NASA-Astronautin Christina Koch beendet nach ihrem historischen Artemis-II-Flug ihre Raumfahrten und übernimmt zum 1. November 2026 den Posten der stellvertretenden Chefingenieurin. Sie tritt damit die Nachfolge von Katherine Van Hooser an, die nach mehr als 35 Dienstjahren in den Ruhestand geht.
Die erfahrene Ingenieurin und Raumfahrerin, die laut der Plattform Queen City News in Sanford, North Carolina, geboren wurde und nach Angaben von WNCT das White Oak High School besuchte, wechselt in den Status einer Management-Astronautin. Damit ist sie für künftige Raumfahrtmissionen nicht mehr vorgesehen, wie die Weltraumorganisation mitteilte. Der Wechsel markiert einen Wendepunkt für eine der bekanntesten aktiven Astronautinnen der US-Behörde.
Der Übergang zur Chefingenieurin im November
Ab dem 1. November 2026 unterstützt Koch die technische Leitung der gesamten US-Raumfahrtbehörde.

Sie folgt auf Katherine Van Hooser, die am 21. Oktober 2026 nach mehr als drei Jahrzehnten im Dienst der Bundesbehörde ausscheidet.
Rückblick auf Rekordflüge und den Artemis-II-Einsatz
Kochs Karriere ist eng mit den jüngsten Meilensteinen der bemannten Raumfahrt verknüpft. Im April 2026 flog sie als Missionsspezialistin auf der Artemis-II-Mission um den Mond – als Teil der ersten bemannten Crew, die den Erdanten seit mehr als fünf Jahrzehnten in dieser Entfernung umkreiste.
Zuvor hatte sie während eines 328-tägigen Aufenthalts auf der Internationalen Raumstation ISS den Rekord für den längsten einzelnen Raumflug einer Frau aufgestellt.

„Christina hat die NASA-Ingenieurskunst von beiden Seiten der Gleichung erlebt: Sie hat komplexe Systeme am Boden entwickelt und ihnen im Weltraum ihr Leben anvertraut.“
Jared Isaacman, NASA-Administrator
Ausblick auf die kommenden Mond- und Marsmissionen
Die Hausspitze der US-Behörde verknüpft die Personalie direkt mit den strategischen Zielen der kommenden Jahre. Neben der Rückkehr von Menschen auf die Mondoberfläche stehen der Bau einer dauerhaften Mondbasis sowie der Einsatz von Kernkraft im All auf der Agenda.
„Ich freue mich auf die Impulse, die sie in der gesamten NASA setzen wird, während wir Amerikaner zur Mondoberfläche zurückbringen, die Mondbasis errichten, die Kernkraft im Weltall vorantreiben und jene Fähigkeiten entwickeln, die uns schließlich zum Mars bringen werden.“
Jared Isaacman, NASA-Administrator
Auch Amit Kshatriya, der leitende Chefingenieur der Behörde, hob die fachliche Qualifikation seiner künftigen Stellvertreterin hervor. Er betonte, dass die Verbindung aus praktischer Erfahrung im Betrieb von Raumfahrzeugen, technischem Fachwissen und bewährter Führung sowohl am Boden als auch im All eine entscheidende Rolle für die bevorstehenden technischen Übergänge spiele, während er Van Hooser zugleich für ihr unerschütterliches Engagement für den Missionserfolg bei komplexen ingenieurtechnischen Herausforderungen dankte.
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