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Unternehmen

Ex-Eigentümer Steve Smith bietet finanzielle Hilfe für Poundland an

Poundland droht am Donnerstag die Insolvenz, während US-Eigentümer Gordon Brothers einen Notverkauf fordert und rund 12.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Gründer Steve Smith bietet unterdessen unerwartet finanzielle Unterstützung an, und Business Ministerin Kate Dearden plant Gespräche mit der Geschäftsführung.

Die britische Handelskette Poundland steht vor einer existenziellen Krise, nachdem die Finanzierung gestoppt wurde. Dem Management wurde eine Frist bis Donnerstag gesetzt, um eine Rettungslösung zu finden. Andernfalls droht der Gang in die Insolvenz, wodurch bis zu 12.000 Arbeitsplätze in Großbritannien und Irland sowie rund 600 Filialen akut gefährdet sind.

Die US-amerikanische Private-Equity-Gesellschaft Gordon Brothers hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr für lediglich £1 von der polnischen Retail-Gruppe Pepco übernommen.

Steve Smith bietet Rettungsinvestition an

Überraschende Unterstützung signalisiert ausgerechnet der frühere Eigentümer. Steve Smith zeigte sich really surprised über die drohende Insolvenz. Er gründete das Geschäft 1990 mit einer Filiale im englischen Burton-upon-Trent und verließ das Unternehmen 2006. Laut seiner Aussage laufen die Geschäfte gut, und er verwies darauf, dass die Umsätze in der Vorwoche um 11,2 % über dem Vorjahresniveau lagen.

Smith versuchte in den vergangenen drei Monaten vergeblich, Kontakt zu den aktuellen Eigentümern aufzunehmen. Angesichts der aktuellen Lage erklärte er seine Bereitschaft, wieder Kapital in das Unternehmen zu stecken. And maybe I was a bit too late, but I’d certainly… with talking to the staff and how Poundland’s performing at the moment, I’d certainly, if there’s an opportunity, I definitely want to put some money back in there, sagte Smith laut Berichten.

Gordon Brothers weist Übernahmeangebote zurück

Kritiker werfen Gordon Brothers vor, tragfähige Offerten abzulehnen, um einen eigenen Darlehensanspruch zu sichern. Demnach soll die US-Firma ein Angebot der irischen Martin Property Group (MPG) abgelehnt haben. Beobachter vermuten, dass die Investoren eine schnelle Transaktion anstreben, um ein im Zuge der Übernahme übernommenes £30 million Darlehen abzusichern.

Weil das Problem, vor dem wir meiner Ansicht nach stehen, folgendes ist: Sie haben einen Eigentümer, der möglicherweise versucht, sich aus dem Staub zu machen, um ein florierendes Unternehmen zu verkaufen, nur um seine eigenen Gewinne zu maximieren und dabei 12.000 britische Arbeitsplätze in den Einkaufsstraßen aufs Spiel zu setzen.

Liam Byrne, Abgeordneter und Ausschussvorsitzender, via BBC

Das Unternehmen selbst teilte mit, dass intensiv an einem formalen Verkaufsprozess gearbeitet werde. Kein akzeptables Angebot für das gesamte Unternehmen habe trotz enormer Anstrengungen gefunden werden können. Gordon Brothers erklärte ergänzend, dass man nun den Fokus auf andere aktive Angebote richte, nachdem MPG zuvor als bevorzugter Bieter gehandelt worden war.

Politische Gespräche und drohende Kettenreaktion

Business Ministerin Kate Dearden wird in dieser Woche mit hochrangigen Führungskräften von Poundland zusammentreffen, um die drohende Zahlungsunfähigkeit zu erörtern. Premierminister Andy Burnham erklärte, die Regierung stehe bereit, die betroffenen Beschäftigten zu unterstützen, und forderte gleichzeitig Aufklärung darüber, warum frühere Kaufangebote ausgeschlagen wurden.

Mit rund 600 Standorten und Millionen wöchentlichen Kunden könnte das Aus des Discounters eine spürbare Lücke im stationären Handel hinterlassen. Gewerkschaften und Branchenkenner warnen vor verheerenden Folgen für die britischen Innenstädte und die Lieferkette, da neben den direkt Beschäftigten weitere Tausende Arbeitsplätze bei Zulieferern von Poundland abhängen.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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