Tony Gilroy kehrt mit dem von neun Komponisten getragenen Musikdrama Behemoth!
auf den Regiestuhl zurück. Der Film feierte am 2. Oktober 2026 beim New York Film Festival seine Weltpremiere und zeigt Pedro Pascal in der Hauptrolle als rastlosen Cellisten Alex Serian vor dem Kinostart am 4. Dezember.
Die Weltpremiere auf dem New York Film Festival und der Kinostart im Dezember
Vierzehn Jahre nach seinem letzten Kinofilm The Bourne Legacy meldet sich Regisseur Tony Gilroy auf der großen Leinwand zurück. Nach der Premiere am 2. Oktober 2026 in New York steht der reguläre US-Kinostart für den 4. Dezember 2026 im Kalender von Searchlight Pictures.
Zudem ist der Film als Abschlussfilm des Newport Beach Film Festivals für den 22. Oktober 2026 vorgesehen. Die dortige Buchung dient als regionaler Testlauf vor dem breiten Kinostart, wie Branchenberichte hervorheben.
Pedro Pascal als Alex Serian und die musikalische Besetzung
Im Zentrum der nicht-linearen Erzählung steht der renommierte Cellist Alex Serian, verkörpert von Pedro Pascal. Alex kehrt nach rund zwanzig Jahren auf der Straße und in Orchestern von Dallas, Boston, Chicago und anderswo in seine Heimatstadt Los Angeles zurück, um sich um seine gesundheitlich angeschlagene Mutter zu kümmern. Statt in renommierten Orchestern zu spielen, bestreitet er seinen Lebensunterhalt zunehmend als Studio-Musiker für Hollywood-Filmmusiken.

Die Vorbereitung auf die Rolle verlangte dem Darsteller einiges ab.
Pedro Pascal sagte: Alles hat mich überrascht. Es war die Hölle. Und der Himmel. Es war unglaublich, wieder Unterricht zu haben, zum einen bei einem anderen Künstler. Dann die körperliche Herausforderung, die Akribie dabei und dass man Dinge im Hauruckverfahren lernen musste – zum Beispiel soll man ein Jahr lang brauchen, um zu lernen, wie man den Bogen richtig hält. Ich hatte eine Woche. Und dann mussten wir mit der Bogenführung und dem Vibrato anfangen.
In einem entscheidenden Gespräch vor den Dreharbeiten stellte Gilroy dem Schauspieler die direkte Frage, ob er sich der Herausforderung stellen könne, worauf Pascal mit einem unsicheren „Ich weiß es nicht“ antwortete, was der Regisseur scherzhaft als die perfekte Antwort bezeichnete. Bei den Proben und Vorbereitungen nahm der Schauspieler das Instrument überall hin mit, da das Cello für mehrere Wochen zum zentralen Element seines Lebens wurde.”
Um die authentische Darstellung an dem Instrument zu gewährleisten, hatte Tony Gilroy Pedro Pascal das Cello-Spiel lernen lassen, statt auf doppelte Hände oder oberflächliche Imitationen zu setzen.

Das Kollektiv aus neun Komponisten und die Orchestermusik als Handlungselement
Die Musik fungiert im Film nicht als bloße Untermalung, sondern treibt die Handlung voran. Zu den beteiligten Musikern gehören Michael Giacchino, James Newton Howard, Michael Abels, Emily Bear, Lukas Frank, Henry Jackman, Nami Melumad, Brandon Roberts und Alan Silvestri.
Für die Tonaufnahmen in Los Angeles kamen insgesamt 303 Musiker der American Federation of Musicians (AFM) zum Einsatz. Die ungewöhnliche Struktur mit neun Komponisten sorgt allerdings dafür, dass der Beitrag wegen der formalen Oscar-Regelungen, die maximal drei Komponisten zulassen, in dieser Kategorie voraussichtlich nicht nominiert werden kann, wie Kritiker anmerken.
Rückblenden, Familiengeschichte und das prominente Ensemble
Die Filmhandlung verknüpft die Aufnahmesessions in der Gegenwart mit zahlreichen Rückblenden in Alex Serians Vergangenheit. Die Familiengeschichte ist tief in der Musikindustrie verankert: Sein Großvater war Studio-Musiker für Filme und starb 1959 während einer Aufnahme, sein abwesender Vater Peter war Komponist für Fernsehen und Cartoons, die erfolgreiche Musikerin Ginnie war seine Mutter, und sein Bruder Andy war Mitglied in einer Rockband der neunziger Jahre, wie aus den Berichten über die Filmfiguren hervorgeht.
Neben Pascal agiert ein hochkarätiges Schauspielensemble vor der Kamera. Olivia Wilde schlüpft in die Rolle von Carol, der wohlhabenden Gönnerin aus Chicago, deren explosive Beziehung zu Alex für humorvolle und rasante Momente sorgt. Eva Victor verkörpert Nadia, eine Geigerin aus einer früheren Affäre in Dallas, während die junge Alexa Swinton als begabte musikalische Nachwuchskünstlerin und Tochter Nadias auftritt. Zum weiteren Cast gehören Will Arnett als Alex‘ Bruder Andy und Matthew Lillard als vermögender Geschäftsmann Dennis Glenn.
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