Ein Ausbruch der Geflügelpest hat einen kommerziellen Geflügelbetrieb im Pierce County getroffen. Dabei wurden 47.000 Legehühner erfasst, wie das Washington State Department of Agriculture und das Tacoma-Pierce County Health Department am 6. November 2026 mitteilten. Es handelt sich um den ersten Nachweis der hochpathogenen aviären Influenza in einem gewerblichen Betrieb des Bundesstaates im Jahr 2026.
Quarantäne und Schutzmaßnahmen im Pierce County
Die betroffene Anlage steht unter Quarantäne. Die Landwirtschaftsbehörde erklärte, dass Eier von betroffenen Tieren vernichtet werden und nicht in die Nahrungskette gelangen. Hühner und Eier von anderen Farmen seien weiterhin sicher zum Verzehr.
Für den Betrieb gelten strenge Seuchenbekämpfungsmaßnahmen. Die Gesundheitsbehörden überwachen Personen, die Kontakt zu den infizierten Tieren hatten, vorsorglich auf Krankheitssymptome. Bis zum Datum der Mitteilung wurden keine Humaninfektionen an der Einrichtung festgestellt. Das Risiko für die Allgemeinbevölkerung schätzen die Behörden als gering ein.
Wirtschaftlicher Druck und frühere Fälle in Washington
Landwirte in West-Washington zeigen sich besorgt über die Lage. Jason Vander Kooy, Vizepräsident von Save Family Farming und selbst Milchviehhalter in Mt. Vernon, verwies auf die angespannte finanzielle Situation vieler Familienbetriebe. Viel zu viele landwirtschaftliche Betriebe jeglicher Art hier im Bundesstaat Washington stehen am Abgrund – nur eine Krise wie die Vogelgrippe davon entfernt, über den Rand gedrängt zu werden und schließen zu müssen,
sagte Vander Kooy laut Berichten von Komonews.
Die aktuellen Nachweise reihen sich in ein breiteres Infektionsgeschehen ein. Im Oktober 2026 hatte das Landwirtschaftsministerium bereits Fälle in drei kleinen Hinterhofgeflügelbeständen in den Countys Yakima und Kittitas bestätigt, die Kontakt zu Zugvögeln hatten. Im Jahr 2025 war die Virusvariante unter anderem im Oktober in einem großen Betrieb im Grant County mit fast zwei Millionen Legehennen nachgewiesen worden.
