Amerikanische Wähler haben Präsident Donald Trump und der Republikanischen Partei bei den Zwischenwahlen am 4. November 2026 eine historische Niederlage zugefügt, wie CBC News und Foreign Policy berichten.
Demokraten übernehmen beide Kongresskammern
Die Demokraten eroberten sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat zurück. Laut Analysen von NBC News gewannen sie bis zu sieben Sitze im Senat und mindestens 29 Sitze im Repräsentantenhaus hinzu. Damit wechselte die Kontrolle beider Kammern in einer Midterm-Wahl erst zum vierten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg gleichzeitig die Mehrheitsverhältnisse, wie Foreign Policy hervorhebt. Zu den Verlusten der Republikaner zählten dabei auch traditionell tiefrote Bundesstaaten wie Kansas, South Carolina und Texas, wo demokratische Senatoren gewählt wurden.
In South Carolina verlor die Kandidatin Darline Graham gegen die demokratische Kinderärztin Annie Andrews.
Die Wahlbeteiligung und die Verschiebungen über verschiedene demografische Gruppen hinweg zeigten ein massives Umkippen der politischen Stimmung. In Kansas errang Adam Hamilton einen Sieg und wurde als demokratischer Senator des Bundesstaates gewählt. Die von großen TV-Netzwerken gemeldeten Ergebnisse machten deutlich, dass Wähler im ganzen Land den Kurs der bisherigen Regierung sanktionierten.
Wirtschaftssorgen und Iran-Krieg belasten die Republikaner
Nach Angaben von Slate Magazine spiegelten sich in der blauen Welle die steigenden Preise wider, die als direkte Folge von Trumps Zöllen und dem Krieg im Iran gelten.
Besonders die wirtschaftliche Belastung stand für die Mehrheit der Wähler im Vordergrund.

Auswirkungen auf die Regierung und künftige Gesetzgebung
Mit der neuen Mehrheit im Senat können die Demokraten die Bestätigung von Trumps Kabinettsmitgliedern, Bundesrichtern, Botschaftern und Behördenleitern blockieren oder verlangsamen, wie CBC News berichtet. Zudem steht Verteidigungssekretär Pete Hegseth im Fokus: Demokraten und einige Republikaner drängen auf seine Ablösung, und laut Slate Magazine erwägen Senatsdemokraten, seinen Rücktritt als Bedingung für die Verabschiedung von Verteidigungsprogrammen zu fordern.
Analysten wiesen zudem darauf hin, dass die drastischen Verluste der Republikaner den parteiinternen Druck auf Donald Trump erhöhen könnten. Das bisher durch Furcht und Loyalität zusammengehaltene Lager sieht sich nun mit der Frage konfrontiert, ob der Einfluss des Präsidenten auf die Zukunft der Partei nach dieser historischen Niederlage nachhaltig gebrochen ist.
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