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Welt

Houthis dementieren Gebietsverluste an der Rotmeerküste

Die jemenitische Huthi-Bewegung hat Berichte über Gebietsverluste entlang der Küste des Roten Meeres am Dienstag dementiert und betont, dass sie die Eroberungen auf dem Schlachtfeld fest unter Kontrolle hält, während im Norden und Osten des Landes heftige Kämpfe andauern. Die militärische Eskalation folgt auf eine von der saudi-arabisch unterstützten Regierung angekündigte Gegenoffensive zur Rückeroberung strategischer Nachschubwege und Städte.

Die jemenitische Houthi-Bewegung hat am Dienstag Berichte zurückgewiesen, wonach von Saudi-Arabien unterstützte Regierungstruppen in Gebiete unter ihrer Kontrolle vorgerückt seien. Die bewaffnete Gruppierung betonte, sie halte weiterhin die vollständige Kontrolle über alle jüngsten Geländegewinne an der Rotmeerküste und in den umstrittenen Provinzen. In einer über den Nachrichtendienst Telegram verbreiteten Erklärung bezeichnete Militärsprecher Yahya Saree die gegnerischen Siegesmeldungen als den Versuch, die Verbündeten im Hintergrund zufriedenzustellen.

Der Konflikt im Jemen begann im späten Jahr 2014, als die Houthis die Hauptstadt Sanaa sowie weite Teile des Nordens einnahmen. Dies führte im Jahr 2015 zu einer militärischen Intervention einer von Saudi-Arabien angeführten Koalition zur Unterstützung der international anerkannten Regierung. Nach einer durch einen UN-vermittelten Waffenstillstand im Jahr 2022 erreichten Phase relativer Ruhe flammeten die Kampfhandlungen zuletzt massiv wieder auf.

Truppenbewegungen und Gefechte in Al-Jawf, Marib und Taiz

Die Kämpfe konzentrieren sich auf mehrere Fronten im Norden und Süden des Landes. Nach Angaben der jemenitischen Streitkräfte führten die Verbände im Laufe des Dienstags Dutzende Angriffe gegen feindliche Stellungen und Nachschubwege in den Provinzen Al-Jawf und Marib aus. Dabei seien nach offiziellen Houthi-Angaben mehr als 200 saudi-treue Kämpfer getötet oder verwundet worden.

Houthis dementieren Gebietsverluste an der Rotmeerküste
Foto: bastillepost.com

Die von der Koalition unterstützten Regierungstruppen hatten zuvor eine großangelegte Militäroffensive namens „Operation Morgen des Jemen“ gestartet, um die Kontrolle über strategische Punkte wie die Straße von Bab al-Mandab und die Hafenstadt Mocha zurückzuerlangen. Die jemenitische Koalition erklärte hierzu, dass im Rahmen der Offensive 100 Kampfjets an Einsätzen beteiligt waren und über 300 Ziele der Houthis zerstörten.”

Auch in den Regionen Ras al-Ara und Al-Saqya in der Nähe der Straße von Bab al-Mandab kam es zu heftigen Auseinandersetzungen. Einem ungenannten jemenitischen Militärsprecher zufolge trafen mehr als zwanzig Angriffe Versammlungen saudi-naher Kräfte im Gouvernement Taiz. Viele der Verletzten wurden demnach zur Behandlung in Krankenhäuser nach Aden und Lahj gebracht.

Die Streitkräfte behalten die vollständige Kontrolle über alle ihre Geländegewinne. Was der Feind als Siege anpreist, ist nichts als imaginäres Heldentum, das dazu bestimmt ist, seine Herren zufriedenzustellen.

Brigadegeneral Yahya Saree, Militärsprecher der jemenitischen Streitkräfte

Unterschiedliche Darstellungen und regionale Verflechtungen

Die Angaben beider Konfliktparteien lassen sich vor Ort nur schwer unabhängig überprüfen, da der Zugang für Journalisten stark eingeschränkt ist. Während das von Saudi-Arabien unterstützte Bündnis am Montag betonte, es leiste rund um die Uhr Luftunterstützung für eine Gegenoffensive der jemenitischen Regierung, verweisen die Houthi-Sprecher auf fortbestehende Frontlinien und eigene Geländegewinne.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass durch die jüngsten Kämpfe bereits mehr als 184.000 Menschen vertrieben wurden. Der im Sommer wieder aufgeflammte Konflikt hat damit eine der schwersten humanitären Krisen der vergangenen Jahre in der Region weiter verschärft.

Yemen
Foto: The Sun Malaysia
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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