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Unterhaltung

Jimmy Kimmel kontert Trump-Beschimpfung mit Belegen für leere Stühle

Late-Night-Host Jimmy Kimmel schlug im Streit mit Donald Trump zurück, nachdem der Präsident ihn bei einer politischen Kundgebung in Tennessee als Verursacher von schlechten Einschaltquoten bezeichnet hatte, was den Comedian dazu veranlasste, fotografische Beweise für leere Stühle bei jüngsten Wahlkampfveranstaltungen zu zeigen.

Jimmy Kimmel Reagiert auf Trump-Beschimpfung nach Kundgebungskritik in Tennessee

Der Streit zwischen dem Fernsehmoderator und dem US-Präsidenten hat eine neue Runde erreicht. Auf einer Kundgebung in Clarksville, Tennessee, im Rahmen des Wahlkampfs für die Zwischenwahlen des Jahres 2026 hatte der 80-jährige Präsident den Late-Night-Moderator scharf attackiert, ihn als loser und nach Angaben des Magazins The Daily Beast als crooked bezeichnet, nachdem dieser zuvor die dünne Zuschauerkulisse bei früheren Veranstaltungen bemängelt hatte.

Jimmy Kimmel kontert Trump-Beschimpfung mit Belegen für leere Stühle
Foto: USA Today

Kimmel griff das Thema in seiner Sendung am Montagabend auf und zeigte sich fast überrascht darüber, dass ausgerechnet die Kritik an den leeren Stühlen beim Präsidenten einen derartigen Nerv getroffen hatte. In seiner Entgegnung stellte er die Verhältnismäßigkeit der Reaktion infrage. Jimmy Kimmel sagte dazu: „Von all den Dingen, die ich letzte Woche über ihn gesagt habe, von all den vielen schwachsinnigen und kriminellen Worten und Taten, die ich dargelegt habe, ist es das, was ihn stört? Daraufhin kündigte er an, die Beweise einfach noch einmal zu zeigen, und betonte, dass es bei der Veranstaltung, auf der sich der Präsident über diese Kritik beschwert hatte, sogar ebenfalls freie Stühle gab.

Fotobeweise und die Debatte um angebliche Publikumsbewegungen

Um seine Behauptung zu untermauern, lieferte der Moderator visuelle Nachweise. Statt die spärliche Besetzung lediglich verbal zu erwähnen, blendete die Redaktion Aufnahmen von Kundgebungen ein, darunter ein Bild aus Alabama, bei dem laut dem Bericht von Rolling Stone zwei weitere Bilder mit eingekreisten leeren Plätzen auf dem Bildschirm erschienen und das Format ironisch anmerkte, dies sei genau wie Donald Trumps kognitive Funktion, die nicht voll leistungsfähig ist. Das Team der Show konfrontierte das Publikum damit, dass die Ränge keineswegs voll besetzt waren. Bereits am vorherigen Donnerstag hatte Kimmel Aufnahmen aus San Antonio gezeigt, um eine sparsam besuchte Veranstaltung zu belegen.

Kimmel said

Der Präsident hatte in seiner Rede zuvor behauptet, die Plätze seien voll gewesen und man habe Tausende Menschen laufen lassen müssen, weil sie gar nicht mehr in die Arena hineingekommen seien. Zudem argumentierte er in einem Post auf Truth Social vom 5. Oktober, die leeren Plätze in den hinteren oder oberen Reihen entstünden lediglich dadurch, dass begeisterte Anhänger aus den oberen Abschnitten zum Hauptboden wanderten, und fügte hinzu, er habe niemals leere Sitze und werde das auch künftig nie haben. Diesem Erklärungsansatz begegnete der Moderator mit Spott und zog einen direkten Vergleich zu professionellen Sportveranstaltungen.

Jimmy Kimmel fragte: „Ist es nicht interessant, dass das bei einem Lakers-Spiel nie passiert? Dass die Leute einfach nach vorne rücken.

Jimmy Kimmel kontert Trump-Beschimpfung mit Belegen für leere Stühle
Foto: HuffPost

Zudem verwies er darauf, dass solche Veranstaltungen vom United States Secret Service streng kontrolliert werden und spontane Platzwechsel in den vorderen Bereich keineswegs üblich seien. In einem weiteren Post auf Truth Social hatte Trump zudem gefordert, dass Nachrichtenagenturen, die über freie Sitze bei seinen Veranstaltungen berichten, wegen ihrer Unehrlichkeit und ihres Bärendienstes an der Nation verhaftet werden sollten. Vonseiten des Weißen Hauses hielt man indes dagegen. Ein Sprecher der Regierung, Davis Ingle, kritisierte den Moderator scharf und warf ihm vor, mit sinkenden Einschaltquoten, einem schrumpfenden Publikum und haltlosen Behauptungen als talentloser Verlierer sich selbst zum Narren gemacht zu haben.

Längerfristige Auseinandersetzungen und kommende Termine im Sendeformat

Die verbulichen Schläge zwischen dem Talkmaster und dem Präsidenten sind Teil einer jahrelangen Dynamik, die sich über verschiedene politische und mediale Ereignisse erstreckt. Schon während der Oscar-Verleihung im Jahr 2024 hatte der Moderator Beiträge des Politikers aufgegriffen und damit Reaktionen provoziert, woraufhin Trump ihn damals als dope und als einen der dümmsten Menschen bezeichnet hatte. Auch zu anderen prominenten Vertretern des späten Fernsehens äußert sich der Präsident regelmäßig, wobei die Sendung von ABC in letzter Zeit besonders im Fokus stand. Neben den ständigen Querelen ging Kimmels Monolog am Montagabend auch auf Personalien ein, wie etwa die Ankündigung, dass Katie Zacharia die nächste Pressesprecherin des Weißen Hauses werden soll, was der Komiker mit ironischen Bemerkungen über angebliche Qualifikationen kommentierte. Zudem reagierte er spöttisch darauf, dass der Präsident beim Nobelpreis übergangen wurde und daraufhin eine lange Tirade verfasste.

Jimmy Kimmel, Donald Trump
Foto: The Daily Beast
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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

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