Die Indiana Pacers bestritten am Montagabend in Indianapolis eine Partie der nordamerikanischen Profiliga NBA mit gerade einmal sechs einsatzbereiten Spielern und unterlagen den Atlanta Hawks knapp mit 108:104.
Elf Ausfälle bei den Pacers
Nach Berechnungen von ESPN Research markierte dies den frühesten Zeitpunkt einer Spielzeit seit 1948, an dem ein Team mit sechs oder weniger Akteuren auskommen musste.
Die Mannschaft trat auf eigenem Platz mit einem Kader an, bei dem elf Profis fehlten. Damals hatten die Lakers in ihrer dritten Partie lediglich fünf Spieler aufgeboten. Für die Pacers war es laut ESPN das erste Spiel mit nur sechs eingesetzten Profis seit dem 20. November 2004. Cheftrainer Rick Carlisle hatte vor der Begegnung mit sieben verfügbaren Spielern gerechnet, ehe ein spätes Knieproblem bei Kelly Oubre Jr. auch diesen Plan zunichtemachte.
Neben Oubre fehlten Tyrese Haliburton mit einer Oberschenkelzerrung, Pascal Siakam aus Gründen der Belastungssteuerung, Johnny Furphy mit einer Knieverletzung, T.J. McConnell mit Oberschenkelbeschwerden, Larry Nance Jr. wegen einer Erkrankung, Andrew Nembhard an der Halswirbelsäule, Aaron Nesmith am Oberschenkel, Ben Sheppard nach einer Meniskusoperation, Obi Toppin mit einer Lendenwirbelstauchung und Ivica Zubac mit einer Fußgelenksverletzung.
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Das auf der Ersatzbank sitzende Personal repräsentierte rund 93 Prozent der Gehaltssumme des Klubs, wie The Associated Press anmerkte.
Rekordstart der Atlanta Hawks
Atlanta nutzte die personelle Unterbesetzung zunächst aus und traf im ersten Durchgang 15 Dreiwürfe, womit die Hawks den eigenen Franchise-Rekord für eine Halbzeit egalisierten, wie Peachtree Hoops berichtete.
Braden Smith highlights vs. Hawks 📹 19 PTS 8-13 FG 2-3 3PT 10 AST 4 REB 3 STL 1 BLK pic.twitter.com/v86QCTx9cx
Angeführt von Nickeil Alexander-Walker, der auf 34 Punkte kam und neun seiner 15 Distanzwürfe verwandelte, hielten die Gäste das Ruder in der Hand. Im zweiten Durchgang ließ die Offensivkraft der Gäste jedoch nach.
Die verbliebenen sechs Pacers-Profis – Jay Huff, Jarace Walker, Quenton Jackson, Jalen Slawson, Braden Smith und Kobe Brown – kämpften sich heran und verkürzten den Rückstand im Schlussviertel bis auf zwei Zähler, als Jackson nach einem Steal einen Korb zum 106:104 erzielte.

Ein anschließender Distanzwurf von Jackson, der die Führung gebracht hätte, verfehlte 43,1 Sekunden vor dem Ende das Ziel. Onyeka Okongwu sicherte Atlanta daraufhin mit einem Korb den Endstand.
Geringe Gehälter auf dem Parkett
Während auf der Ersatzbank rund 193 Millionen US-Dollar an Gehältern pausierten, verdienten die sechs Akteure auf dem Parkett nach Angaben von ESPN zusammen etwa 15 Millionen US-Dollar.
Abgesehen von Jarace Walker verfügte kein Spieler der Startformation über einen Vertrag mit einem Wert von mehr als drei Millionen US-Dollar in dieser Spielzeit. Jarace Walker führte die Statistik mit 44 Einsatzminuten an.
Jay Huff erzielte 22 Punkte und holte acht Rebounds, der erstmals in der Startelf stehende Braden Smith steuerte 19 Punkte und zehn Vorlagen bei, während Quenton Jackson auf 20 Zähler kam.
Diese Jungs haben alle zu viele Minuten gespielt. Aber sie haben sich voll reingehängt. … Die Jungs haben alles auf dem Platz gelassen, und unsere Fans haben ihr Geld wert bekommen, auch wenn wir das Spiel nicht gewinnen konnten.
Rick Carlisle, Cheftrainer der Pacers
Für die Pacers geht es im nächsten Spiel am Mittwoch auswärts gegen die Memphis Grizzlies weiter.
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