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Unternehmen

Demokraten-Sieg löst massive Abverkäufe bei KI-Aktien aus

Nach dem überraschenden Wahlsieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen im November 2026 ist an den Finanzmärkten eine massive Verkaufswelle bei Künstlicher Intelligenz und Rechenzentren angelaufen. Anleger und Tech-Investoren trennten sich weltweit von hoch bewerteten Technologieaktien.

Mehr als 3,2 Billionen US-Dollar an Marktwert wurden nach Angaben aus Berichten der US-Finanzmärkte allein an einem Donnerstag von den US-Börsen gelöscht. Der Nasdaq Composite Index stürzte um mehr als 5,5 Prozent ab. Der S&P 500 gab um 4,4 Prozent nach.

Regulatorische Furcht trifft Infrastruktur-Projekte

Die Demokraten hatten bei den Zwischenwahlen Sitze im Senat erobert, im Repräsentantenhaus zugelegt und mehrere Gouverneursposten gewonnen. Analysten wie die Experten von Evercore ISI wiesen darauf hin, dass ein restriktiveres Umfeld für die Entwicklung von Rechenzentren die Stimmung bei auf Infrastruktur ausgerichteten Unternehmen massiv belasten dürfte (berichtet von Yahoo Finance).

Im zweiten Quartal 2026 waren mindestens 45 Rechenzentren im Wert von 68 Milliarden US-Dollar von lokalem Widerstand betroffen.

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Die neu gewählte Gouverneurin Gina Hinojosa hatte im Wahlkampf in Texas angekündigt, den Bau neuer Serverfarmen vorerst zu stoppen.

Elon Musk hatte im Wahlkampf fast eine halbe Milliarde Dollar zur Unterstützung republikanischer Kandidaten ausgegeben. Aktien von SpaceX und Tesla gerieten stark unter Druck (so analysiert im Boston Globe).

Brad Gerstner ist als CEO von Altimeter Capital tätig. Er erklärte zu den Marktbewegungen, dass die Befürchtungen hinsichtlich eines flächendeckenden Stopps der KI-Infrastruktur übertrieben seien, auch wenn zusätzliche Vorschriften einige Projekte verzögern könnten.

Demokraten-Sieg löst massive Abverkäufe bei KI-Aktien aus
Foto: CNBC

Larry Glazer, geschäftsführender Gesellschafter der in Boston ansässigen Investmentfirma Mayflower Advisors, betonte, dass man nun damit beginne, über die wirtschaftlichen Implikationen der Wahl nachzudenken.

Melissa Brown ist globale Leiterin der Investment Decision Research bei SimCorp. Sie erklärte, dass Anleger offenbar erkennen, dass einige neu gewählte Kongressmitglieder und Gouverneure das Tempo beim Ausbau der KI-Infrastruktur bremsen wollen.

Deborah Cunningham äußerte sich als Chief Investment Officer für globale Liquiditätsmärkte bei Federated Hermes. Sie betonte, dass eine gespaltene Regierung eine Blockade gegen neue Gesetze bilden könne.

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Mark Haefele ist Chief Investment Officer bei der UBS Global Wealth Management. Er führte aus, dass die Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz und Halbleitern nicht über Nacht verschwinden werde und neue Werkzeuge sowie Rechenzentren weiterhin entstehen würden.

Kursstürze in der Chip- und Zuliefererbranche

Titel wie Nvidia, Advanced Micro Devices und Intel verzeichneten drastische Verluste.

Kleinere Entwickler wie CoreWeave, Applied Digital und Nebius gaben ebenfalls spürbar nach. Auf dem Parkett in Boston fielen regionale Firmen wie Teradyne um 15 Prozent, Entegris um 13 Prozent und Cognex um 10 Prozent, wie Marktdaten belegen.

Demokraten-Sieg löst massive Abverkäufe bei KI-Aktien aus
Foto: bostonglobe.com

Jim Cramer betonte in seiner Analyse auf CNBC, dass es sich im Gegensatz zum Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000 überwiegend um profitable Unternehmen handle (so die Aussagen bei CNBC).

Haushaltsentscheidungen und Gesetzgebung im Dezember

Bis zum Amtsantritt des neuen Kongresses im Januar verfügen die Republikaner vorerst weiter über die parlamentarischen Hebel.

Beobachter rechnen damit, dass die Demokraten ihre neue Position nutzen werden, um strengere Umwelt- und Verbraucherschutzauflagen für den energieintensiven Betrieb von Rechenzentren durchzusetzen. Als nächster entscheidender Prüfstein gilt ein anstehendes Gesetz zur Finanzierung der US-Regierung, das über den 11. Dezember hinausgreifen muss (berichtet von MarketScreener).

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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