Mercedes-Pilot George Russell sicherte sich am 21. Auf dem aschfahl verlaufenden Kurs der Niederlande verwies er Weltmeister Lando Norris und Charles Leclerc auf die Plätze, während WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli und Lokalmatador Max Verstappen strauchelten.
Das Sprint-Qualifying beim Grand Prix der Niederlande hielt am Freitag einige Überraschungen bereit. Nach der Trainingsbestzeit von Mercedes-Pilot Kimi Antonelli im ersten Freien Training schien das Team aus Brackley die optimalen Karten zu halten. Doch der Verlauf der Zeitenjagd entwickelte sich völlig anders als erwartet.
George Russell holt die Pole vor Norris und Leclerc
Mit einer Rundenzeit von 1:11,567 Minuten setzte sich George Russell am Freitag an die Spitze des Klassements und sicherte sich die Pole-Position für das Kurzrennen. Der Brite, der die Sommerpause mit durchwachsenen Ergebnissen im Rücken verbracht hatte, schob sich auf seiner letzten fliegenden Runde knapp vor die Konkurrenz.
Hinter Russell landete Weltmeister Lando Norris im McLaren mit einem Rückstand von nur 0,041 Sekunden auf dem zweiten Platz. Norris untermauerte damit den jüngsten Aufwärtstrend seines Rennstalls nach dem Erfolg in Budapest.
Wahrscheinlich meine beste Qualifying-Runde des Jahres!
Oscar Piastri, der im SQ2-Abschnitt noch die Bestzeit markiert hatte, musste sich am Ende mit dem vierten Platz begnügen.
Rückschlag für WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli nach Unterbodenschaden
Für den WM-Führenden Kimi Antonelli verlief das Zeittraining nach einem vielversprechenden Trainingsstart unglücklich. Bereits zu Beginn von SQ1 leistete sich der Italiener einen Ausritt. Über Funk meldete
Ich habe das Heck einfach verloren.
Antonelli musste sein Auto in die Box bringen, um einen zweiten Run zu absolvieren. Zwar gelang ihm der Einzug in die Endphase, doch am Ende reichte es nur für den fünften Platz. Später stellte sich heraus, dass der Ausritt Spuren hinterlassen hatte.
Max Verstappen und Lewis Hamilton hinter den Erwartungen
Lokalmatador Max Verstappen erlebte auf dem heimischen Kurs ein verhaltenes Qualifying. Nur einen Tag nach der offiziellen Verlängerung seines Red-Bull-Vertrags bis 2030 kam der Niederländer nicht über den sechsten Platz hinaus. Unmittelbar dahinter klassierte sich Rekordweltmeister Lewis Hamilton im Ferrari auf Rang sieben. Hamilton zeigte sich nach dem Session-Ende unzufrieden mit der Fahrzeugabstimmung, nachdem sich das Auto im Training noch vielversprechend angefühlt hatte.

Im Mittelfeld gab es derweil unterschiedliche Gefühlslagen: Nico Hülkenberg verpasste im Audi den Einzug in die Top Ten und musste sich mit Startplatz 14 begnügen. Liam Lawson, der für den verletzten Isack Hadjar in das Red-Bull-A-Team zurückgekehrt war, belegte den elften Rang, während Yuki Tsunoda für die Racing Bulls einen zwölften Platz herausfuhr.
Kräfteverhältnis vor dem Sprint und dem Hauptrennen
Formel-1-Experte Günther Steiner analysierte bei ServusTV die aktuelle Hackordnung an der Spitze. Trotz der neuen Updates von McLaren und Ferrari betonte Steiner: Mercedes hat immer noch diesen Vorsprung
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Heute Vormittag ist Kimi abgeflogen. Deswegen, glaube ich, war er nicht ganz hundertprozentig dran. Er wollte kein großes Risiko gehen. Aber George ist jetzt wieder zurück. Deswegen sind sie Favoriten.
Das kurze Sprintrennen am Samstag um 12:00 Uhr bildet den Auftakt des weiteren Wochenendes in Zandvoort, bevor am Samstagnachmittag um 16:00 Uhr die Qualifikation für das Hauptrennen stattfindet. Der Grand Prix am Sonntag markiert den vorerst letzten Formel-1-Lauf auf dieser Traditionsstrecke, da der Kurs in der kommenden Saison nicht mehr im Rennkalender steht.
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