Ein extrem starkes El Niño-Phänomen sorgt für Rekorde in zwei Ozeanen. Während der Pazifik mit Dutzenden tropischen Stürmen und verheerenden Hurrikanen kämpft, erlebt der Nordatlantik eine beispiellose Flaute ohne einen einzigen Hurrikan im September – bedingt durch massive vertikale Windscherung.
Der diesjährige globale Hurrikan-Verlauf zeigt ein Bild extremer Gegensätze. Während in den Becken des Pazifischen Ozeans Rekordwerte verzeichnet werden und Stürme rasch an Kraft gewinnen, bleibt die tropische Aktivität im Nordatlantik ungewöhnlich gedämpft. Laut der Quelle erlebt der Nordatlantik dabei das genaue Gegenteil des Pazifiks, wobei Gabriel Vecchi, Geowissenschaftsprofessor an der Princeton University, die Situation als „incredibly active“ für den Pazifik und „incredibly inactivefür den Nordatlantik beschreibt. Verantwortlich für diesen Zustand ist ein außergewöhnlich kräftiges El Niño-Ereignis, das die Wetterbedingungen in den Meeren massiv umwälzt.
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Rekordstarke Ozeantemperaturen und das rasante Anwachsen von El Niño
Im zentral-östlichen Pazifik haben die täglichen Meeresoberflächentemperaturen laut der Quelle die Höchstwerte aus dem starken El Niño des Jahres 2015 bereits übertroffen.
Wissenschaftler betonen die Dimension dieses Klimaphänomens.

Der Höhepunkt des aktuellen Phänomens wird laut der Quelle für November oder Dezember prognostiziert.
Starke Windscherung bremst den Nordatlantik aus
Die physischen Mechanismen von El Niño wirken sich auf die Ozeane diametral aus. Im Pazifik liefern wärmere Wässer den tropischen Systemen den nötigen Treibstoff. Im Nordatlantik führt die Verschiebung der Windmuster zu einer starken Zunahme der vertikalen Windscherung.
Infolgedessen blieb der September im Atlantik erstmals seit 1994 registrierten Daten ohne einen einzigen vollwertigen Hurrikan. Phil Klotzbach von der Colorado State University weist laut der Quelle ergänzend darauf hin, dass der Monat September seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950 überhaupt erst dreimal ohne einen atlantischen Hurrikan geblieben ist, nämlich in den Jahren 1962, 1972 und 1994.

Gefährliche Extreme und schnelle Intensivierungen im Pazifik
Auf der pazifischen Seite der Amerikanischen Kontinente stellt sich die Situation völlig anders dar. Dort trieben die hohen Wassertemperaturen zahlreiche Systeme an. Bis Herbst registrierte das Becken laut der Quelle insgesamt 41 benannte Stürme und 18 Hurrikane, während die Quelle von 17 benannten Stürmen mit neun Hurrikane (darunter sieben schwere) spricht, was laut der Quelle eine Accumulated Cyclone Energy von rund dem Zweieinhalbfachen des Normalwerts erzeugt hat.
Besonders die rasche Intensivierung von Stürmen bereitet Meteorologen Sorge. Hurrikan Polo stieg vor der mexikanischen Pazifikküste laut der Quelle innerhalb von weniger als 24 Stunden von einem tropischen Sturm zu einem Hurrikan der höchsten Kategorie 5 auf. Die Quelle ergänzt dazu, dass Polo Windgeschwindigkeiten von 180 Meilen pro Stunde erreichte und nach vorliegenden Daten der drittstärkste Hurrikan im östlichen Pazifik in der Geschichte war. Parallel dazu bedrohte Hurrikan Nolo die hawaiianischen Inseln mit Starkregen und Überflutungen, wobei die Quelle darauf verweist, dass es nach den Hurrikanen Lala im August und Lowell im September bereits der dritte Hurrikan ist, der die Inseln in diesem Jahr bedroht, und zitiert Ryanna Fry beim Fotografieren von Wolken in Kona, Hawaii.
Globale Folgen und Ausblick auf die kommenden Monate
Die Auswirkungen des Rekord-El-Niño beschränken sich nicht auf die Meere. Weltweit verändert das Klimamuster die Niederschlagsmengen. Während im Südwesten der Vereinigten Staaten und in Teilen Kaliforniens durch vermehrte Feuchtigkeit die Gefahr von Überschwemmungen und Starkregen wächst, drohen in Regionen wie Südostasien, dem Amazonasbecken und Teilen Afrikas erhebliche Dürren (die Quelle), wobei die Quelle zudem auf drohende Dürren und Brände in Zentralamerika hinweist, die laut Paul Roundy, Professor für Atmosphärenwissenschaften an der University at Albany, neben weiteren auf Hawaii treffenden Stürmen beobachtet werden.