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Frau (46) stirbt – Verheerender Großbrand in Urlaubsparadies

Bei einem Großbrand im Resort Viva Dominicus Beach in Bayahíbe, Dominikanische Republik, ist eine italienische Touristin ums Leben gekommen. Rund 1.700 Gäste mussten evakuiert werden, wobei viele ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Laut dominikanischen Behörden starb die Frau an einer Rauchvergiftung, während mindestens zehn weitere Personen medizinisch versorgt werden mussten.

Tödliche Rauchvergiftung und Massenevakuierung in Bayahíbe

Tödliche Rauchvergiftung und Massenevakuierung in Bayahíbe
Photo: BILD
Das Inferno brach kurz nach Mittag in einem der meistbesuchten Urlaubsziele der Dominikanischen Republik aus. Laut Berichten von SRF wurde die Evakuierung von etwa 1.700 Gästen durch die dominikanische Katastrophenschutzbehörde COE koordiniert. Die Nationalitäten der Betroffenen waren vielfältig; unter den Evakuierten befanden sich neben Franzosen und Argentiniern eine große Gruppe italienischer Staatsbürger. Die Tragödie fordert ein konkretes Todesopfer. Die aus der Provinz Verona stammende Francesca Valentino kam durch die dichten Rauchwolken ums Leben. Hierbei gibt es geringfügige Abweichungen in den Quellen: Während Latina Press das Alter der Verstorbenen mit 46 Jahren angibt, berichtet 20 Minuten von einer 45-Jährigen. Die Ausbreitung des Feuers erfolgte rapide. Juan Manuel Méndez, Leiter der Katastrophenschutzbehörde COE, führte dies auf die verwendeten Baumaterialien und die herrschenden Windverhältnisse zurück. Die Feuerwehr kämpfte stundenlang gegen die Flammen, die weite Teile der Hoteleinrichtungen und die strohgedeckten Sonnenschirme am Strand vernichteten.

Chaos im Paradies: Betroffene verloren Pässe und Medikamente

Chaos im Paradies: Betroffene verloren Pässe und Medikamente
Photo: SRF
Für viele Urlauber verwandelte sich der Erholungstrip in einen Albtraum. Die Evakuierung verlief laut Zeugenaussagen chaotisch. Argentinische Touristen berichteten von Schreien in den Fluren und Gästen, die verzweifelt gegen Türen schlugen, um andere zu warnen. Die Flucht erfolgte so überstürzt, dass Hunderte Menschen ihre Zimmer ohne Gepäck verlassen mussten. Die materiellen Verluste sind immens. Viele Betroffene verloren nicht nur Kleidung, sondern auch lebensnotwendige Medikamente, Bargeld, Bankkarten und ihre Reisepässe. Wir sahen, wie der Rauch immer schneller vorrückte. Es gab weinende Menschen, Menschen, die zum Strand rannten. Niemand verstand so recht, was da vorging. Eine argentinische Touristin, via Latina Press Ein Schweizer Gast, Franco aus Winterthur, beschreibt gegenüber 20 Minuten, wie er versuchte, in letzter Sekunde die Pässe seiner Familie aus dem Bungalow zu retten, bevor die Flammen das Nachbargebäude erreichten. Sein Bungalow brannte schließlich vollständig aus. Die Betroffenen wurden vorerst in einem Nachbarhotel untergebracht und teilweise in die etwa eine Stunde entfernte Stadt Punta Cana transportiert.

Strohdächer und Schweißarbeiten als Brandbeschleuniger

Frau stirbt bei Brand.mpg
Während die offiziellen Ermittlungen zur Brandursache noch laufen, gibt es belastende Beobachtungen von Augenzeugen. Franco, der Schweizer Tourist, gab an, bereits am Tag vor der Katastrophe Schweißarbeiten in der Lobby des Resorts bemerkt zu haben. Er hatte die Gefahr kritisch hinterfragt, da die Arbeiten in unmittelbarer Nähe zu den brennbaren Strohdächern stattfanden. Die Bauweise des Viva Dominicus Beach scheint ein entscheidender Faktor für die Heftigkeit des Brandes gewesen zu sein. Die Kombination aus trockenen Strohdächern und einer plötzlichen Änderung der Windrichtung führte dazu, dass das Feuer von einem Bungalow zum nächsten sprang. Die Dynamik des Brandes lässt sich wie folgt zusammenfassen:
  • Material: Hochbrennbare Strohdächer der Bungalows und Sonnenschirme.
  • Witterung: Starke Winde, welche die Flammen in neue Bereiche des Resorts trieben.
  • Mögliche Zündung: Beobachtete Schweißarbeiten in der Lobby am Vortag.
  • Folge: Schnelle Entstehung massiver schwarzer Rauchwolken, die zur tödlichen Rauchvergiftung führten.

Sicherheitsrisiken im dominikanischen Tourismussektor

Dieser Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit in einem Sektor auf, der für die Dominikanische Republik von existenzieller Bedeutung ist. Im Jahr 2025 besuchten 11,7 Millionen Touristen die Strände und Kulturstätten des Landes. Die Abhängigkeit vom Massentourismus steht jedoch oft im Kontrast zu den Sicherheitsstandards der Infrastruktur. Der Brand in Bayahíbe ist nicht die erste Katastrophe in jüngerer Zeit. Erst im April 2025 kam es in der Hauptstadt Santo Domingo zu einem verheerenden Unglück, als das Dach einer Diskothek einstürzte und 235 Menschen ums Leben kamen. Die wiederholten Vorfälle deuten auf systemische Mängel bei der Bauüberwachung und der Brandschutzprävention hin. Wenn Luxusresorts auf ästhetische, aber hochbrennbare Materialien wie Stroh setzen, ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen bei Wartungsarbeiten (wie Schweißarbeiten) zu treffen, wird das Risiko für die Gäste unverhältnismäßig hoch. Die diplomatischen Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Der italienische Botschafter in der Dominikanischen Republik, Sergio Maffetton, wurde umgehend involviert, um die Rückkehr der betroffenen Staatsbürger zu koordinieren, insbesondere da viele ihre Ausweispapiere im Feuer verloren haben.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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