Markus Waldner tritt nach zwölf Jahren als FIS-Renndirektor der alpinen Herren zurück. Der 63-jährige Südtiroler begründet diesen Schritt mit dem enormen Druck, der mit der Position verbunden ist und dem er nicht mehr gewachsen sei. Während einer Übergangsphase in der Saison 2026/27 wird er seinen Nachfolger unterstützen.
Rücktritt von Markus Waldner kurz vor dem Weltcup-Auftakt
Markus Waldner, seit 2014 als Renndirektor für die Herrenrennen verantwortlich, legt sein Amt nieder. Er hatte die Funktion damals von Günter Hujara übernommen, der den Posten zuvor 23 Jahre lang bekleidet hatte.
Waldner, der seine Karriere als Coach in Italien begann und 1997 zur FIS wechselte – zunächst als Europacup-Koordinator und später als Verantwortlicher für alle fünf Kontinentalcups –, bezeichnete seine Entscheidung als wohlüberlegt. Er betonte, dass die Verantwortung für den alpinen Skisport auf höchstem Niveau zwar ein Privileg darstelle, jedoch mit einer Belastung einhergehe, die über die Jahre stetig gewachsen sei.

„Im Laufe der Jahre – während sich die FIS und der Sport weiterentwickelt haben und gewachsen sind – hat sich dieser Druck immer weiter aufgebaut, bis zu dem Punkt, an dem ich das Gefühl habe, nicht mehr über die nötige Energie und die richtige Einstellung zu verfügen, um eine weitere volle Saison so zu bestreiten, wie ich es mir gewünscht hätte.“
Markus Waldner, scheidender FIS-Renndirektor
Übergangsphase unter Peter Gerdol
Die FIS hat bereits auf den Abgang reagiert. Um den Betrieb während der laufenden Weltcup-Saison 2026/27 sicherzustellen, übernimmt Peter Gerdol, der bisher als Renndirektor für die alpinen Damen fungierte, vorübergehend die Verantwortung für die Wettbewerbe beider Geschlechter. Eine dauerhafte Nachfolgeregelung für die Herren-Rennleitung steht noch aus; der Verband hat die Suche nach einem geeigneten Kandidaten offiziell eingeleitet.
Waldner selbst wird den Übergang in den kommenden Monaten begleiten. Wie der Verband mitteilte, unterstützt er seinen noch zu bestimmenden Nachfolger während der Saison. Parallel dazu prüfen die Verantwortlichen, welche neue Aufgabe der 63-jährige Südtiroler künftig innerhalb der FIS übernehmen könnte. Der aus Brixen stammende Waldner, der nach seiner aktiven Zeit als Rennläufer Sportwissenschaften in Innsbruck studierte, bleibt dem Verband somit vorerst erhalten.
Würdigung der zwölfjährigen Amtszeit
Janne Leskinen, Renndirektor der FIS für den alpinen Skisport, hob die Bedeutung von Waldners Wirken für den Verband hervor.
„In den vergangenen zwölf Jahren, die er in dieser Funktion tätig war, war Markus eine feste Größe im alpinen Skisport und ein Garant für die starke Präsenz der FIS vor Ort. Das ist von unschätzbarem Wert.“
Janne Leskinen, FIS-Alpin-Renndirektor
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