Die US-amerikanische Lebensmittelbehörde FDA hat ihre Untersuchung zu einem historischen Ausbruch von Cyclospora-Infektionen im Sommer 2026 offiziell abgeschlossen. Bundesbehörden fanden den parasitären Erreger in Umweltproben einer Verarbeitungsanlage von Taylor Farms de Mexico sowie auf dem Feld eines Vertragserzeugers.
Untersuchungsabschluss der FDA nach dem bisher größten Cyclospora-Ausbruch
Im Zentrum stand der bislang größte registrierte Ausbruch von Cyclosporiasis in der Geschichte des Landes.
Betroffen waren Restaurants und Einzelhändler in mehr als 30 US-Bundesstaaten.
Am 17. Juli 2026 leitete Taylor Farms de Mexico einen Rückruf ein, nachdem zuvor bereits Restaurantketten wie Taco Bell und weitere von Yum Brands (zu denen neben Taco Bell auch Pizza Hut und KFC gehören) betroffen waren und Taco Bell erklärt hatte, ab dem 17. Juli keinen Salat mehr von Taylor Farms de Mexico zu verwenden. Der Rückruf umfasste unter anderem Marketside-Produkte bei Walmart wie „Iceberg Salad 12-oz oder 24-oz“ sowie „Shredded Lettuce 8-oz oder 16-oz“ mit „Best if Used By-Daten vom 18. Juli bis zum 3. August 2026 beziehungsweise vom 7. Juli bis zum 3. August 2026. Eine vollständige Liste weiterer Rückrufwahrenden, die an Food-Service-Kunden verteilt wurden, war in der Rückrufnotiz enthalten.
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Positive Proben in Abwasseranlagen und Drainagen im zentralmexikanischen Anbaugebiet
Inspektoren sammelten während ihrer Vor Ort-Prüfungen in Mexiko zahlreiche Proben von Wasser, Boden, Sediment und Salat. Zwei dieser Proben lieferten den Nachweis des Parasiten Cyclospora. Einer der positiven Funde stammte aus einem Tank für abgehendes Abwasser in der Verarbeitungsanlage von Taylor Farms de Mexico. Die zweite Probe stammte aus dem Entwässerungsgraben eines von der Behörde identifizierten Eisbergsalat-Erzeugers.
Die zuständige Muttergesellschaft Taylor Fresh Foods betonte, dass der betroffene Vertragserzeuger inzwischen nicht mehr Teil des Lieferprogramms ist.
„Der unabhängige Erzeuger, bei dem eine positive Probe gefunden wurde, ist nicht länger Teil unseres Lieferantenprogramms. Die von der FDA genannte Probe stammte aus abgelassenem Abwasser und Abwasser aus der Kanalisation außerhalb unserer Verarbeitungsanlage.“
Sprecher, Taylor Fresh Foods
Zudem teilte das Unternehmen mit, dass die Anlage in Zentralmexiko vorerst geschlossen bleibt, während ein Forschungsteam an verbesserten Sicherheitsvorgaben direkt auf den Feldern arbeitet.
Auswirkungen auf Verbraucher und Kontrollen bei mexikanischen Importen
Die Infektionswelle forderte im Sommer 2026 massive gesundheitliche Folgen. Dieser Ausbruch von Eisbergsalat machte mehr als die Hälfte der insgesamt 12.883 laborgestützten US-Fälle von Cyclosporiasis aus, die seit dem 1. Mai gemeldet wurden. Zu Hochzeiten des Ausbruchs verzeichneten die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) vor dem Rückruf mehr als 1.000 Infektionen an einem einzigen Tag.
Das Zentrum für Seuchenkontrolle und Prävention, die CDC, erklärte den Ausbruch am 11. September für beendet. Dennoch bleibt die Debatte über ausländische Lebensmittelinspektionen virulent.
Juli – in dem mexikanischen Werk in Guanajuato eintrafen und es die erste Visite dort seit 2019 war (ein Jahr, das den bisherigen Höchststand an Auslandskontrollen markierte, bevor die Behörde während der Pandemie Personal abzog), sanken die ausländischen Lebensmittelinspektionen im Haushaltsjahr 2025 um weitere 17 Prozent auf 1.140. Michael Rogers, der fast 35 Jahre in verschiedenen Inspektionsrollen innerhalb der Behörde tätig war, erklärte dazu, dass die Agentur angesichts der Fülle in- und ausländischer Betriebe schlicht nicht leisten könne, was unter den gegebenen Verantwortlichkeiten erforderlich sei.
Ein Zehn-Punkte-Plan für die kommende Anbausaison
Um künftige Krisen zu verhindern, kündigte die FDA einen Zehn-Punkte-Plan zur Verbesserung der Parasitenüberwachung an.
Die Entdeckung des Parasiten im Wasser Monate nach dem ursprünglichen Kontaminationsereignis unterstreicht die Bedeutung regelmäßiger Wassertests auf den landwirtschaftlichen Flächen und Verarbeitungsanlagen.
Susan Mayne, ehemalige Direktorin des Lebensmittelsicherheitszentrums der FDA, die heute an der Yale University tätig ist
betonte in diesem Zusammenhang, dass das Auffinden des Parasiten im Wasser Monate nach dem ursprünglichen Ereignis die Notwendigkeit regelmäßiger Wassertests in Anbau- und Verarbeitungsbetrieben unterstreicht und die Frage aufwirft, wie der Keim im landwirtschaftlichen Wasser gezielt bekämpft werden kann.
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