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Welt

Hezbollah bestätigt Sprengstoff-Lkw der libanesischen Armee gehörte

Hezbollah hat am 15. Oktober 2026 bestätigt, dass ein mit Sprengstoff beladener Lkw, der von der libanesischen Armee sichergestellt wurde, ihm gehörte. Die Aktion löste eine Debatte über die Kontrolle über Waffen im Libanon aus.

Die libanesische Armee sicherte am 5. Oktober 2026 einen Lkw mit etwa 780 Kilogramm Sprengstoff, darunter 250 Kilogramm TNT und 250 Kilogramm C4, in der Region Dahr al-Baidar. Hezbollah-Mitglied Hassan Fadlallah bestätigte gegenüber der Presse, dass die Ladung dem Iran-befreundeten Schiiten-Flügel gehöre und für „Operationen gegen die israelische Besetzunggedacht sei. Die Entdeckung löste Sorgen über eine Wiederbelebung der militärischen Aktivitäten des Groups aus.

Hezbollahs Behauptung und die Reaktion der libanesischen Regierung

Die libanesische Regierung reagierte entschlossen auf die Vorfälle. Premierminister Nawaf Salam betonte, dass keine Gnade gewährt werden würde, und rief zur „Wahrheit und Rechenschaft auf. In einer Stellungnahme sagte er, die Sicherheitskräfte würden „alle Beteiligten und die hinter der Lieferung stehenden Personen identifizieren und ihre Pläne und Ziele untersuchen. Die Sicherheitsbehörden leiteten eine umfassende Untersuchung ein, die von der Justizpolizei, der militärischen Intelligenz und der Informationsabteilung der Internen Sicherheitskräfte koordiniert wurde.

Präsident Joseph Aoun sprach am 15. Oktober mit US-Außenminister Marco Rubio über die Vorfälle. Aoun bat Rubio, Israel zu drängen, die Angriffe auf südlibanesische Dörfer einzustellen und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

Hezbollah bestätigt Sprengstoff-Lkw der libanesischen Armee gehörte
Foto: The Jerusalem Post

Die libanesische Justizministerin Adel Nasser betonte auf X, dass „die Entwaffnung von illegalen Waffen, die Bekämpfung des Terrorismus und die Verfolgung aller Gesetzesbrecher ein unumkehrbarer Weg sei, der beschleunigt werden werde. Diese Aussage folgte auf die Festnahme von zwei Verdächtigen, die als Verwandte eines Hezbollah-Offiziers identifiziert wurden, wie die Nachrichtenagentur MTV berichtete.

Am 1. Oktober 2026 hatte die libanesische Armee bereits 245 Kilogramm TNT, vier Sprengsätze und Zünder aus Syrien sichergestellt. Am 9. Oktober folgte eine weitere Aktion im Bereich al-Qusayr–Hermel, bei der Artilleriegeschosse und 24 Kilogramm TNT sichergestellt wurden. Solche Vorfälle sind Teil eines Musters, das auf der starken Grenze zwischen Syrien und dem Libanon zurückgeht, wo zahlreiche illegale Grenzüberschreitungen stattfinden. Die libanesischen Sicherheitskräfte nutzen den Hauptweg zwischen dem Beqaa-Tal und Beirut, um solche Transporte zu überwachen.

Historischer Kontext und politische Spannungen

Hezbollahs Aktivitäten im Libanon sind seit langem umstritten. Die Gruppe hat sich in der Vergangenheit mehrfach für politische Morde und Terroranschläge verantwortlich gegeben, darunter den Bombenanschlag auf den ehemaligen Premierminister Rafik Hariri im Jahr 2005.

Die libanesischen Behörden haben in den letzten Jahren versucht, die militärischen Aktivitäten von Hezbollah zu regulieren. Im März 2026 verbot die Regierung alle militärischen Aktivitäten der Gruppe, nachdem sie Raketen auf Israel abgefeuert hatte. Trotzdem bleibt die Gruppe ein bedeutender Akteur in der regionalen Politik, und ihre Fähigkeit, Waffen zu transportieren, bleibt ein großes Problem.

Hezbollah bestätigt Sprengstoff-Lkw der libanesischen Armee gehörte
Foto: The Times of Israel

Die libanesische Armee hatte im Jahr 2025 bereits Waffenlager der Gruppe in südlibanesischen Gebieten zerstört, um die staatliche Kontrolle über Waffen zu stärken. Dieses Vorgehen wurde jedoch durch den Krieg zwischen Israel und dem Iran unterbrochen. Hezbollah hat sich in der Vergangenheit auch für den Anschlag auf den ehemaligen Premierminister Rafik Hariri im Jahr 2005 verantwortlich gegeben, der mit einem Sprengstoff-LKW verübt wurde.

Unklarheiten und zukünftige Entwicklungen

Obwohl Hezbollah die Ladung als „Waffen für die Konfrontation mit Israel“ bezeichnete, bleibt unklar, ob die Sprengstoffe für politische Morde oder andere Zwecke bestimmt waren. Die Identität der Beteiligten und das endgültige Ziel der Lieferung sind noch ungeklärt. Die libanesischen Sicherheitsbehörden haben angekündigt, die Ermittlungen fortzusetzen und alle Beteiligten vor Gericht zu bringen.”

Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Situation kritisch. Die US-Regierung drängt auf eine „klare Trennung zwischen der libanesischen Armee und der terroristischen Aktivität von Hezbollah. Die libanesischen Behörden müssen nun entscheiden, wie sie die Kontrolle über Waffen im Land weiter stärken können, ohne die Spannungen mit der Gruppe zu erhöhen.

Hezbollah bestätigt Sprengstoff-Lkw der libanesischen Armee gehörte
Foto: The National

Die libanesische Sicherheitsbehörde berichtete, dass die Ermittlungen gegen die Verdächtigen von einer militärischen Gerichtsbarkeit durchgeführt werden. Der Fall könnte auch vor dem Justizrat verhandelt werden, der ernste Sicherheitsbedrohungen betrifft. Der libanesische Justizminister Adel Nasser betonte, dass die Entwaffnung von illegalen Waffen ein „unumkehrbarer Wegsei.

Die US-Regierung forderte in einem Gespräch zwischen Außenminister Marco Rubio und Präsident Joseph Aoun, Israel zu drängen, die Angriffe auf südlibanesische Gebiete zu beenden. Rubio sprach auch mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu über Iran. Die US-Regierung betonte, dass die Rückgabe der Sprengstoffe an Hezbollah „ausgeschlossensei.

Hezbollahs Verantwortlicher Hassan Fadlallah bestätigte, dass die Gruppe die Sprengstoffe in der Vergangenheit für den Kampf gegen die israelische Besetzung eingesetzt habe. Die libanesische Regierung betonte, dass die Sicherheitskräfte „alle Beteiligten identifizieren und ihre Pläne und Ziele untersuchenwerden. Die Gruppe hat sich in der Vergangenheit mehrfach für politische Morde und Terroranschläge verantwortlich gegeben.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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