtbehörde FAA kann neben zivilrechtlichen Bußgeldern von mehr als 43.000 US-Dollar weitere disziplinarische Schritte prüfen.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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