Ein 30-jähriger Mann aus Bellingham im US-Bundesstaat Washington ist wegen des Amoklaufs an einer Schule im kanadischen Tumbler Ridge im Februar angeklagt worden. US-Behörden werfen James Cody Bryant vor, den Täter monatelang unterstützt, Geld bereitgestellt und die Live-Übertragung der Bluttat in Kanada geplant zu haben.
Festnahme in Bellingham und Vorwürfe der US-Bundesstaatsanwaltschaft
US-Behörden haben den 30-jährigen James Cody Bryant aus Bellingham im US-Bundesstaat Washington festgenommen und angeklagt.

Die Ermittler werfen dem Beschuldigten vor, etwa sechs Monate vor der Tat in regelmäßigem Kontakt mit der Todesschützin gestanden zu haben. Statt die Behörden zu informieren, soll der US-Bürger Ratschläge erteilt, finanzielle Mittel bereitgestellt und die geplante Tat begleitet haben. Der amtierende US-Staatsanwalt Neil Floyd erklärte vor Medienvertretern, Bryant habe die Möglichkeit gehabt, ein Verbrechen zu verhindern.
Die Rolle bei der Live-Übertragung der Bluttat in Tumbler Ridge
Die Bluttat im Februar in Tumbler Ridge in der kanadischen Provinz British Columbia gehört zu den folgenschwersten Amokläufen in der neueren Geschichte des Landes. Die 18-jährige Täterin erschoss zunächst ihre Mutter und ihren elfjährigen Halbbruder im gemeinsamen Zuhause. Danach begab sie sich zur Tumbler Ridge Secondary School, wo sie fünf Schüler und eine Schulassistentin tötete, bevor sie sich das Leben nahm. Insgesamt starben bei dem Verbrechen acht Menschen, 25 weitere wurden verletzt.
W. Mike Harrington, der leitende Special Agent des FBI in Seattle, schilderte, dass der Beschuldigte die Live-Übertragung des Angriffs koordinieren wollte, um die Bekanntheit der Tat zu maximieren.
Genesung der Überlebenden Maya Gebala im Fokus der Öffentlichkeit
Während die Ermittlungen und Gerichtsverfahren voranschreiten, dokumentieren die Angehörigen der überlebenden Maya Gebala den langen Weg der Genesung. Das Mädchen, das bei dem Amoklauf dreimal getroffen wurde und eine schwere Hirnverletzung erlitt, feierte in Vancouver seinen 13. Geburtstag, wie der kanadische Sender CBC berichtet.
Gerichtsdokumente vom April hatten offengelegt, dass die Schülerin lebensgefährliche Verletzungen davontrug und nach mehreren Operationen und einer im Mai durchgeführten Kranioplastik schrittweise ins Leben zurückkehrt. Berichten zufolge ist Maya Gebala mittlerweile in der Lage, mit ihrer Familie zu kommunizieren und an Ausflügen teilzunehmen.
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