Bundestrainer Jürgen Klopp muss im Nations-League-Auswärtsspiel gegen Griechenland auf Serge Gnabry verzichten. Der Bayern-Star, der beim 2:0 gegen Serbien noch als Kapitän aufgelaufen war, ist aus dem DFB-Lager in Herzogenaurach nach München abgereist. Ein Youngster vom SV Elversberg rückt nach.
Serge Gnabry reist vorzeitig aus dem DFB-Quartier ab
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss im vierten Nations-League-Spiel gegen Griechenland ohne Serge Gnabry auskommen. Wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte, hat der 31 Jahre alte Angreifer das Teamquartier in Herzogenaurach am Freitagnachmittag verlassen und ist nach München zurückgekehrt. Gnabry war als einziger Spieler in allen drei Länderspielen unter dem neuen Bundestrainer zum Einsatz gekommen.
Erst am Donnerstagabend hatte der Bayern-Profi die DFB-Auswahl beim 2:0-Sieg gegen Serbien in München zum ersten Mal als Kapitän aufs Feld geführt. Nach langer Pause wegen einer schweren Muskelverletzung stand er dabei erstmals wieder von Beginn an auf dem Platz. Bundestrainer Jürgen Klopp hatte Gnabry zur Pause ausgewechselt und dies mit Belastungssteuerung
begründet, während er den Offensivmann gleichzeitig für seine Leistung lobte.

Vor seiner Zeit beim Rekordmeister hatte seine Fußball-Laufbahn beim TSV Weissach begonnen, also ganz in der Nähe. Die dort gewonnene Robustheit half ihm im Verlauf seiner Karriere, auch wenn ihn eine Adduktorenverletzung im Vorfeld unter anderem die WM-Teilnahme gekostet hatte. Neben Gnabry musste während derselben Länderspielphase auch der am rechten Knöchel verletzte Nico Schlotterbeck vorzeitig abreisen.
„Wir reisen morgen mit 23 Spielern, die laut UEFA-Regularien im Kader stehen dürfen, zum Rückspiel gegen Griechenland nach Thessaloniki. Serge kam als Einziger in allen drei Spielen dieser Nations-League-Saison zum Einsatz und ist heute abgereist.“
Deutscher Fußball-Bund (DFB), via Instagram
Kaderreduzierung und Alternativen für das Spiel in Thessaloniki
Nach den UEFA-Regularien für die Vorrundenspiele dürfen Trainer lediglich 20 Feldspieler und drei Torhüter melden, was einen Gesamtkader von 23 Spielern ergibt. Da Klopp nach der Partie gegen Serbien noch 24 Spieler im Camp versammelt hatte, musste ohnehin ein Profi aus dem Aufgebot weichen. Durch Gnabrys Abreise entfällt eine zusätzliche Streichung.

Für den abgereisten Gnabry rückt Felix Keidel von der SV Elversberg in das Spieltagsaufgebot, nachdem der Neuling gegen Serbien noch nicht berücksichtigt worden war. Der 18-jährige Lennart Karl gilt derweil als aussichtsreicher Kandidat, um auf dem rechten Flügel in die Startelf zu rücken. In der Frage des Kapitänsamtes hat Florian Wirtz die besten Karten. Der 23-jährige Liverpool-Profi, der mit 47 Einsätzen nun der Nationalspieler mit den meisten Länderspielen im aktuellen Kader ist, hatte die Binde gegen Serbien nach Gnabrys Auswechslung zur Pause übernommen und könnte das Team im Toumba Stadium von Beginn an als Spielführer anführen. Bayern-Trainer Vincent Kompany wird derweil darauf hoffen, dass Gnabry gesund an der Säbener Straße eintrifft und bald wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann.
Ausgangslage vor dem Duell mit dem Tabellenführer Griechenland
Die Partie am Sonntag bildet den Abschluss der aktuellen Länderspielphase. Das Hinspiel hatten die DFB-Verantwortlichen in Augsburg mit 0:1 verloren, weshalb in Griechenland Wiedergutmachung gefordert ist. Gnabry gehörte trotz seines kurzfristigen Comebacks beim FC Bayern direkt zum Aufgebot der ersten Woche, doch die Verantwortlichen setzen nun auf gezielte Steuerung der Belastung.
Die Mannschaft absolviert am Samstagvormittag um 10.30 Uhr ihr Abschlusstraining bei DFB-Partner Adidas in Herzogenaurach, bevor am Nachmittag der Flug von Nürnberg nach Thessaloniki ansteht. Anstoß im Stadion ist am Sonntagabend um 20.45 Uhr, wobei das Spiel live bei RTL sowie im Liveticker verfolgt werden kann.
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