Die quelloffene Android-App Gadgetbridge bietet Nutzern eine Alternative, um Fitness-Tracker und Wearables von Herstellern wie Garmin oder Samsung ohne Cloud-Zwangsbindung zu steuern.
Wer smarte Geräte wie Fitnesstracker, Smartwatches oder Waagen mit dem Smartphone verbindet, stößt meist auf eine Bedingung der Hersteller: Die erhobenen Daten sollen in die Cloud verfrachtet werden. Was dort mit den persönlichen Informationen geschieht, bleibt oft unklar.
Gerätevielfalt ohne Hersteller-App
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Die Unterstützung reicht von Garmin-Uhren über die Ringe der Marke Colmi bis hin zu den XM-Kopfhörern von Sony. Auch Namen wie Amazfit, Jabra, Bose, Beurer und Samsung sind in der Herstellerliste vertreten.
Das Anwendungs-Spektrum der Bluetooth-Anbindung ist breit gefächert. Die unterstützten Kategorien umfassen neben Fitness-Trackern und Kopfhörern auch Blutdruckmessgeräte, E-Scooter und Staubsauger. Um die App zu nutzen, müssen Anwender diese über F-Droid, IzzyOnDroid oder direkt als APK-Datei aus dem Repository beziehen. Nach dem ersten Start verlangt die App verschiedene Berechtigungen, um die volle Interaktion mit den Gadgets zu gewährleisten. So benötigt Gadgetbridge beispielsweise die Berechtigung für das Telefon, um Anrufe über eine Smartwatch zu starten, während initial lediglich der Standort freigegeben werden muss, um Geräte über Bluetooth zu finden.
Lokales Schlaftracking und Datenexport
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Wird ein kompatibles Gerät wie ein Huawei Band mit Gadgetbridge verbunden, lassen sich Benachrichtigungen einrichten, Kalender und Kontakte synchronisieren sowie die Musikwiedergabe des Smartphones steuern. Auch Watchfaces lassen sich über die Anwendung aufspielen. Der eigentliche Schwerpunkt liegt jedoch auf den Fitness-Daten, die lokal extrahiert werden können.
Schritte, Kalorien, Puls, Schlafzyklen und Stressparameter werden in der App aufbereitet. Schlafphasen und Aktivitäten stellt die Software in Kreisdiagrammen dar, und Workouts werden detailliert aufgelistet. Im Gegensatz zu den werksseitigen Apps der Hersteller verzichtet Gadgetbridge zwar auf aufwendig animierte Darstellungen, liefert dafür aber alle erfassten Parameter ohne Umweg über externe Server.
Für die weitere Verarbeitung bietet die Anwendung direkte Exportfunktionen. So lassen sich die gesamten Daten samt Geräteeinstellungen als ZIP-Archiv extrahieren oder in einem Ordner speichern, womit auch andere Apps Zugriff erhalten. Zudem stellt die Software Schnittstellen für Automationen bereit.
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