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Gesundheit

Erwachsene, die Cannabis monatlich an ein bis fünf Tagen konsumieren, haben ein um 40 Prozent

Erwachsene, die Cannabis monatlich an ein bis fünf Tagen konsumieren, haben ein um 40 Prozent höheres Risiko für einen Schlaganfall als Nichtkonsumenten. Dies geht aus vorläufigen Forschungsergebnissen hervor, die am 2. November 2026 von der American Heart Association veröffentlicht wurden und auf der kommenden Jahrestagung in Chicago präsentiert werden sollen.

Analyse von Daten aus dem Behavioral Risk Factor Surveillance System

Die Untersuchung stützt sich auf Daten des Behavioral Risk Factor Surveillance System (BRFSS), einer jährlichen Gesundheitsbefragung der Centers for Disease Control and Prevention, berichtet Gizmodo. Zwischen 2020 und 2024 gaben insgesamt 442.906 US-Erwachsene in den 16 bis 24 Bundesstaaten, die das optionale Cannabis-Modul jährlich in ihre Umfragen integriert hatten, Auskunft über ihren Konsum und ihre medizinische Vorgeschichte. Die Befragungen umfassten dabei verschiedene Konsumformen wie Rauchen, Verdampfen sowie den Verzehr von Lebensmitteln oder Getränken mit Cannabis.

Die Forscher verglichen den Cannabiskonsum mit selbstberichteten Diagnosen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wobei Patienten von medizinischem Fachpersonal über ihre Vorgeschichte informiert worden waren. Während das Risiko für Herzinfarkte in der Studie keine statistisch signifikante Korrelation zur Konsumhäufigkeit zeigte, ergab sich bei Schlaganfällen ein anderes Bild. Bei Gelegenheitskonsumenten, die an ein bis fünf Tagen pro Monat Cannabis nutzten, lag das Risiko für einen Schlaganfall um 40 Prozent höher als bei Personen, die angaben, kein Cannabis zu konsumieren. Bei schweren Konsumenten, die an 16 bis 30 Tagen im Monat Cannabis nutzten, war das Risiko um 25 Prozent erhöht.

Ajmc cannabis stroke poster telephone survey
Foto: stupidDOPE

Unerwartete Ergebnisse zum Dosis-Wirkungs-Verhältnis

Die Daten deuten darauf hin, dass sowohl Gruppen mit niedrigem als auch Gruppen mit hohem Konsum ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufweisen. Dennoch wiesen die Autoren darauf hin, dass keine Informationen über die Potenz der verwendeten Produkte vorlagen und Personen, die nach einer Diagnose den Konsum eingestellt hatten, in der Gruppe der Nichtkonsumenten gelistet sein könnten.

Einordnung durch Mediziner

Dennoch dürfe Cannabis nicht als unbedenklich betrachtet werden.

A mature woman experiencing severe chest pain
Foto: Nypost

Da die Studie auf einer Querschnittsanalyse basiert, kann sie keine direkten Kausalzusammenhänge beweisen; die Befragung konnte nicht feststellen, ob der Konsum vor oder nach einer diagnostizierten Erkrankung stattfand. Die Ergebnisse gelten als vorläufig, da sie vor der offiziellen Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift noch keinen Peer-Review-Prozess durchlaufen haben.

Bei plötzlichen Symptomen wie Schwäche, Taubheit, Verwirrung oder Sprechstörungen sollte umgehend der Notruf gewählt werden. Für weiterführende Informationen steht die American Heart Association unter 1-800-AHA-USA1 oder online unter heart.org zur Verfügung.

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Dr. Lena Hartmann

Über den Autor

Dr. Lena Hartmann leitet das Gesundheitsressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet seit ueber zehn Jahren ueber Praevention, Medizinpolitik und digitale Gesundheit und legt besonderen Wert auf verstaendliche, quellenbasierte Einordnung.

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