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Ein seltenes schweres Unwetter hat in Santa Fe am späten Samstagabend, dem 24

Ein seltenes schweres Unwetter hat in Santa Fe am späten Samstagabend, dem 24. Oktober 2026, für schwere Schäden gesorgt. Erstmals seit mehr als 50 Jahren traf ein Tornado das Stadtgebiet und beschädigte mindestens zehn Wohnanlagen, riss Dächer ab und stürzte Bäume um.

Schäden an zehn Wohngebäuden im Stadtteil Rancho Siringo

Der Nationale Wetterdienst in Albuquerque stufte den Tornado als starkes EF-1-Ereignis ein (nach Angaben von KOAT). Das Sturmereignis nahm seinen Anfang im Viertel Via Caballero im südlichen Stadtgebiet, unmittelbar nördlich der Interstate 25. Von dort aus zog der Wirbelsturm auf einer Länge von rund 1,4 Meilen nach Norden, erreichte eine maximale Breite von 100 Yards und löste sich erst nahe des College of Santa Fe auf.

Die Hauptwelle der Zerstörung konzentrierte sich auf die Bereiche um die Straßen Rancho Siringo und Camino Chueco. Dort hinterließ der Sturm abgeknickte Strommasten, entwurzelte Bäume und stark beschädigte Wohnhäuser. In angrenzenden Wohngebieten wie Los Cedros und Camino Carlos Rey stürzten ebenfalls große Bäume auf Häuser und rissen Stromleitungen herab (so berichtete FOX Weather).

Ich sehe viele umgestürzte Bäume. Ich sehe schwere Schäden an Häusern. Ich sah das Dach eines Hauses im Vorgarten eines Nachbarn liegen.

Ein seltenes schweres Unwetter hat in Santa Fe am späten Samstagabend, dem 24
Foto: Santa Fe New Mexican

Erinnerungen an seltene Wetterextreme und Evakuierungen

Tornados sind auf den östlichen Hochebenen New Mexicos zwar keine Seltenheit, doch in Santa Fe selbst blieben sie historisch die absolute Ausnahme. Laut Datenbank der National Oceanic and Atmospheric Administration wurden im gesamten Santa-Fe-County seit 1950 lediglich 27 Tornados verzeichnet. Stadtsprecher Peter Olson erklärte gegenüber dem Albuquerque Journal, dass sich niemand im Rathaus an einen früheren Tornado direkt innerhalb der Stadtgrenzen erinnern könne.

Einige langjährige Anwohner fühlten sich an frühere Kindheitstage erinnert. Debora Lucero berichtete, sie habe im Jahr 1970 als Schülerin der sechsten Klasse schon einmal einen Wirbelsturm in der Stadt erlebt, bei dem damals eine Mauer und ein Nachbarwohnwagen umgeworfen wurden – betonte jedoch, dass die aktuelle Zerstörung an Bäumen und Gebäuden deutlich heftiger ausfiel.

In Santa Fe selbst gab der städtische Sprecher Peter Olson an, dass die Untersuchung des Schadensverlaufs ergab, dass der Wirbelsturm auf einer etwa drei Meilen langen Strecke von Süden nach Norden durch das Viertel zog. Anwohner wie der langjährige Bewohner Gary Delgado äußerten gegenüber Medien, dass noch nie jemand so etwas in den Stadtgrenzen von Santa Fe erlebt habe. Miguel Rodriguez erhielt den Textalarm des Nationalen Wetterdienstes kurz vor dem Einschlag, während Xavi Lucero die Unwetterintensität im Haus miterlebte.

Einsatzkräfte im Dauereinsatz bei Regen und Wassernöten

Begleitet wurde das Unwetter von heftigen Regenfällen, die im gesamten Stadtgebiet zu Verkehrsbehinderungen und Notfällen führten. Auf der Interstate 25 steckten zeitweise Fahrzeuge fest, während Rettungskräfte am Santa Fe River eine Wasserrettung durchführten (meldete die Hindustan Times).

Die Stadtverwaltung richtete vorübergehend eine Notunterkunft für betroffene Familien ein, die jedoch nicht länger benötigt wurde, da alle betroffenen Haushalte private Unterbringungsmöglichkeiten fanden. Bis Sonntag stand die Region unter einer Unwetterwarnung des Nationalen Wetterdienstes, der für die kommenden Tage anhaltende Niederschläge in ganz New Mexico ankündigte. Verletzte wurden nach offiziellen Angaben der Stadt bis zum späten Samstagabend nicht gemeldet.

Ein seltenes schweres Unwetter hat in Santa Fe am späten Samstagabend, dem 24
Foto: The Taos News

Polizeileutnant Roberto Rodriguez bestätigte, dass die Feuerwehr die Häuser in der Umgebung von Camino Chueco überprüfte, während Rettungskräfte und Polizei im gesamten Stadtgebiet auch zu Verkehrsunfällen und Amtshilfeeinsätzen für Santa Fe County ausrücken mussten. Meteorologe Kris Sanders vom Wetterdienstbüro in Grand Junction wies zudem auf stark gesättigte Böden hin, weshalb bereits geringe Regenmengen ausreichten, um kleinere Bäche über die Ufer treten zu lassen.


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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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