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England: bis zu 100 Pfund Bußgeld für laute Musik im Bus

Fahrgäste in Bussen und Zügen in England müssen künftig mit strengeren Sanktionen rechnen. Die Regierung greift gegen Ruhestörung und Belästigungen im öffentlichen Nahverkehr durch. Dabei drohen Bußgelder von bis zu 100 Pfund für lautstark abgespielte Musik, während eine landesweite Bahnkampagne gestartet wurde.

Wer in Bussen in England künftig laut Musik oder Videos über Lautsprecher abspielt, E-Zigaretten konsumiert oder Müll hinterlässt, riskiert spürbare Geldstrafen. Das Verkehrsministerium veröffentlichte am 19. Oktober 2026 neue Leitlinien, die den lokalen Behörden den Einsatz bereits zuvor geschaffener Befugnisse erleichtern sollen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, das Reisen im öffentlichen Nahverkehr für alle Fahrgäste deutlich angenehmer zu gestalten.

Lokale Behörden erhalten Handhabe für den Busverkehr

Die rechtliche Grundlage für die neuen Regeln war bereits früher im Jahr geschaffen worden. Nun liegt der offizielle Leitfaden vor, der den Kommunen aufzeigt, wie sie auf ihren Busnetzen durchgreifen können. Jede neue Vorschrift bedarf jedoch der offiziellen Freigabe durch das Verkehrsministerium.

England: bis zu 100 Pfund Bußgeld für laute Musik im Bus
Foto: bbc.co.uk

Die Umsetzung soll pragmatisch erfolgen. Busfahrer werden von der direkten Durchsetzung der neuen Regeln entlastet. Stattdessen sind spezialisierte Transport Safety Officers sowie die Polizei für die Ahndung zuständig. Bei Verstößen drohen feste Geldbußen von bis zu 100 Pfund.

Parallele Kampagne für den Bahnverkehr gestartet

Während im Busbereich kommunale Bußgelder greifen, rollt im Schienenverkehr eine landesweite Sensibilisierungskampagne an. Unter dem Motto „Teilt das Abteil, nicht den Lärmwerden Fahrgäste auf den Websites der Betreiber, in sozialen Medien sowie direkt in den Waggons dazu aufgerufen, Kopfhörer zu benutzen. Premierminister Andy Burnham begründete den Vorstoß mit alltäglichen Erfahrungen:.

Premierminister Andy Burnham erklärte laut der BBC: „Wir waren alle schon mal in einem Zug, in dem jemand anfängt, Musik oder Videos von seinem Handy laut abzuspielen. Das geht einem auf die Nerven und kann die Fahrt schnell verderben.

England: bis zu 100 Pfund Bußgeld für laute Musik im Bus
Foto: uk.news.yahoo.com

Die Kampagne soll den bisherigen Flickenteppich an unterschiedlichen Regeln der verschiedenen Bahnunternehmen beenden und eine einheitliche Botschaft im gesamten Netz etablieren. Auf der Schiene greifen bereits bestehende Regelungen: Wer nach einer Aufforderung zum Einstellen des Lärms nicht kooperiert, kann des Zuges verwiesen oder mit Geldstrafen von bis zu 1.000 Pfund belegt werden.

Reaktionen von Gewerkschaften und Verkehrsexperten

Die Reaktionen auf die Regierungsinitiative fallen unterschiedlich aus. Einerseits lobten Interessenvertreter den Vorstoß gegen alltägliche Störungen. Michael Solomon Williams von der Organisation Campaign for Better Transport betonte, dass störendes Verhalten vor allem für Fahrgäste mit unterschiedlichen Bedürfnissen an Barrierefreiheit eine reale Abschreckung darstelle. Auch der Fahrgastverband Transport Focus verwies auf eigene Umfragen aus dem Juni, wonach vier von zehn Reisenden sich durch antisoziales Verhalten verletzlich fühlen.

Gewerkschaften und Politiker aus der Opposition forderten indes weitergehende Maßnahmen. So erklärte Sharon Graham von der Gewerkschaft Unite, die Vorschläge seien zwar gut gemeint, aber angesichts der zunehmenden Übergriffe auf Transportbeschäftigte völlig unzureichend. Richard Holden, Schattenverkehrsminister, kritisierte, dass Angriffe auf das Bahnpersonal zuletzt stark gestiegen seien. Olly Glover von den Liberaldemokraten bemängelte zudem, dass harte Worte ohne echte Durchsetzung wirkungslos blieben, sofern die Regierung nicht dauerhaft Transport-Sicherheitskräfte vor Ort finanziere.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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