Die Kansas City Chiefs haben am Sonntagabend in der National Football League eine deutliche 20:3-Niederlage gegen die Seattle Seahawks hinnehmen müssen. Damit endete die Siegesserie des bis dahin 5-1-gefolgten Teams im Lumen Field.
Patrick Mahomes und die Offense im Off
Quarterback Patrick Mahomes fand gegen die Defensive der Seahawks zu keiner Phase des Spiels seinen Rhythmus. Ohne seine verletzten Receiver und beide etatmäßigen Starteffekte auf den Tackle-Positionen agierte der Spielmacher sichtbar unkonfortabel. Die Statistiken spiegeln diesen Abend wider: Mit nur fünf Yards Raumgewinn pro Passversuch und einem Passer-Rating von 58,3 verzeichnete Mahomes die fünftschlechtesten Werte seiner Karriere in 131 bestrittenen Partien.
Besonders die erste Halbzeit offenbarte große Abstimmungsprobleme. Mahomes leistete sich eine Interception, als er in Bedrängnis durch Safety Nick Emmanwori einen Pass überstürzt an der Sideline warf. Im dritten Viertel verlor er zudem bei einem eigenen Laufversuch den Ball, den die Chiefs zwar glücklich sichern konnten, was jedoch den Offensivfluss endgültig zum Erliegen brachte.
Der Druck setzte früh ein und wir fanden keine Mittel, um das Spiel zu beruhigen.
Jaxon Smith-Njigba dominiert die Secondary
Auf der Gegenseite stellte der amtierende Offensive Player of the Year Jaxon Smith-Njigba die Defensive von Koordinator Steve Spagnuolo vor unlösbare Aufgaben. Der Wide Receiver nutzte konsequent die Mismatches im Slot aus, wo Cornerboard L’Jarius Sneed und Rookie Mansoor Delane erhebliche Probleme im Abwehrverhalten offenbarten. Bereits zur Halbzeitbuße stand Smith-Njigba bei sechs gefangenen Pässen für 129 Yards und einen Touchdown.
Am Ende des Spiels stand der Receiver bei neun gefangenen Bällen für 150 Yards. Die Seahawks nutzten diese Lücken eiskalt aus und starteten stark in die Partie, unter anderem durch konsequentes Ausspielen dritter Versuche über die Mitte des Feldes mit Smith-Njigba und Cooper Kupp.
Harrison Butker und die vergebenen Punkte
Auch das Special Team der Gäste trug zum enttäuschenden Abend bei. Kicker Harrison Butker vergab zwei entscheidende Field Goals, die das Momentum hätten kippen lassen können. Kurz vor der Halbzeitpause schoss er einen Versuch aus 58 Yards zu kurz. Im finalen Abschnitt setzte er einen 45-Yard-Kick rechts am Tor vorbei, wodurch ein mögliches Comeback der Chiefs mathematisch unmöglich wurde.

Zwar traf Butker zwischendurch aus 50 Yards, doch die Häufung von Fehlschlägen aus mittlerer und langer Distanz wirft Fragen über seine Konstanz auf. Die anhaltenden Probleme könnten das Management dazu zwingen, Konkurrenz für die Kicker-Position zu verpflichten.
Kenneth Walker III gegen das Ex-Team
Im Fokus stand vor dem Anpfiff zudem Kenneth Walker III, der als erster amtierender Super Bowl MVP im darauffolgenden Jahr gegen sein ehemaliges Team antrat. Die Defensive der Seahawks war jedoch hervorragend auf ihren ehemaligen Running Back eingestellt, schloss alle Cutback-Lanes und verhinderte jeglichen Raumgewinn über die Außenbahnen.
Walker wurde komplett neutralisiert und kam bei 14 Läufen lediglich auf 36 Yards. Die Last des Angriffs musste somit auf das Passspiel verlagert werden, wo neben Travis Kelce und Noah Gray kaum verlässliche Anspielstationen existierten.
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