Ein Streit zwischen Kelly Clarkson und einem Spezialgeschäft in Brooklyn hat eine bizarre Wendung genommen. Nach viralen Vorwürfen wegen angeblicher Herablassung erhöhte der Ladenbesitzer Adam Rubin den Preis für das umstrittene Singvogel-Exponat von 15.000 auf 15 Millionen US-Dollar.
Der virale Streit in Brooklyn und die Vorwürfe gegen Art of Play
Was als spontaner Einkaufsbummel in New York begann, hat sich zu einem handfesten Promi-Konflikt im Internet ausgeweitet. Am 10. Oktober 2026 besuchte die Sängerin Kelly Clarkson den Spezialitätenladen Art of Play in Brooklyn Heights. In dem Geschäft, das ein exzentrisches Sortiment an Heimartikeln und Rätseln anbietet, zog ein mechanischer Singvogel namens Molly die Aufmerksamkeit des Popstars auf sich.
Kurz nach ihrem Besuch machte die Grammy-Gewinnerin ihrem Ärger auf der Plattform X Luft. Sie warf den Mitarbeitern vor, sie kühl und herablassend behandelt zu haben, als ob sie sich das Ausstellungsstück nicht leisten könne.
Sicherheitsaufnahmen aus dem Geschäft, die später durch den Podcast von Pablo Torre an die Öffentlichkeit gelangten, zeigen Clarkson mit Kindern beim Stöbern. Ihre erste Nachricht im Kurznachrichtendienst setzte sie nur rund 15 Minuten nach dem Verlassen des Ladens ab.
Die Reaktion der Inhaber und die Eskalation der Vorwürfe
Die Ladenbetreiber wiesen die Darstellung der Sängerin umgehend zurück. Miteigentümer Adam Rubin erklärte, das Personal habe Clarkson schlicht wie eine ganz normale Kundin behandelt, zumal der Laden voll und die Künstlerin unauffällig gekleidet gewesen sei. Zudem sei Molly fest an der Wand montiert und stehe überhaupt nicht zum Verkauf, da es sich um das Maskottchen des Ladens handele.
Der Streit heizte sich weiter an, als Clarkson ein Foto des Vogels samt Preisschild von 15.000 US-Dollar veröffentlichte. Rubin stellte dazu klar, dass sich dieser Preis nicht auf den ausgestellten Vogel bezog, sondern auf die Anfertigung eines identischen Zweitexemplars durch den in Seattle lebenden Künstler Bliss Kolb. Den Angestellten zufolge wurde der Sängerin stattdessen angeboten, ein anderes, rund 2.000 US-Dollar teures mechanisches Vögelchen einer deutschen Uhrmacherei zu erwerben – ein Angebot, auf das sie nicht einging.
Die digitale Auseinandersetzung blieb für das kleine Geschäft nicht ohne Folgen. Nach Angaben der Mitinhaber sah sich das Team einer Welle von Anfeindungen ausgesetzt, während Telefone blockiert wurden und die Telefone der Nachbarn im Netz veröffentlicht wurden. Adam Rubin, der dem Unternehmen zusammen mit anderen Inhabern vorsteht, sprach von asymmetrischer sozialer Kriegführung und betonte, dass der Sängerin niemand im Laden einen Grund für eine derartige Rüge gegeben habe, ehe sie ihre große Anhängerschaft mobilisierte.
Die digitale Auseinandersetzung blieb für das kleine Geschäft nicht ohne Folgen.

Wir haben Angst um die Sicherheit unserer Ladenbesitzer. Kelly Clarkson hat uns in Gefahr gebracht.
Adam Rubin, Miteigentümer von Art of Play
Nach Angaben des Mitinhabers musste sogar die Polizei anrücken, nachdem Demonstranten vor dem Laden auftauchten und den Mitarbeitern rassistische Profilierung vorwarfen.
Millionenpreisschild für Molly und Solidarität in der Nachbarschaft
Er versah das Ausstellungsstück mit einem neuen, astronomischen Preis von 15 Millionen US-Dollar, wie der Miami Herald anmerkte. Sollte tatsächlich jemand diese Summe zahlen, will der Inhaber laut eigener Aussage jedem Angestellten im Laden 15,000 US-Dollar auszahlen, dem Schöpfer des Vogels eine Million überreichen und vom Rest des Geldes antike Automaten erwerben.
Auch Kunden wie der aus Michigan angereiste Paul Lipson besuchten den Laden explizit wegen des Aufruhrs und bezeichneten das Vorgehen als völlig übertrieben.
Während die Online-Debatte anhält und die Verkaufszahlen des Online-Shops parallel zu den in-store-Käufen gestiegen sind, bleibt die Frage offen, ob sich die Wogen zwischen dem Popstar und dem New Yorker Kuriositätengeschäft in absehbarer Zeit glätten werden.
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