Rekordsumme für einen Undrafted-Spieler
Die finanziellen Details der Einigung markieren einen historischen Wendepunkt für Spieler, die beim NBA-Draft übersehen wurden. Laut einem Bericht von sports.yahoo.com sichert sich Reaves eine Gesamtsumme von 185 Millionen Dollar über vier Jahre, wobei der Vertrag eine Spieleroption für die Saison 2029-30 enthält.
Die Gehaltsstruktur ist steil ansteigend gestaltet. Während er in der kommenden Spielzeit etwa 41 Millionen Dollar verdienen wird – abc7.com beziffert diesen Betrag präziser auf 41,3 Millionen Dollar –, klettert die Summe im letzten Jahr des Deals auf über 51 Millionen Dollar.
Die Lakers konnten diese Verlängerung ohne unmittelbare Beeinträchtigung ihrer Flexibilität beim Gehaltsobergrenze (Salary Cap) realisieren. Die Projektionen des Teams berücksichtigten bereits einen sogenannten Cap Hold von 20,9 Millionen Dollar für Reaves. Der Guard wird daher als Letzter unterschreiben, nachdem die Lakers den restlichen Spielraum ausgeschöpft haben.
Emotionale Verhandlungen und die „Laker for Life“-Vision

Hinter den Kulissen setzten die Lakers auf eine hochgradig personalisierte Strategie, um ihren homegrown Star zu binden. In den zehn Tagen der Verhandlungen trafen sich die Vereinsführung und die Agenten von AMR Agency, Aaron Reilly und Reggie Berry, in der Trainingsanlage des Teams.
Um die Wertschätzung des Vereins zu unterstreichen, bereiteten die Lakers persönliche Details vor, darunter mit „AR“-initialisierten Kissen und die Lieblingsmusik (Country) des Spielers. Die Einigung wurde am Mittwoch erreicht, während Reaves sich auf einem Golfplatz befand. Seine Freundin teilte den Moment seiner Freude anschließend über Instagram.
„Große Erleichterung“, beschrieb eine Quelle aus dem Umfeld von Reaves gegenüber ESPN seine Emotionen in diesem Moment. „Er möchte lebenslang ein Laker sein und nichts ist für ihn wichtiger, als zu versuchen, einen Titel für diese Stadt zu gewinnen.“
Lakers-Präsident und General Manager Rob Pelinka betonte während der Exit-Interviews, dass die Rückkehr von Reaves oberste Priorität hatte.
„Er begann seine Reise hier als Laker und hat uns sehr deutlich gemacht, dass er möchte, dass seine Reise als Laker fortgesetzt wird. Wir wollen, dass sich seine Odyssee in Purple and Gold weiter entfaltet.“
Rob Pelinka, General Manager der Lakers, via abc7.com
Vom Two-Way-Vertrag zum Franchise-Baustein
Der Aufstieg von Reaves ist eine der ungewöhnlichsten Karrierekurven der letzten Jahre. Im NBA-Draft 2021 wurde er nicht ausgewählt, obwohl er die Chance hatte, zu den Detroit Pistons zu gehen – ein Angebot, das er laut Berichten ablehnte. Stattdessen unterschrieb er im August 2021 einen Two-Way-Vertrag bei den Lakers und debütierte im Oktober.
Seine statistische Entwicklung belegt einen kontinuierlichen Sprung in der Leistung:
- Rookie-Saison: 7,3 Punkte und 3,2 Rebounds bei durchschnittlich 23,2 Minuten.
- Zweites Jahr: Steigerung auf 13 Punkte pro Spiel und Nominierungen für den Sixth Man of the Year.
- Saison 2023-24: 82 Einsätze, davon 57 als Starter.
- Folgesaison: Etablierung als Stammspieler in 73 Spielen mit 20,2 Punkten und 5,8 Assists.
- Letzte Saison: Saisonbestwert von 23,3 Punkten, 5,5 Assists und 4,7 Rebounds.
Trotz dieser Entwicklung war die letzte Saison von Verletzungen geprägt. Wegen Waden- und Schrägenmuskelproblemen kam er in einer Karriere-Bestmarke von nur 51 regulären Saisonspielen zum Einsatz. In den Playoffs rehabilitierte er unter Hochdruck, um in sechs Spielen durchschnittlich 20,0 Punkte und 5,8 Assists zu erzielen, bevor die Lakers in der zweiten Runde gegen die Oklahoma City Thunder ausschieden.
Die Ära nach LeBron: Das Backcourt aus Reaves und Dončić
Die langfristige Bindung von Reaves signalisiert einen strategischen Generationenwechsel in Los Angeles. Während LeBron James dem Ruhestand immer näher kommt, bauen die Lakers ihre Zukunft nun explizit um das Duo aus Reaves und Luka Dončić auf.
Die Dynamik innerhalb des Kaders scheint dabei bereits gefestigt. Wie sports.yahoo.com unter Berufung auf The Athletic berichtet, zeigte sich Dončić ausdrücklich unterstützend gegenüber Reaves. Er soll die Lakers sogar dazu angehalten haben, Reaves in keinerlei möglichen Trades für Giannis Antetokounmpo einzubeziehen, sollte das Team diesen Weg einschlagen.
Mit der Unterzeichnung des Max-Vertrags haben die Lakers ein Risiko minimiert. Reaves wurde ein Interesse mehrerer Teams, darunter auch die Detroit Pistons, erwartet. Durch das schnelle Handeln am Mittwoch sicherten die Lakers ihr homegrown Talent, bevor der Markt die Preise weiter hätte treiben können.
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