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Eisheiligen ab 11. Mai: Schnee und Frost nach warmem Wochenende

Ab Montag, 11. Mai 2026, bringen die Eisheiligen in höheren Lagen Deutschlands Schnee und Frost zurück – der Deutsche Wetterdienst warnt vor Glätte im Harz, Schwarzwald und Allgäu, wo bis zu 20 Zentimeter Neuschnee erwartet werden. Die Wetter-Wende folgt auf ein frühlingshaftes Wochenende mit Temperaturen bis 28 Grad.

Eisheilige 2026: Schnee und Frost nach frühlingshaftem Wochenende

Nach einem ungewöhnlich warmen Wochenende mit Temperaturen bis 28 Grad im Südosten Deutschlands kehrt der Winter plötzlich zurück. Ab Montag, dem 11. Mai, ziehen die Eisheiligen – Mamertus, Pankratius, Servatius und Bonifatius – mit Schnee und Frost in höhere Lagen des Landes. Besonders betroffen sind der Harz, der Schwarzwald, das Sauerland und das Oberallgäu, wo der Deutsche Wetterdienst (DWD) bereits für den 12. Mai Schneefall und Glätte warnt.

Laut aktuellen Prognosen des DWD ist in den Hochlagen der Mittelgebirge und Alpen mit fünf bis zehn Zentimetern Neuschnee zu rechnen, in Staulagen sogar bis zu 20 Zentimetern. Die Schneefallgrenze sinkt dabei auf etwa 1.000 Meter, in den Mittelgebirgen könnten vereinzelt Schneeflocken bis auf 800 Meter herabfallen. Autofahrer sind in diesen Regionen besonders aufmerksam gefordert, da es zu Glätte durch Schneematsch kommen kann.

Wetter-Wende: Von Sommergefühlen zu Wintereinbruch

Die Wetter-Wende ist besonders überraschend, da das Wochenende noch von sommerlichen Temperaturen geprägt war. Während im Südosten Deutschlands noch Grillfeste und Freibadbesuche möglich waren, meldet sich nun der Winter zurück. „Die Eisheiligen machen ihrem Namen alle Ehre“, heißt es bei daswetter.com. Polarluft, Kaltfronten und Dauerregen sorgen für eine hochdynamische Wetterlage, die in den kommenden Tagen für wechselhaftes Wetter sorgt.

Der DWD geht davon aus, dass die Kältewelle vorerst nicht von langer Dauer sein wird. Schon bald dürfte das winterliche Bild wieder Schnee von gestern sein, wie es in einer tagesschau.de-Meldung heißt. Dennoch bleibt die Situation in den höheren Lagen bis mindestens Mittwoch, den 13. Mai, kritisch.

Regionale Unterschiede: Wo es besonders kalt wird

Während im Flachland mit Höchsttemperaturen zwischen acht und 13 Grad zu rechnen ist, bleibt es in den Mittelgebirgen und Alpen deutlich kälter. Besonders betroffen sind Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, wo bereits am Morgen des 12. Mai eine matschige Schneedecke von ein bis zwei Zentimetern oberhalb von 600 Metern gemessen wurde. Auch im Oberallgäu und auf dem Brocken dominiert derzeit die Farbe Weiß.

In Bayern und Baden-Württemberg warnen Wetterexperten vor Glätte auf Straßen und Wegen, besonders in den frühen Morgenstunden. Der DWD rät Autofahrern, Vorsicht walten zu lassen und die Geschwindigkeit an die Wetterbedingungen anzupassen.

Was kommt nach den Eisheiligen?

Laut den aktuellen Vorhersagen des DWD soll sich das Wetter nach den Eisheiligen wieder stabilisieren. Ab dem 14. Mai ist mit einer allmählichen Erwärmung zu rechnen, wobei die Temperaturen jedoch vorerst nicht mehr die sommerlichen Werte des Wochenendes erreichen werden. Die Wettermodelle zeigen zwei mögliche Szenarien: Entweder setzt sich milderes Wetter durch, oder es bleibt wechselhaft mit weiteren Schauern und Gewittern.

Für Hobbygärtner und Landwirte bleibt die Wetterlage jedoch eine Herausforderung. Die plötzliche Kälte kann empfindliche Pflanzen schädigen, während die wechselhaften Bedingungen die Arbeit im Freien erschweren. Der DWD empfiehlt, empfindliche Pflanzen in den kommenden Tagen besonders gut zu schützen.

Historischer Kontext: Was sind die Eisheiligen?

Die Eisheiligen sind eine traditionelle Wetterregel, die auf die letzten frostigen Tage im Frühjahr hinweist. Ursprünglich wurden die Tage den Heiligen Mamertus (11. Mai), Pankratius (12. Mai), Servatius (13. Mai) und Bonifatius (14. Mai) gewidmet. Historisch gesehen können diese Tage noch einmal Frost und Schnee bringen, besonders in höheren Lagen. In den letzten Jahren haben sich die Eisheiligen jedoch zunehmend als unberechenbar erwiesen, da der Klimawandel zu extremeren Wetterlagen führt.

Trotz der traditionellen Bezeichnung bleibt die Wetterlage in diesem Jahr besonders dynamisch. Während in den höheren Lagen noch Schnee fällt, bleibt es im Flachland wechselhaft mit Temperaturen, die zwischen fünf und 15 Grad schwanken. Die Eisheiligen 2026 zeigen einmal mehr, wie unberechenbar das Wetter im Frühling sein kann.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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