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Sport

Georgia besiegt Alabama mit 20:17 im Bryant-Denny Stadium

Georgia besiegte am Samstagabend im Bryant-Denny Stadium den Rivalen Alabama mit 20:17. Es ist der erste reguläre Saisonsieg der Bulldogs in Tuscaloosa seit dem Jahr 2007. Ein spätes Field Goal von Peyton Woodring sicherte den Erfolg in einem physischen SEC-Spitzenspiel.

Das hart erkämpfte Ende einer langen Durststrecke in Tuscaloosa

Die Partie zwischen den beiden traditionsstarken SEC-Kontrahenten bot von Beginn an die erhoffte Härte und Spannung. Die Bulldogs sicherten sich den knappen Erfolg durch einen entscheidenden Kick im Schlussviertel. Kicker Peyton Woodring verwandelte aus 23 Yards Entfernung und brachte die Gäste damit mit 20:17 in Führung mit noch 5:25 Minuten auf der Uhr.

Es war sein erster regulärer Saisonsieg in Tuscaloosa, seitdem er die Bulldogs vor elf Jahren übernommen hat. Zuvor hatte Smart acht Spielzeiten lang als Koordinator von Nick Saban bei der Crimson Tide gearbeitet und dort vier nationale Meisterschaften mitgestaltet. In seiner Gesamtbilanz an der Seitenlinie der Bulldogs traf Smart auf seinen ehemaligen Arbeitgeber, nachdem er von 2008 bis 2015 den defensiven Stab in Alabama angeführt hatte. Zuletzt schlug Georgia den Rivalen im Dezember im SEC-Endspiel klar mit 28:7.

„Ich bin in einer Menge solcher Spiele gegen sie gewesen, und sie scheinen alle ähnlich zu sein. Ein physisches Spiel, hin und her, kritische Entscheidungen, kritische Situationen. Am Ende des Tages hat unser Quarterback gut genug gespielt, damit wir gewinnen.“

Kirby Smart, Cheftrainer der Georgia Bulldogs

Der Offensivmotor der Bulldogs lief vor allem über Quarterback Gunner Stockton und den stark aufspielenden Running Back Dwight Phillips Jr. Da die etatmäßigen Starter Nate Frazier aufgrund von Rippenproblemen und Chauncey Bowens wegen einer Unterschenkelverletzung verletzungsbedingt zuschauen mussten, übernahm Phillips die Hauptlast im Laufspiel. Der Junior erlief in der Partie starke 120 Yards bei 17 Ballberührungen, während Stockton 18 seiner 22 Passversuche für 249 Yards, einen Touchdown und eine Interception an den Mann brachte.

Wetterkapriolen und vergebene Chancen von Alabama

Bereits im Vorfeld hatte das sportliche Duell mit logistischen Herausforderungen zu kämpfen. Die Reste des Hurrikans Isaias zogen über die Region hinweg und sorgten für schwere Sturmböen und Starkregen in Alabama. Die Universitätsleitung musste daraufhin die Spieltag-Aktivitäten anpassen, das traditionelle Tailgating auf dem Campus einschränken und die Übertragung von ESPN College GameDay in die Halle verlegen.

Georgia besiegt Alabama mit 20:17 im Bryant-Denny Stadium
Foto: The New York Times

Auf dem durchnässten Rasen entwickelte sich ein zäher Schlagabtausch. Alabama erarbeitete sich im zweiten Viertel durch einen mutigen Spielzug Sekunden vor der Halbzeitpause die Führung. Trainer Kalen DeBoer verzichtete auf ein sicheres Field Goal und schickte seine Offense aufs Feld, wo EJ Crowell den Ball aus einem Yard Entfernung zum Touchdown in die Zone trug und die Crimson Tide mit 14:10 in Front brachte.

Dramatische Schlussminuten und Frust an der Seitenlinie

Nachdem Conor Talty im dritten Viertel per Field Goal zum 17:17 ausgeglichen hatte, drückte Georgia im Schlussabschnitt aufs Tempo. Laufspiel-Aktionen über Dwight Phillips Jr. und Bo Walker brachten die Gäste tief in die Hälfte der Gastgeber. Nach Woodrings Führungstreffer lief für Alabama im Angriff jedoch nicht mehr zusammen.

Kalen DeBoer recaps 20-17 home loss to Georgia | Alabama Football

Die Hoffnungen auf eine letzte Aufholjagd der Crimson Tide schwanden endgültig in den Schlusssekunden. Quarterback Keelon Russell musste kurz vor Schluss einen Sack einstecken, und eine anschließende 15-Yard-Strafe wegen einer Tätlichkeit von Cornerback Dijon Lee Jr. an einem gegnerischen Receiver besiegelte die Niederlage endgültig und erlaubte es Georgia, die Partie abzuknien.

Die emotionale Reife ist wichtig, und Lee musste das besser handhaben. Wir mussten kontrollieren, was wir kontrollieren können, und das Spiel nicht in die Hände der Offiziellen legen.

Georgia besiegt Alabama mit 20:17 im Bryant-Denny Stadium
Foto: Fox News

Während die mitgereisten Georgia-Anhänger den Erfolg im Norden des Stadions feierten, ließ Trainer DeBoer auf der Pressekonferenz keinen Zweifel daran, dass sein Team in den entscheidenden Momenten die nötige Kaltblütigkeit vermissen ließ. Für Alabama bedeutet die Heimniederlage einen empfindlichen Rückschlag im SEC-Titelrennen, während Georgia mit einer Bilanz von 6-0 ungeschlagen bleibt. Im kommenden Duell am nächsten Samstag empfängt Georgia die Auburn Tigers im Sanford Stadium.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

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