Sturm Boelo hat am Wochenende Zehntausende Haushalte und Unternehmen von der Stromversorgung abgeschnitten, als heftige Winde und starke Regenfälle über Irland und Nordirland hinwegfegten. Während ESB Networks und NIE Networks die Stromversorgung für die überwiegende Mehrheit der betroffenen Kunden wiederhergestellt haben, gelten für den Wochenanfang weiterhin neue Unwetterwarnungen.
Nach Angaben des Energieversorgers ESB Networks waren am Sonntagmorgen um 7:45 Uhr etwa 41.000 Haushalte, Höfe und Betriebe vor allem im Nordwesten ohne Strom.
Die Auswirkungen von Storm Boelo haben über das Wochenende zu massiven Stromausfällen in Irland und Nordirland geführt.
Sturmböen erreichten auf dem Höhepunkt fast 80 mph. Der Wetterdienst Met Éireann sowie das britische Met Office gaben zeitweise Warnungen aus, während der Nationale Lenkungsausschuss für Katastrophenmanagement in Dublin am Sonntag zu Beratungen zusammenkam.
Netzbetreiber melden Fortschritte bei der Stromversorgung nach dem Sturm
Bis zum Sonntagmittag sank die Zahl der betroffenen Anschlüsse in der Republik Irland auf 18.000. Am Sonntagabend waren nach Angaben des Stromversorgers noch rund 5.000 Kunden ohne Elektrizität, während die Arbeiten der Einsatzkräfte weiterliefen.

In Nordirland waren nach Angaben von Northern Ireland Electricity Networks rund 12.500 Gebäude von Stromausfällen betroffen. Andrew Cupples, Leiter des Systembetriebs bei NIE Networks, zog am Sonntag eine positive Zwischenbilanz zu den Reparaturarbeiten.
Dank des Einsatzes unserer Ingenieure, Partnerunternehmen und Supportmitarbeiter konnten wir die Stromversorgung für rund 11.500 Kunden inzwischen wiederherstellen.
Andrew Cupples, Leiter des Systembetriebs bei NIE Networks
Mit weniger als 1.000 noch betroffenen Kunden hofften die Techniker, die verbliebenen Haushalte je nach Schwierigkeit der Reparaturen im Laufe des Abends wieder ans Netz anzuschließen, so das Unternehmen. Für Kunden stellt der Netzbetreiber online ein sogenanntes Powercheck-Tool zur Verfügung, um den Status einzusehen.
Unwetter führt zu Verkehrsausfällen und Schäden
Das Department for Infrastructure in Nordirland verzeichnete rund 470 wetterbedingte Schadensmeldungen.
Die Unwetterfront sorgte neben den Stromausfällen für erhebliche Verkehrsbehinderungen.
Dazu gehörten vor allem umgestürzte Bäume und Äste sowie Wasseransammlungen auf den Straßen. Die Mitarbeiter waren den ganzen Tag über im Einsatz, um auf Vorfälle zu reagieren.
Sprecher, The Department
Flüge an den Flughäfen Belfast City, Belfast International und Dublin Airport mussten zeitweise gestrichen werden. Auch der Fährverkehr zwischen Dublin und Holyhead war von Ausfällen betroffen.
In der Republik Irland mussten lokale Veranstaltungen wie das Lú Festival of Light in Drogheda abgesagt werden.
Behörden warnen vor anhaltendem Starkregen und neuerlichen Überschwemmungen
Obwohl der Sturm am Sonntag nachließ, gaben die Behörden Entwarnung nur mit Einschränkungen. Keith Leonard, Leiter der nationalen Direktion für Brand- und Katastrophenschutz, warnte die Bevölkerung vor den Nachwirkungen an den Küsten.
Obwohl der Sturm vorüber ist, möchte ich die Menschen in Küstenregionen dringend bitten, die vorherrschenden Bedingungen weiterhin zu beachten.
Keith Leonard, Leiter der Direktion
Leonard wies zudem darauf hin, dass starke auflandige Winde, hohe Gezeiten und große Wellen in den kommenden Tagen zu Überschwemmungen an den Küsten führen können.
Für Montag wurden vom nationalen Wetterdienst neue Warnungen der Stufe Gelb für Wind und Regen herausgegeben. Für Dienstag wurden ebenfalls vom nationalen Wetterdienst neue Warnungen der Stufe Gelb für Wind und Regen herausgegeben, da durch bereits gesättigte Böden in vielen Regionen die Gefahr von lokalen Überflutungen und erhöhten Flusspegeln besteht.
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