In der fünften Episode der 52. Staffel von Saturday Night Live präsentierte der Internet-Comedian Druski als erster Internet-Comedian, der die Show moderierte, seine eigene Version des Dokumentarfilms You Can See Everything, in der er in Whiteface als die Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes auftrat.
Druskis Auftritt als Gastgeber von Saturday Night Live
Die Sketch-Parodie mit dem Titel Dru Can See Everything lief am 8. November 2026 im US-Fernsehen. Druski übernahm damit als Content-Creator die Moderation der NBC-Show. Musikalische Gäste waren The Strokes. Bereits in seinem Eröffnungsmonolog kündigte Druski an, sich nicht an sämtliche Vorgaben des Senders halten zu wollen. Er wies darauf hin, dass ihm das Verwenden von Kraftausdrücken sowie das Tragen von Whiteface untersagt worden seien – beide Regeln brach er im Verlauf der Sendung demonstrativ.
Der zugrundeliegende Dokumentarfilm von Nathan Fielder und Lance Oppenheim, You Can See Everything, war im Oktober in die Kinos gekommen. Die Veröffentlichung in 855 Kinos erzielte ein Einspielergebnis von 15,6 Millionen $. Inzwischen hat der Dokumentarfilm laut Branchenangaben ein Einspielergebnis erzielt, das ihn zu einem der größten Dokumentarfilme macht, die je gedreht wurden.
Dru Can See Everything pic.twitter.com/lqIQEHK4VZ
Der SNL-Sketch und die Parodie der Theranos-Dokumentation
In der rund 3 Minuten und 48 Sekunden langen Pre-Taped-Show wird die Entstehungsgeschichte des Dokumentarfilms humoristisch umgeschrieben. Die Handlung suggeriert, dass Holmes und ihr Partner Billy Evans vor der Zusammenarbeit mit Fielder den Komiker Druski aufgesucht hatten, um ihre Geschichte filmen zu lassen. Jane Wickline übernahm dabei die Rolle der Elizabeth Holmes, während Ben Marshall als Billy Evans agierte.
Wir sind so froh, dass ihr da seid,Jane Wickline als Elizabeth Holmes in Saturday Night Live
Ergänzend erklärte Ben Marshalls Filmfigur, dass es ihnen wichtig sei, der Öffentlichkeit die wahre Person hinter dem Image zu zeigen. Als die falsche Holmes äußerte, dass die Leute sie als gewöhnlichen Menschen sehen sollen, antwortete Druski:
Nach allem, was ich bisher gesehen habe, werde ich jetzt einfach mal Nein sagen. Ihr strahlt da eine der seltsamsten und abgefahrensten Schwingungen aus, die ich je gesehen habe. Druski
Im weiteren Verlauf stellte der Sketch bekannte Szenen des Dokumentarfilms nach, darunter die intensiven Nahaufnahmen und die Eier schlagende Hausszene. Druski imitierte zunächst Fielder, indem er mit Kopfhörern ausgestattet um Ecken spähte. Um die im Originalfilm verwendete Technik der dokumentarischen Reenactments zu parodieren, entschied sich Druski schließlich dazu, die Rolle der Holmes selbst zu übernehmen.
In einer weiteren Szene reichte Druski während des gemeinsamen Aufeinandertreffens ein vermeintliches Produkt zur Begutachtung, woraufhin er die Kreation unverblümt kritisierte. Dabei kam es zu einer körperlichen Annäherung, bei der er versuchte, die Augen der Gründerin mit den Fingern zu schließen, während sie diese umgehend wieder öffnete.

Reaktionen und prominente Gäste bei Saturday Night Live
Mit dem Auftreten im Whiteface stand Druski im direkten visuellen Schlagabtausch mit Jane Wickline. Dabei wiederholten beide darstellerisch den Satz:
I’m always being realDruski und Jane Wickline
Die Verwandlung und der anschließende Schlagabtausch wurden von Publikationen wie Deadline als einer der lustigsten Sketche der Staffel bezeichnet. Neben dem Hauptsketch sorgte die Ausgabe von Saturday Night Live für weitere Überraschungen. So betrat Emma Stone unerwartet die Bühne, um gemeinsam mit Druski über ihre gemeinsamen Dreharbeiten zum kommenden Film The Catch zu sprechen, der für den 21. Mai 2027 angekündigt ist. Auch James Talarico trat im Rahmen der Eröffnungsszene auf.
SNL parodies ‘YOU CAN SEE EVERYTHING’ featuring Jane Wickline, Ben Marshall and Druski. pic.twitter.com/BgFvQHHcb3
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