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Welt

Elif Eralp wehrt sich nach Spiegel-Enthüllungen gegen Einschüchterung

Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp geriet aufgrund versehentlich übermittelter interner Anmerkungen zu einem Interview mit dem Magazin „Der Spiegelin die Kritik.

Interne Notizen lösen politische Krise aus

Der Vorfall ereignete sich im Rahmen eines Autorisierungsprozesses für ein Interview, das Eralp Anfang der Woche dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ gegeben hatte. In den Dokumenten verwies Eralp auf eine Empfehlung des Landeskriminalamtes (LKA), in Bezug auf organisierte Kriminalität keine konkreten Namen zu nennen. Sie betonte in den Notizen, sie und ihr Mann hätten „Angst vor diesen Leuten“.””

Nachdem der „Spiegel“ das Dokument trotz der Sicherheitsbedenken veröffentlichte, geriet Eralp in die Defensive. Am Donnerstag trat sie vor die Presse im Berliner Abgeordnetenhaus und erklärte kämpferisch: „Ich werde mich von niemandem einschüchtern lassen.“ Sie betonte zudem, dass es eine Selbstverständlichkeit sei, sich Sorgen um die eigene Familie zu machen. Eralp bekräftigte, sie wolle als Regierende Bürgermeisterin mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln gegen organisierte Kriminalität und Gewalt vorgehen.””

Reaktionen aus der Politik und Auswirkungen auf die Koalitionsbildung

Die Enthüllungen haben weitreichende Konsequenzen für die geplante Regierungsbildung in Berlin. Eralp strebt das Amt der Regierenden Bürgermeisterin in einer Koalition mit Grünen und SPD an. Der Berliner SPD-Vorsitzende Steffen Krach zeigte sich durch den Bericht erschüttert und stellte fest, dass die Stadt ein ernsthaftes Problem mit organisierter Kriminalität habe. Der frühere Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) äußerte sich im Fernsehsender Phoenix kritisch zur Eignung der Kandidatin:

Elif Eralp wehrt sich nach Spiegel-Enthüllungen gegen Einschüchterung
Foto: FAZ

Wie soll Elif Eralp als Regierende Bürgermeisterin die Sicherheit von Millionen Menschen gewährleisten, wenn sie selbst Angst vor dem islamistischen Umfeld ihrer Partei hat?

Michael Müller, ehemaliger Regierender Bürgermeister (SPD), via Phoenix

Auch der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, erklärte, Eralp habe recht: „Vor Ibrahim Ibrahim und dem Umfeld der Linken Neukölln muss man Angst haben.“ Der Landesvorsitzende der Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP), Stephan Weh, ergänzte, die Recherche bereite große Sorgen, da es um jemanden gehe, der tragende Verantwortung für die Menschen in der Stadt übernehmen wolle. Die GdP warf der Parteiführung der Linken vor, sich bei unangenehmen Themen bewusst wegzuducken. Der scheidende Neuköllner Bürgermeister Martin Hikel (SPD) kritisierte, die Situation zeige, wie stark terrorverherrlichende Kräfte in der Linken verankert seien.”

Nächste Schritte: Landesparteitag am Samstag

Die Zukunft des geplanten Bündnisses ist nach den Ereignissen ungewiss. Während Grüne und SPD bereits für die Aufnahme von Koalitionsgesprächen gestimmt hatten, steht für diesen Samstag eine Abstimmung der Linken über den Beginn der offiziellen Verhandlungen an. Eralps Sprecher kündigte an, dass die Partei eine Beschwerde beim Deutschen Presserat prüfen werde, um zu klären, ob die Veröffentlichung vertraulicher Anmerkungen aus einem Autorisierungsprozess ethisch vertretbar war. Der „Spiegelbegründete die Veröffentlichung mit der politischen Tragweite der Aussagen und der Überzeugung, dass die Öffentlichkeit davon erfahren müsse.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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