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Sport

Einigung über Formel-1-Grand-Prix in Ruanda ab 2030 laut FIA und Regierung

Ruanda steht vor der Ausrichtung eines Formel-1-Grand-Prix ab dem Jahr 2030. Laut Regierungsquellen und dem Automobil-Weltverband FIA wurde eine entsprechende Einigung erzielt, wodurch die Rennserie nach mehr als drei Jahrzehnten auf den afrikanischen Kontinent zurückkehrt.

Streckenbau am Bugesera International Airport

Die Formel 1 kehrt nach 37 Jahren Durststrecke voraussichtlich im Jahr 2030 nach Afrika zurück. Eine offizielle Bestätigung des Deals durch die Beteiligten wird bereits für die kommende Woche in der Hauptstadt Kigali erwartet.

Da das ostafrikanische Land bisher über keine Rennstrecke nach FIA-Standards verfügt, entsteht ein gänzlich neuer Kurs. Die permanent angelegte Strecke soll in der Nähe des Bugesera International Airport errichtet werden, etwa eine Autostunde südlich von Kigali.

Interview im Podcast Up to Speed

Im Dezember 2024 hielt der Automobil-Weltverband Fia seine Generalversammlung inklusive der jährlichen Preisverleihung an herausragende Athleten in Ruandas Hauptstadt ab. Dabei warb Ruandas Präsident Paul Kagame intensiv für sein Land als Zielort für die Formel 1, während auch andere internationale Veranstaltungen wie die Afrika-Meisterschaften im Handball und im Basketball sowie im Jahr 2025 die Straßenrad-WM in dem Land ausgetragen wurden.

Das lange Warten der Formel 1 auf Afrika

Zuvor gehörte der Grand Prix ab 1960 über weite Strecken zum WM-Kalender, wobei die Rennen zunächst in East London und später vor allem in Kyalami nordlich von Johannesburg ausgetragen wurden. Die Strecke in Kyalami wurde zu einem der Klassiker jener Zeit, allerdings auch zum Schauplatz eines der dunkelsten Wochenenden der Formel-1-Geschichte, als 1977 beim Grand Prix der junge britische Fahrer Tom Pryce und ein Streckenposten bei einem Unfall ums Leben kamen. Nach dem Rennen 1985 kehrte die Formel 1 dem Land während der internationalen Isolation des Apartheid-Regimes den Rücken, ehe Kyalami nach den politischen Veränderungen Anfang der 1990er-Jahre für zwei weitere Grands Prix zurückkehrte: 1992 siegte Nigel Mansell, 1993 folgte der genannte Erfolg von Alain Prost.

Einigung über Formel-1-Grand-Prix in Ruanda ab 2030 laut FIA und Regierung
Foto: n-tv.de

Historische Statistiken zeigen zudem, dass insgesamt 30 Fahrer aus Afrika zumindest eine Nennung für einen Grand Prix abgegeben haben, wobei 23 davon aus Südafrika stammten. Zu den bekannteren Namen gehörten neben den Scheckter-Brüdern auch Tony Maggs und Dave Charlton. Der mit Abstand erfolgreichste Fahrer vom afrikanischen Kontinent war der in East London geborene Südafrikaner Jody Scheckter, der zehn Grands Prix gewann und 1979 mit Ferrari Weltmeister wurde. Seit 1980 hat allerdings kein südafrikanischer Fahrer mehr an einem Formel-1-Rennen teilgenommen, und seit dem Jahr 1993 fehlt Afrika als einziger bewohnter Kontinent im Rennkalender der Weltmeisterschaft.

Formel-1-Chef Stefano Domenicali betonte im August, dass die Gespräche über eine Rückkehr nach Afrika sehr gut vorankommen, was von Motorsport hervorgehoben wird. Zu den prominentesten Befürwortern eines solchen Schritts zählt Rekordweltmeister Lewis Hamilton.

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Seit sechs, vielleicht sogar sieben Jahren kämpfe ich hinter den Kulissen darum, einen Grand Prix auf die Beine zu stellen. Ich setze mich mit den Verantwortlichen zusammen und frage: ‚Warum sind wir nicht in Afrika?‘ Ich möchte den Sport nicht verlassen, ohne dass es dort einen Grand Prix gibt, ohne dort Rennen fahren zu können, also setze ich mich dafür ein.

Lewis Hamilton, Ferrari-Pilot, via N Tv

Kritik an Ruandas Sportstrategie und Reaktionen aus Südafrika

Die Vergabe nach Ruanda geht mit politischen Diskussionen einher.

Auch in anderen afrikanischen Ländern wurden die Pläne verfolgt. Südafrika galt jahrelang als aussichtsreicher Kandidat für ein Comeback.

Einigung über Formel-1-Grand-Prix in Ruanda ab 2030 laut FIA und Regierung
Foto: Motorsport

Südafrika wird die Formel 1 bekommen, noch vor 2030.

Gayton McKenzie, Sportminister Südafrika, via N Tv

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.