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Unternehmen

Commerzbank erzielt Rekordgewinn von 2,7 Milliarden Euro

Die Commerzbank hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 einen Nettogewinn von rund 2,7 Milliarden Euro erzielt und damit das beste Ergebnis für diesen Zeitraum in der Konzerngeschichte verbucht, berichtet Sueddeutsche. Trotz der laufenden Übernahmebemühungen durch die italienische Unicredit bestätigte das Frankfurter Geldhaus sein Gewinnziel von mindestens 3,4 Milliarden Euro für das Gesamtjahr.

Rekordergebnis trotz turbulentem Umfeld

Im dritten Quartal 2026 steigerte die Bank ihr Nettoergebnis um rund 45 Prozent auf 859 Millionen Euro, während das operative Ergebnis um 25 Prozent auf 1,31 Milliarden Euro wuchs. Trotz dieser Zuwächse lagen die Werte leicht unter den Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit 1,34 Milliarden Euro beim operativen Ergebnis gerechnet hatten. Der Zinsüberschuss legte zwar um 3,5 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro zu, blieb jedoch hinter den Prognosen von 2,14 Milliarden Euro zurück.

Als Grund nannte das Institut den schärferen Wettbewerb um Kundeneinlagen. Vorstandschefin Bettina Orlopp betonte die Leistungsfähigkeit des Instituts: „Die starke Geschäftsentwicklung belegt, welches Potenzial in der Commerzbank steckt, so Orlopp. Das Institut plant zudem für das laufende Jahr eine Ausschüttung an die Aktionäre von rund 3,2 Milliarden Euro durch Dividenden und Aktienrückkäufe.

Commerzbank erzielt Rekordgewinn von 2,7 Milliarden Euro
Foto: N TV

Fortschritte bei der Unicredit-Integration

Die Übernahmepläne der Unicredit befinden sich in einer entscheidenden Phase. Der Abschluss des Übernahmeangebots wird für die kommenden Monate erwartet, wobei die letzten behördlichen Genehmigungen bis Anfang 2027 vorliegen sollen. Die EU-Wettbewerbshüter planen ihre Entscheidung bis zum 16. November 2026 zu treffen.

Die Commerzbank hat bereits mit den Vorbereitungsarbeiten für eine mögliche Konsolidierung begonnen. Orlopp unterstrich die Notwendigkeit, in der aktuellen Situation strategisch zu handeln: „Unverändert bleibt es unsere Aufgabe als Unternehmensführung, in jeder Situation den Weg zu wählen, der den größten Wert schafft, erklärte sie. Orcel betonte seinerseits den Willen zur Zusammenarbeit: „Wir bitten unsere Kunden, uns weiterhin ihr Vertrauen zu schenken und uns an unseren tatsächlichen Leistungen zu messen.

Commerzbank erzielt Rekordgewinn von 2,7 Milliarden Euro
Foto: Yahoo Finanzen Deutschland

Stellenabbau und Personalstruktur

Unabhängig von der Übernahme verfolgt die Bank ihre bereits beschlossenen Sparprogramme weiter. Bis Ende 2027 sollen 3.900 Vollzeitstellen abgebaut werden, ein Plan, der im Februar 2025 initiiert wurde. Ein weiteres Programm sieht vor, bis 2030 konzernweit etwa 3.000 zusätzliche Stellen zu streichen. Zum Stichtag 30. September 2026 beschäftigte der Konzern weltweit 40.400 Vollzeitkräfte, davon rund 25.000 in Deutschland. Laut Angaben der Bank haben bereits 1.800 Beschäftigte Vereinbarungen für einen geordneten Übergang getroffen, und mehr als 1.100 Mitarbeiter haben sich für ein neues Altersteilzeitprogramm entschieden.

Der Deutsche Bankangestellten-Verband (DBV) kritisierte unterdessen, dass es an einem fairen Preis sowie an einem Plan für glaubwürdige Synergien und eine tragfähige Integration fehle. Währenddessen bereitet sich die Bank auf die nächste Phase vor. Es wird spekuliert, dass Andrea Orcel eine Neubesetzung des Commerzbank-Vorstands anstrebt; eine außerordentliche Hauptversammlung wird hierfür für Ende Januar oder Anfang Februar 2027 erwartet. Bis dahin bleibt das Ziel der Bank bestehen, den Stakeholdern langfristig Wert zu schaffen. „Das haben wir mit unserem Rekordergebnis erneut unter Beweis gestellt, betonte Orlopp.

Marktumfeld und Kennzahlen

Die Aktie der Commerzbank notiert derzeit über wichtigen technischen Marken. Trotz der Rekordzahlen reagierte der Markt am Tag der Veröffentlichung mit einem leichten Kursrückgang, wobei das Papier zu den Schlusslichtern im DAX gehörte. Der Fokus der Marktbeobachter liegt nun darauf, ob die Bank den Druck auf die Zinsmarge mit höheren Provisionen ausgleichen kann. Für das Jahr 2027 und 2028 stellte das Management trotz der anstehenden Restrukturierungskosten eine „weiter steigende Profitabilität“ in Aussicht.”

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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