Die New York Knicks feierten am Dienstag im Madison Square Garden ihren ersten NBA-Meisterschaftstitel nach 53 Jahren. Die rauschende Banner-Nacht im Auftaktspiel gegen die Philadelphia 76ers brachte jedoch kuriose Szenen hervor: Assistenztrainer bekamen leere Schachteln überreicht, und Mitarbeiter wurden Opfer eines Phishing-Tests.
Eine Banner-Nacht mit 53 Jahren Wartezeit im Madison Square Garden
Um genau 18:57 Uhr Ortszeit am Dienstag erfüllte sich für die Fans im Madison Square Garden ein lang ersehnter Traum.
Jalen Brunson sagte: „Danke, Leute, lasst uns dieses Banner hochziehen, laut der New York Post.
Unter dem Jubel der Zuschauer bewegte sich das Meisterschaftsbananenband für die Saison 2025/26 langsam in Richtung Hallendecke. Es war der erste Titelgewinn seit 1973 und beendete eine 53-jährige Durststrecke. Präsident Leon Rose und Cheftrainer Mike Brown lagen sich in den Armen, während die Profis in speziellen Aufwärmpullovern und Trikots mit goldener Schrift den Moment genossen. Die Startspieler bildeten dabei das Ende der Reihe: Karl-Anthony Towns, OG Anunoby, Josh Hart, Mikal Bridges und schließlich Brunson.
Leere Schachteln für die Assistenztrainer und abwesender Commissioner
Abseits des sportlichen Glanzes lief die feierliche Übergabe der Meisterschaftsringe keineswegs nach Lehrbuch ab. Die Ringe selbst, aufwendig gestaltet von Juwelier Jason of Beverly Hills, enthalten 22 Karat Diamanten und Knicks-blaue Saphire; zudem öffnet sich eine Stufe, um das Innere und das Spielfeld des Madison Square Garden zu offenbaren. Doch nicht jeder, der auf dem Parkett stand, erhielt am Dienstag auch tatsächlich seinen Schmuck. Die Trainer waren zuvor am Dienstag darüber informiert worden, dass sie ihre Ringe erst zu einem späteren Zeitpunkt erhalten würden. Auch die Assistenten der Oklahoma City Thunder hatten im Vorjahr ihre Ringe bei der Eröffnungsnacht nicht sofort bekommen, allerdings hatten die Cleveland Cavaliers (2016) und die Los Angeles Lakers (2020) ihre Assistenztrainer in früheren Jahren auf der Feier ausgestattet.
Auch auf der Ehrentribüne gab es bemerkenswerte Vorkommnisse. Anders als bei Meisterschaftsfeiern üblich, bei denen der Commissioner normalerweise die Menge anspricht und die Ringe überreicht oder die Hände schüttelt, war NBA-Commissioner Adam Silver nicht aktiv beteiligt. Silver war stattdessen auf einen Stuhl auf der gegenüberliegenden Seite des Spielfelds verwiesen worden, während Personen wie NFL-Commissioner Roger Goodell und Jon Bon Jovis hinter dem Präsentator Mike Breen standen. Berichten zufolge ist das Verhältnis zwischen der Liga-Führung und dem Eigentümer der Knicks, James Dolan, seit Jahren angespannt. Statt des Commissioners überreichten Mitglieder und Witwen der Meisterschaftsteams aus den 1970er Jahren – darunter Franchise-Legende Walt „Clyde“ Frazier, der in seiner Karriere 4.791 Assists gab – den führenden Führungskräften, Trainern wie Mike Brown, Chris Jent und Brendan O’Connor sowie den Spielern die Schmuckstücke.
Phishing-Test mit Meisterschaftsringen für die MSG-Mitarbeiter
Die Nachricht zeigte eine Grafik mit zwei unterschiedlich gestalteten Ringarten und forderte die Empfänger auf, den gewünschten Ring auszuwählen. Einige Mitarbeiter klickten auf den Link.
Der vermeintliche Luxus-Bonus entpuppte sich jedoch als kalkulierte Täuschung. Wie Berichte enthüllten, handelte es sich um einen von der Geschäftsführung inszenierten Phishing-Test, um die wachsenden Bedenken von Eigentümer James Dolan bezüglich der Cybersicherheit zu überprüfen. Wer auf den Link klickte, durfte keinen Schmuck auswählen, sondern musste stattdessen an einer obligatorischen Cybersecurity-Klasse teilnehmen. Viele langjährige Angestellte, darunter Beschäftigte aus dem Geschäftsbetrieb der Knicks, werden überhaupt keine Ringe erhalten.
Der sportliche Dämpfer zum Auftakt
Nach den emotionalen Feierlichkeiten musste das Team auch sportlich einen Rückschlag hinnehmen. Die Philadelphia 76ers verdarben den New Yorkern die Heimpremiere im Madison Square Garden. Die Knicks unterlagen am Ende mit 106 zu 100 Punkten.

Karl-Anthony Towns sagte laut der New York Post: „Das letzte Mal noch einmal mit den Fans zu feiern, das bedeutet mir sehr viel.
Nach dem Auftakt am Dienstag hatten die Knicks Mittwoch und Donnerstag spielfrei, bevor sie sich am Freitag auf den Weg nach Boston machten, um dort in einer Partie der Eastern Conference gegen die Boston Celtics anzutreten.
Die Saison ist damit offiziell im Gange.
I’m just happy, we can move forward now.
Auch interessant