Borussia Dortmund tritt am Dienstagabend in der Champions League bei Sabah FK an. Der Bundesligist muss dabei auf Neuzugang Konstantinos Karetsas verzichten. Der Offensivspieler zog sich beim torlosen Remis gegen Union Berlin eine Bandverletzung im Fuß zu. Die Dortmunder beenden damit eine strapaziöse Auswärtswoche.
Konstantinos Karetsas fällt nach Verletzung bei Union Berlin aus
Der Ausfall von Konstantinos Karetsas trifft den BVB mitten in einer sportlich angespannten Phase. Erst wenige Minuten nach seiner Einwechslung im Bundesligaspiel bei Union Berlin knickte der 18-jährige Grieche im eigenen Strafraum weg. Betreuer mussten den Youngster vom Feld stützen.
Die Untersuchung brachte eine Diagnose, die den Verein aufatmen ließ, aber dennoch Konsequenzen hat. Kos hat eine Bandverletzung im Fuß. Er wird nicht mit nach Baku fliegen und auch gegen Frankfurt nicht spielen können
, sagte BVB-Geschäftsführer Lars Ricken vor dem Abflug, wie unter anderem Vodafone live berichtete. Nach den kommenden Aufgaben müsse von Tag zu Tag geschaut werden.
Unmittelbar vor dem Zweikampf zwischen dem griechischen Sommerzugang und Unions Rani Khedira war es nach einem Einwurf der Berliner zu der folgenschweren Szene gekommen, bei der Sportdirektor Nils-Ole Book anmerkte, dass der Spieler sich gerade nicht gut fühle und ein Foulspiel beziehungsweise ein Freistoß für Dortmund hätte gegeben werden müssen. Nach dem späten Samstagabend auf Krücken erfolgten Rückflug kehrte jedoch etwas Entwarnung ein, wenngleich Teamkollege Nico Schlotterbeck sofort signalisiert hatte, dass eine Auswechslung nötig war.
Das ist natürlich ärgerlich, aber wir haben im ersten Moment Schlimmeres erwartet, nachdem wir die Reaktionen seiner Mitspieler gesehen haben.
Lars Ricken, Geschäftsführer von Borussia Dortmund
Reisestrapazen und die sportliche Bilanz vor dem Spiel bei Sabah FK
Das Gastspiel in Aserbaidschan bildet den Schlusspunkt einer kräftezehrenden Reisewoche. Rund 11.300 Kilometer spulte die Mannschaft von Trainer Niko Kovač binnen weniger Tage ab. Der Weg führte die Profis vom Polarkreis in Norwegen nach dem Spiel bei Bodø/Glimt zurück nach Dortmund, direkt weiter nach Berlin und schließlich zum Champions-League-Duell mit dem aserbaidschanischen Spitzenreiter Sabah FK.
Sportvorstand Lars Ricken betonte vor dem Abflug, dass die Reisegruppe am Ende der Woche 11.000 Kilometer hinter sich gebracht haben wird, während Sportdirektor Nils-Ole Book einräumte, dass die Resultate nach zwei von sechs möglichen Punkten in der Gruppenphase nicht den Vorstellungen entsprechen und die Anstrengungen menschlich ihre Spuren hinterlassen. Zugleich gilt die Partie beim aserbaidschanischen Neuling als absolute Pflichtaufgabe und Willensgeschichte, um ein weiteres Kippen der Stimmung zu verhindern, nachdem der BVB durch das 0:1 bei Bodø/Glimt und das 0:0 gegen Union Berlin wettbewerbsübergreifend dreimal in Serie sieglos blieb und zuletzt ohne eigenen Torerfolg agierte.
Für den Flug und den Aufenthalt bis zum Mittwoch in Baku greift der Klub tief in die Tasche, da der gebuchte Charterflieger mitsamt Personal vor Ort verbleibt. Angesichts der Tabellensituation und des engen Rhythmus verlangt die sportliche Führung von der Mannschaft trotz aller Belastungen vollen Einsatz, während Kritiker wie TV-Analytiker Dietmar Hamann die Dortmunder Offensivkräfte um Maximilian Beier und Fábio Silva bereits öffentlich bemängelten.

Niko Kovač sucht nach Alternativen im Kader
Der Ausfall von Karetsas und die anhaltende Offensivflaute zwingen den Trainer zum Handeln. In der Diskussion um die Nachfolge im offensiven Mittelfeld gelten Fábio Silva und Carney Chukwuemeka als Optionen, die die kreative Rolle des verletzten Youngsters auffangen könnten. Trainer Niko Kovač lobte dabei insbesondere den frischen Wind, den Fábio Silva zuletzt nach seiner Einwechslung gegen Union Berlin einbrachte, während auch Carney Chukwuemeka aufgrund seines Spieltyps als Kandidat infrage kommt.
Zusätzlich nominierte der BVB den 17-jährigen Nachwuchsspieler Enzo dos Santos für die Reise nach Aserbaidschan. Der luxemburgisch-kapverdische Mittelfeldspieler kam am Wochenende in der zweiten Mannschaft zum Einsatz und erzielte einen Treffer gegen den SC Wiedenbrück, wie Sport.de anmerkte. Ob er direkt Spielzeit erhält, entscheidet sich erst am Spieltag, an dem Kovač nach den Eindrücken des zweiten Tages nach dem Spiel und der langen Anreise endgültig über die Startelf bestimmen will.
Verwandte Artikel