Der Absatz von leichtem Heizöl in Deutschland ist in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 um mehr als 38 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen.
Das geht aus aktuellen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen hervor.
Verbraucher reagieren damit auf massiv gestiegene Energiekosten.
Im September lagen die Preise für Heizöl zeitweise bei mehr als 180 Euro je 100 Liter.
Ende September kosteten 3000 Liter Heizöl im bundesweiten Durchschnitt mehr als 5000 Euro.
Ein Jahr zuvor kostete dieselbe Menge rund 2700 Euro, womit die zusätzliche Belastung mehr als 2300 Euro betragen konnte.
Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft werden rund 17 Prozent der Wohnungen in Deutschland mit Öl beheizt, was etwa 7,5 Millionen Wohnungen entspricht.
Hinter dem Rückgang stehe kein plötzlicher Abschied von der Ölheizung.
Hinter dem Rückgang stehe vielmehr der Abbau vorhandener Vorräte.

Hohe Energiepreise und eine schwache Wirtschaftsentwicklung lassen den Energieverbrauch in Deutschland insgesamt deutlich sinken.
Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen erklärte dazu, dass sich der Verbrauch zwischen Januar und September verringerte.
Deutschlands Heizölmarkt steckt damit in einer außergewöhnlichen Situation, in der Verbraucher ihre vorhandenen Vorräte zunächst aufbrauchen, anstatt ihre Tanks wie gewohnt aufzufüllen.
Wer seine Vorräte zu weit aufbraucht, muss möglicherweise gerade dann neues Heizöl kaufen, wenn die Nachfrage wegen niedriger Temperaturen besonders hoch ist.
Der Primärenergieverbrauch in Deutschland ging in den ersten neun Monaten um 3,6 Prozent zurück.
| Energieträger / Produkt | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|
| Leichtes Heizöl (Absatz) | mehr als −38 % |
| Mineralölverbrauch insgesamt | mehr als zwölf Prozent |
| Diesel (Nachfrage) | mehr als −9 % |
| Benzin (Verbrauch) | −4 % |
| Flugkraftstoff (Absatz) | −3 % |
| Erdgas (Verbrauch) | +0,8 % |
| Steinkohle (Verbrauch) | mehr als +8 % |
Erneuerbare Energien steigerten ihren Anteil am gesamten Energieverbrauch in den ersten neun Monaten 2026 auf 22,5 Prozent, nach 20,5 Prozent im Vorjahr.
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