Uruguay traf am 22. Juni 2026 in einem WM-Gruppenspiel in Miami gegen Kap Verde, doch das Tor wurde nach einer VAR-Überprüfung wegen Abseits nicht anerkannt. Während Uruguay die Spielkontrolle behielt, sorgte die Anwesenheit der Familie von Torhüter Vozinha für emotionale Höhepunkte beim westafrikanischen Außenseiter, wie die Frankfurter Rundschau berichtete.
Die abgeblasene Freude und das VAR-Drama in der 68. Minute
Die Partie entwickelte sich zu einer klassischen Belagerung, die in der 68. Minute ihren dramatischen Höhepunkt fand. Nach einer Ecke gelangte der Ball auf kuriosen Wegen zurück zum Eckenschützen, der in den Strafraum eindrang und den Ball zurücklegte. Ein anschließender Schuss wurde in den Fünfer abgefälscht, wo der kapverdische Torhüter Vozinha unter Druck von zwei Spielern den Ball nicht halten konnte.
Die Kugel wurde über die Linie gedrückt, doch die Freude der Südamerikaner war nur von kurzer Dauer. Die Fahne signalisierte Abseits. Laut dem Live-Ticker von Blick blieb die Entscheidung auch nach einer Überprüfung durch den Video Assistant Referee (VAR) in der 69. Minute bestehen.
Dieser Moment unterstreicht die Frustration der uruguayischen Offensive, die trotz ihrer Dominanz Schwierigkeiten hatte, das Ergebnis effektiv zu gestalten.
Taktische Ausrichtung: Aggressives Pressing gegen die Defensive-Kette
Die taktische Disposition der beiden Teams entsprach den Erwartungen an ein Duell zwischen einem Favoriten und einem Underdog der Gruppe H. Uruguay setzte auf eine dominante, offensive Ausrichtung mit dem Ziel, das Spiel über die Flügel breit zu machen und das kapverdische Abwehrbollwerk auseinanderzuziehen.
Ein zentrales Element des uruguayischen Plans war das aggressive Gegenpressing. Die Mannschaft von Trainer Marcelo Bielsa versuchte, Ballverluste sofort tief in der gegnerischen Hälfte zu bestrafen, um geordnete Entlastungsangriffe der Westafrikaner im Keim zu ersticken.
- Tor: Muslera
- Abwehr: Varela, S. Caceres, M. Olivera, Sanabria
- Mittelfeld: Ugarte, Bentancur, Fede Valverde, Maxi Araujo
- Angriff: Canobbio, Vinas
Kap Verde reagierte darauf mit einer extrem kompakten Defensivstrategie. Das Team verbarrikadierte sich tief in der eigenen Hälfte, wobei eine Fünfer- oder Sechserkette im Verbund eingesetzt wurde, um die Räume eng zu machen. Laut dem Spielplan von Nau fand diese Begegnung am 12. Tag der Weltmeisterschaft statt, eingebettet in einen Spieltag mit weiteren hochkarätigen Partien.
Die emotionale Unterstützung für Torhüter Vozinha
Abseits des taktischen Kampfes lieferte das Spiel eine starke menschliche Komponente. Der 40-jährige Torhüter Vozinha, der als WM-Held für Kap Verde gilt, erhielt im Stadion in Miami eine besondere Unterstützung. Nach einer erfolgreichen Klärung von Visumsproblemen konnte seine Mutter, Ana Candida Evora, in den USA eintreffen.

Gemeinsam mit seinem Vater und seinem Bruder verfolgte sie die Partie live von der Tribüne aus. Die emotionale Bedeutung dieses Familienzusammenführungs war für den Torhüter spürbar, der sich im WM-Quartier glücklich über die Ankunft seiner Angehörigen zeigte. Für den Außenseiter Kap Verde fungierte dieser emotionale Rückenwind als zusätzlicher Motivator, um gegen die uruguayische Offensivpower standzuhalten.
Kaderänderungen und die Rolle von Darwin Núñez
In der 70. Minute griff Marcelo Bielsa zu personellen Änderungen, um die Entscheidung im Spiel zu erzwingen. Der Kapitän und Starstürmer Darwin Núñez wurde eingewechselt, während Federico Viñas das Feld verließ. Zeitgleich kam Nicolás de la Cruz für Manuel Ugarte ins Spiel, was eine Verschiebung im Mittelfeld und eine verstärkte offensive Ausrichtung signalisierte.

Auch Kap Verde reagierte auf die zunehmende Erschöpfung der Defensive. In der gleichen Minute ersetzte Laros Duarte den Spieler Kevin Pina.
Unmittelbar nach diesen Wechseln, in der 71. Minute, wurde eine Hydration Break in der zweiten Halbzeit eingelegt, bevor die finale Phase der Partie begann.
Die strategische Einwechslung von Núñez zeigt, dass Uruguay bereit ist, alle verfügbaren Ressourcen zu nutzen, um das Spiel zu entscheiden. Für Kap Verde bleibt die Herausforderung, die defensive Kompaktheit über die volle Distanz aufrechtzuerhalten, während die physische Belastung durch das konstante Pressing der Südamerikaner stetig zunimmt.
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