Ein 30-jähriger Mann aus dem US-Bundesstaat Washington ist im Oktober 2026 im Zusammenhang mit dem Amoklauf an einer Schule im kanadischen Tumbler Ridge vom Februar 2026 festgenommen und wegen Verschwörung zum Mord angeklagt worden.
Die US-Bundesstaatsanwaltschaft für den westlichen Bezirk von Washington und das FBI haben am Dienstag Einzelheiten zu den Vorwürfen gegen James Cody Bryant aus Bellingham bekannt gegeben. Laut den Behörden soll der Beschuldigte mit dem Todesschützen in Verbindung gestanden und finanzielle Unterstützung geleistet haben. Die Ermittler werfen dem 30-Jährigen vor, den Täter vor der Bluttat ermutigt und unterstützt zu haben (Torontosun).
Anklage gegen Mann aus Washington erhoben
James Cody Bryant sieht sich mit der offiziellen Anklage der Verschwörung zum Mord an Personen in einem fremden Land konfrontiert.
Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Seattle schilderten Vertreter der US-Bundesbehörden und der Royal Canadian Mounted Police (RCMP) den mutmaßlichen Hergang der Online-Kommunikation. Der amtierende US-Staatsanwalt Neil Floyd erklärte während der Pressekonferenz, dass der aus Bellingham stammende James Cody Bryant Jesse Van Rootselaar vor der Tat mit Unterstützung und Geld versorgte.
Ermittlungen nach Amoklauf in British Columbia
Der Amoklauf ereignete sich am 10. Februar 2026 in der Ortschaft Tumbler Ridge in der kanadischen Provinz British Columbia.
Unter den Opfern an der Schule wurden Abel Mwansa, Kylie Smith, Zoey Benoit und Ticaria Lampert (alle 12 Jahre alt) sowie Ezekiel Schofield (13 Jahre alt) und die 39-jährige Shannda Aviugana-Durand namentlich identifiziert (Vancouversun).
Politische Reaktionen in Ottawa
Die Festnahme führte zu einer seltenen gemeinsamen Pressekonferenz kanadischer Politiker verschiedener Parteien in Ottawa.
Anandasangaree erklärte vor Journalisten, dass keine Maßnahme die acht verlorenen Leben zurückbringen könne, es jedoch von entscheidender Bedeutung sei, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Begleitet wurden die Minister bei dem Auftritt vor dem Parlamentsgebäude zudem von dem für Künstliche Intelligenz zuständigen Minister Evan Solomon sowie dem konservativen Abgeordneten Frank Caputo (Cbc).
Im Vorfeld der Festnahme hatten US-Behörden festgestellt, dass der in Washington wohnhafte Mann in der Zeit vor dem Amoklauf regelmäßig mit Van Rootselaar kommuniziert hatte. Am Tag des Angriffs soll Jesse Van Rootselaar dem Verdächtige zudem Bilder und Videos gesendet haben, während kanadische und US-amerikanische Strafverfolgungsbehörden Hand in Hand arbeiteten, um den Beschuldigten schließlich zu stellen.
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