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Welt

Huthi-Miliz greift Riad mit Drohnen und Raketen an – Saudi-Arabien wehrt Angriff ab

Saudi-Arabien hat am Freitag, den 26. September 2026, einen Drohnen- und Raketenangriff der Huthi-Miliz auf die Hauptstadt Riad abgewehrt.

Die jemenitische Huthi-Miliz hat ihren Beschuss auf das saudische Kernland massiv ausgeweitet und dabei gezielt die Hauptstadt Riad ins Visier genommen. Wie der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, Turki al-Maliki, mitteilte, fing die Luftverteidigung am Freitagmorgen zwei anfliegende Drohnen im Raum Riad ab. Zusätzlich zerstörte das Militär eine ballistische Rakete, die auf die südwestlich gelegene Stadt Chamis Muschait gerichtet war.

Riad liegt Luftlinie rund 850 Kilometer von den umstrittenen Rückzugsgebieten der Miliz im westlichen Jemen entfernt.

Ölrouten im Roten Meer und strategische Blockaden

Der Konflikt ist längst über die jemenitischen Landesgrenzen hinausgewachsen und bedroht zentrale Versorgungsadern. Durch eine Blitzoffensive an der jemenitischen Westküste hat die Huthi-Miliz die Kontrolle über die wichtige Meerenge Bab al-Mandab am südlichen Eingang zum Roten Meer übernommen. Diese maritime Kontrollposition ermöglicht es der Miliz, den Schiffsverkehr gezielt zu beeinträchtigen.

Saudi-Arabien nutzt das Rote Meer verstärkt als Ausweichroute, um einen Teil seiner Ölexporte nach Asien zu leiten, da der internationale Schiffsverkehr durch die Krise an der Straße von Hormus stark behindert wird. Die Huthis versuchen diese Ausweichrouten zu kappen, indem sie Ölanlagen und Hafenstädte wie Janbu attackieren.

Diplomatische Initiativen und internationale Reaktionen

Parallel zu den anhaltenden Kämpfen auf dem Schlachtfeld zeichnen sich diplomatische Reaktionen ab. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die wiederholten Huthi-Attacken auf Ziele in Saudi-Arabien in einer einstimmig verabschiedeten Erklärung in New York. Zugleich brachte Teheran über Katar einen Sieben-Tage-Plan ins Gespräch, um eine Entspannung rund um die blockierte Straße von Hormus zu erreichen.

HOUTHI MILITARY MEDIA/Handout via REUTERS
Foto: reuters.com

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärte vor Journalisten, die Umsetzung der geforderten Bedingungen könne innerhalb weniger Tage erfolgen laut Berichten aus New York. US-Präsident Donald Trump lehnte den Vorschlag nach Medienberichten jedoch ab, da Skepsis über die Erfüllung der Washingtoner Bedingungen durch Teheran herrscht.

RAUCHWOLKE ÜBER RIAD: Explosionen und Flammen am Flughafen! Neue Angriffe auf Saudi-Arabien?
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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