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Unterhaltung

Deep Purple feierten ihr 50. Österreich-Konzert in der Wiener Stadthalle

Deep Purple feierten in der Wiener Stadthalle ihr 50. Österreich-Konzert vor rund 9.000 bis 10.000 Fans. Der 81-jährige Frontmann Ian Gillan und seine Bandkollegen präsentierten dabei eine gelungene Mischung aus alten Rock-Klassikern und Songs des aktuellen Albums Splat!, musikalisch unterstützt von der Geigerin Lidia Baich.

Die britischen Hardrock-Legenden von Deep Purple machten bei ihrer jüngsten Tournee Station in der österreichischen Hauptstadt und absolvierten am Montag ihr bereits 50. Konzert in Österreich. Das Jubiläum markierte zugleich den zwölften Auftritt der Band in der größten Halle des Landes, wo die Musiker im Jahr 1971 beim British Superstar Festival ihre Österreich-Premiere feierten.

Das Line-up und der Konzertbeginn mit den Newcomern von Jayler

Von Altersschwäche war an diesem Abend trotz des fortgeschrittenen Alters der Gründungsmitglieder wenig zu spüren. Die Besetzung vereint heute erfahrene Rock-Urgesteine mit jüngeren Kräften. Den Auftakt des Abends bestritten jedoch die britischen Newcomer Jayler aus den englischen Midlands, die mit ihrem Stil aus den 1970er-Jahren das Publikum anheizten. Die jungen britischen Newcomer, die Deep Purple auf ihrer Tournee begleiteten, sorgten für die erste ordentliche Portion Hard Rock. Mit wilder Mähne, offenem Glitzerhemd und Glockenhose schien die Anfang 20-jährige Truppe optisch direkt aus einer Zeitmaschine der siebziger Jahre entsprungen zu sein, und auch musikalisch war die Verwandtschaft mit den vergangenen Jahrzehnten unüberhörbar. Songs wie „Riverboat Queen“ und „Lovemakerbrachten sogar das reife Publikum dazu, Haltung anzunehmen.”

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Klassiker, aktuelle Songs und solistische Verschnaufpausen

Mit dem energiegeladenen Opener Highway Star, der bereits 1973 als Startschuss in der Stadthalle diente, setzten die Briten direkt ein Zeichen. Über acht Minuten donnerte die gut geölte Maschine durch den gefühlt ewigen Opener, angetrieben von fetten Bassläufen, einem dominanten Keyboard, einem ordentlichen Gitarrensolo und dem gewohnt lässig-kräftigen Beat von Ian Paice an den Drums. Da Sänger Ian Gillan mit seinen 81 Jahren verständlicherweise regelmäßige Verschnaufpausen benötigte, übernahmen Gitarrist Simon McBride und Keyboarder Don Airey mit ausgiebigen Soli das musikalische Kommando. Dabei bewies der Nordire McBride nach schon der dritten Nummer und dem darauffolgenden Stück „Into The Fire“ warum Gillan ihn als einen der besten seiner Zunft weltweit bezeichnet. Auf der Setlist fanden sich neben Dauerbrennern wie „Lazy“, „Sometimes I Feel Like Screaming“ und dem neuen Stück „Arrogant Boy“ eine vielseitige Non-Stop-Jam-Session mit Elementen aus Blues, Freejazz-Fusion und Powerballaden.

Wiener Melange und der Überraschungsauftritt von Lidia Baich

Ein besonderer Höhepunkt des Abends folgte, als Geigerin Lidia Baich die Bühne betrat. Im Zusammenspiel mit Keyboarder Don Airey steuerte sie klassische Wiener Klänge bei, wobei zur Überraschung der Zuschauer auch der Donauwalzer erklang.

Deep Purple feierten ihr 50. Österreich-Konzert in der Wiener Stadthalle
Foto: oe24

Superb.

Ian Gillan, Sänger bei Deep Purple

Das unvermeidliche Finale mit Smoke On The Water

Gegen Ende des Konzerts folgte der Moment, auf den Tausende Fans gewartet hatten. Nach dem umjubelten „Space Truckin’“ stimmte Simon McBride das berühmteste aller Gitarren-Riffs von Smoke On The Water an — ein Klassiker, der im Saal hervorragend ankam.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.